Geislingen Derbysieg macht Traumstart perfekt

Martin Jux hat eine Kopfballchance für Bad Boll, der Geislinger Sven Sönmez kommt zu spät.
Martin Jux hat eine Kopfballchance für Bad Boll, der Geislinger Sven Sönmez kommt zu spät. © Foto: Thomas Madel
Geislingen / Frank Höhmann 03.09.2018
Aufsteiger SC Geislingen gelingt mit dem 1:0 im Derby gegen den TSV Bad Boll im dritten Landesligaspiel der dritte Sieg.

Dritter Sieg in Folge für den SC Geislingen, dritte Ein-Tor-Niederlage in Serie für den TSV Bad Boll: Der SC hat das erste Derby in der Fußball-Landesliga vor 350 Zuschauern, darunter Ex-HSV-Coach Markus Gisdol und Lutz Siebrecht, mit 1:0 gewonnen, dabei aber nur in den zweiten 45 Minuten überzeugt. Mittelfeldspieler Karlo Petricevic, neben Julius Bäumel und Sven Sönmez einer der auffälligsten Akteure im SC-Dress, war‘s egal: „Lieber spielen wir mal nicht so gut und gewinnen als umgekehrt. Offensiv haben wir heute lange Zeit nicht den Druck entfachen können wie sonst. Vielleicht hat auch das Calcio-Spiel noch nachgewirkt.“

Der ehemalige Geislinger Stürmer Daniel Zuljevic grämte sich wie sein Trainer Manuel Doll über die mangelnde Chancenverwertung in den ersten 45 Minuten. Bei einem Schuss aus der Drehung von Sebastian Aust verhinderte SC-Torhüter Murat Bahadir einen Einschlag (16.). „Zweimal sind wir nach Standards frei zum Kopfball gekommen. Vorne fehlt es einfach bei uns und dann wirst du hinten irgendwann brutal bestraft“, sagte Doll und spielte auf den leicht abgefälschten Weitschuss von Mario Feldmeier an, der das Derby entschied (53.).

Die Bad Boller hatten bereits in Minute 29 wechseln müssen. Für den angeschlagenen Manuel Aust kam Philipp Rapp. Martin Jux gab im Eybacher Tal den rechten Außenverteidiger, Pascal Hartmann spielte in der Innenverteidigung. „Nachdem es gegen Waldstetten nicht so gut geklappt hat, haben wir hinten etwas improvisiert“, erklärte Doll.  

Während Anastasios Kivotidis nach seinem Armbruch in dieser Woche wieder ins Training einsteigt, muss der TSV einen weiteren Ausfall verkraften: Wegen Nachschlagens sah Eric Llanes Ona in der 72. Minute Rot. Es war die einzige Situation des ansonsten fairen Spiels, in der die Emotionen hochkochten. In Überzahl verpassten die Geislinger die endgültige Entscheidung. „Einen der Konter müssen wir zum 2:0 nutzen oder dann am Ende den Ball besser halten“, monierte Trainer Jasko Suvalic, der eine deutliche Leistungssteigerung nach einer schwachen ersten Hälfte feststellte: „Da hatten wir ziemliche Probleme im Spielaufbau und sind immer zu spät angelaufen. Das hat nach der Pause viel besser funktioniert.“ Zudem setzte der eingewechselte Yasin Ceküc zu einigen gefährlichen Flankenläufen auf der rechten Seite an.

Die Geislinger Inkonsequenz im Abschluss hätte sich beinahe gerächt. In der zweiten Minute der Nachspielzeit war sie dann doch da, die Bad Boller Großchance zum Ausgleich, aber Bahadir hielt per glänzender Fußabwehr gegen Hartmann den Sieg fest. Sein Gegenüber Felix Lache machte sich in der 75. Minute ganz lang und fischte einen 25-Meter-Freistoß von Petricevic aus dem Eck. In der 50. Minute hatte allerdings das Aluminium die Gäste vor einem Rückstand bewahrt. Orlando traf vom Strafraumrand aus an das Lattenkreuz.

„Wir müssen jetzt die Kurve kriegen“, forderte Doll mit Blick auf das anstehende Heimspiel gegen Weilheim. Der SC dagegen kann nach seinem Traumstart mit drei Siegen aus drei Siegen voller Selbstvertrauen ins nächste Derby am Freitag beim SV Ebersbach gehen.

SC Geislingen: Bahadir – Feldmeier, Schöll, Müller, Bäumel, Petricevic (90. Ziegler), Volk, Sönmez, Ruther (46. Ceküc), Orlando, Mädel (88. Karahan).
TSV Bad Boll: Lache – Jux, Hartmann,  Augst (29. Rapp), Hansjörg Aust, Persch (77. Damanti), Sebastian Aust (46. Falzone), Llanes Ona, Pradler, Matthias Aust (60. Sat), Zuljevic.

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