Fußball FC Heiningen: Die Planung kann beginnen

Dominik Mader feiert seinen Treffer zum 1:0, anschließend  jubelt er mit dem FCH über den vorzeitigen Ligaverbleib.

Markus Munz

Zwar sind rechnerisch noch 15 Zähler zu vergeben, aber mit 39 Punkten hatte in den vergangenen fünf Jahren kein Team etwas mit dem Abstieg zu tun. „Es ist schon toll, was die Jungs für eine Runde spielen“, lobte Trainer Denis Egger, der Sieg war „heute extrem wichtig, weil wir personell stark gebeutelt waren.“

Egger musste gegen Laupheim auf ein halbes Dutzend Spieler verzichten. Max Hölzli und Kevin Gromer waren gesperrt, Robin Reichert erkrankt, dazu fehlten die angeschlagenen Mike Tausch, Gianluca D’Onofrio und Tim Roos. „Da kann so ein Spiel auch mal in die falsche Richtung laufen, deshalb bin ich froh, dass wir es so gut rübergebracht haben“, erklärte Egger und lobt seine Reservisten: „Es ist nicht leicht, auf den Punkt da zu sein, wenn man gebraucht wird.“ Mit dem Doppelschlag zum 3:0 und 4:0 setzten Suwaibu Sanyang und Mikail Gümüssu sogar noch persönliche Glanzlichter. Sanyang staubte nach einem Blackout von Laupheims Torhüter Julius Lense ab (75.), Gümüssu gelang 60 Sekunden später ein Traumtor aus 20 Metern in den Winkel.

In Hälfte eins hatten es noch die erfahrenen Akteure für den FC Heiningen gerichtet. Dominik Mader hielt in der 20. Minute den Fuß in eine flache Freistoß-Hereingabe von Benjamin Kern und brachte den FCH verdient in Führung. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Lennart Zaglauer auf 2:0. Nach Vorarbeit von Sanyang und Mader traf er mit einem platzierten Flachschuss. Zuvor waren Zaglauer und Kern an Lense (34.) oder am Außenpfosten (42.) gescheitert.

Die abstiegsbedrohten Gäste igelten sich wie erwartet der eigenen Hälfte ein, der FCH versuchte, mit langen Ballpassagen geduldig sein Spiel aufzubauen. „Das war heute das Ziel, denn wir wollen uns auch weiterentwickeln und die Jungs sollen sich etwas zutrauen. Die Devise war einfach zu bleiben, das ist uns gelungen. Wir hatten eine gute Passstruktur drin“, freute sich Egger.

In Durchgang zwei musste sich Olympia Laupheim zwangsläufig nach vorne wagen, blieb aber bis auf einen Fernschuss von Isaak Athanasiadis genau vor die Fäuste von Marius Funk (59.) ungefährlich. „Der Sieg war verdient, weil wir kaum etwas zugelassen haben“, bilanzierte Egger. Für sein Team steht bereits am Freitag das nächste Spiel auf dem Programm, dann geht es zum Tabellenzweiten SKV Rutesheim.

FC Heiningen: Funk – Lopes Silva, Ruther, Rössler, Klack, Kriks, Sanyang, Kern, Gümüssu (82. Maskow), Mader, Zaglauer (78. Santini).

Heininger Torhüter als Feldspieler

In der Schlussphase brachte Trainer Denis Egger gegen Olympia Laupheim seine noch verbliebenen Reservisten ins Spiel. So kam Raphael Maskow, eigentlich Torhüter, im Trikot des Langzeitverletzten Lukas Renn zu ein paar Einsatzminuten als Stürmer. Seit Maskows Rückkehr von einem Auslandsaufenthalt stehen beim FC Heiningen derzeit drei Torhüter im Kader.