Bad Boll Boll mit unwürdigem Auftritt

Bad Boll / Markus Munz 03.12.2018
Bei der 1:2-Pleite gegen den TV Echterdingen kassierte Landesligist Bad Boll drei Gelb-Roten Karten.

Nach 77 Minuten verabschiedete sich zuerst Anastasios Kivotidis wenig clever mit zwei Fouls binnen einer Viertelstunde. In der 88. Minute stieg der bis dato nicht verwarnte Pascal Hartmann zunächst an der Mittellinie überhart ein und ließ dann noch in der gleichen Szene an der Seitenauslinie einen Echterdinger auflaufen. Schiedsrichter Denis Bisaki (Schönaich) wertete beide Aktionen mit Gelb und schickte Hartmann mit dieser ungewöhnlichen Ampelkarte vom Platz.

In der aufgeheizten Atmosphäre ging dem TSV Bad Boll zu neunt die Ordnung verloren. Der TV Echterdingen fand die Lücke und dem früheren Göppinger Tobias Heim gelang in der Nachspielzeit der nicht unverdiente Siegtreffer für die Gäste. Noch vor dem Wiederanpfiff kassierte Kapitän Sebastian Aust wegen Meckerns seine zweite Gelbe Karte. „Bei aller Emotion darf das Ganze so natürlich passieren, da gibt es nichts schönzureden“, kritisierte Trainer Manuel Doll den unwürdigen Auftritt seines Teams in der Schlussviertelstunde.

Doll gab aber auch dem Schiedsrichter auf Grund dessen „überheblicher Tonart“ eine Teilschuld. Nach zuvor zehn Punkten aus vier Spielen ist beim TSV Bad Boll „das gute Gefühl jetzt leider wieder weg“, haderte Doll. Die Rotsünder haben der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen und fehlen allesamt zum Start in Waldstetten am 3. März.

Fußball gespielt wurde gestern vor 150 Zuschauern auch noch. Die Gäste hatten in Halbzeit eins mehr vom Spiel, doch Sebastian Aust brachte den TSV Bad Boll mit einem Knaller Marke Tor des Monats in Führung (34.). „Das war zu dem Zeitpunkt sicherlich etwas glücklich, aber im weiteren Spielverlauf nicht unverdient“, erklärte Doll, der kurzfristig auf den erkrankten Devid Philipp verzichten musste. Der Coach trauerte zwei vergebenen Großchancen von Daniel Zuljevic (49.) und Matthias Aust (70.) hinterher.

Auf der Gegenseite setzte der zur zweiten Hälfte eingewechselte Nils Schaller die Glanzlichter für Echterdingen. Zunächst traf Schaller in der 47. Minute den Pfosten und zehn Minuten später per abgefälschtem Freistoß zum Ausgleich. Bei einem weiteren Schaller-Versuch in der Schlussphase war der aufmerksame Felix Lache im Boller Tor auf dem Posten. Zu diesem Zeitpunkt war der TSV Bad Boll schon in Unterzahl, ehe in den Schlussminuten das Unheil seinen Lauf nahm.

TSV Bad Boll: Lache – Seidl, Kivotidis, Ammon, Persch, Falzone (84. Sat), H. Aust, S. Aust, Hartmann, Zuljevic (66. M. Aust), ­Pradler.

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