Fußball Bad Boll braucht noch einen Punkt

Kreis Göppingen / Andreas Böhringer 08.06.2018

„Da geht es um alles“, sagt Roberto Pelleriti mit Blick auf die finale Partie, in der sein TSV Bad Boll mindestens einen Zähler benötigt, um nicht auf die Konkurrenz schauen zu müssen. Denn Schützenhilfe erwartet der Boller Interims-Übungsleiter keine: „Ich gehe davon aus, dass Frickenhausen und Köngen ihre Heimspiele gewinnen.“ Dementsprechend müssen seine Schützlinge, bei denen der Trainerwechsel vor Wochenfrist offensichtlich eine Blockade löste, nochmals eine Top-Leistung abrufen wie beim 5:2 in Hofherrnweiler, wo der ersehnte Befreiungsschlag gelang. „Wir müssen Anspannung und Konzentration aufrechterhalten“, berichtet der frühere Jugendspieler vom SC Geislingen von der Trainingswoche. Daneben gehe es darum, die Intensität richtig zu dosieren und die kleineren Wehwehchen und Blessuren auszukurieren, „die Belastung war extrem hoch, viele gingen in Hofherrnweiler über ihr Limit hinaus.“ Dort setzte die Elf die Vorgaben des 45-Jährigen sehr gut um: „Wir wollten eine stabile Grundordnung halten und mit Pässen in die Schnittstellen die Räume ausnützen.“ Im zentralen Mittelfeld zauberte er Manuel Augst aus dem Hut, der berufsbedingt bisher kaum eine Rolle spielte. „Die Überlegung hatte ich schon. Manu ist ein ruhiger Spieler mit Übersicht am Ball, der das gegnerische Spiel zerstören und gleichzeitig die Offensive lenken kann. Er hat über die 90 Minuten ein tolles Spiel gemacht“, lobt er den 19-Jährigen, der nach dieser Vorstellung wieder auf der Doppel-Sechs auflaufen dürfte.

Mit Vizemeister TSGV Wald­stetten wartet eine anspruchsvolle Aufgabe auf die Boller, die mit zwei Punkten Vorsprung auf die beiden Kontrahenten sowie dem klar besseren Torverhältnis in die Begegnung gehen. „Es ist eine gefährliche Konstellation“, will Pelleriti die Sinne seiner Mannen schärfen, „wir haben auf dem Papier die beste Ausgangssituation, aber damit eben auch die gefährlichste.“ Der TSV-Coach verlangt dieselbe Einstellung und Hingabe wie in Hofherrnweiler: „Es ist noch nichts entschieden. Es wäre fatal zu denken, dass wir das einfach so nach Hause schaukeln. Waldstetten spielt Relegation, deshalb gehe ich davon aus, dass sie im Rhythmus bleiben wollen und in Bestbesetzung antreten. Wir wollen mit dem gleichen Engagement wie in Hofherrnweiler den Deckel drauf machen und mit unseren Fans den Klassenerhalt feiern.“

Die Feierlichkeiten bereits hinter sich hat der FC Heiningen. Der Titelträger beschließt die Saison mit dem Spiel bei Absteiger Bettringen (Abfahrt Fan-Bus 14.30 Uhr, Voralbhalle), der Tabellendritte Ebersbach tritt bei N.A.F.I. Stuttgart an. Andreas Böhringer

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel