Bad Boll Bad Boll beseitigt alle Zweifel

Bad Boll / Markus Munz 11.06.2018
Der TSV hat sich mit einem Sieg gegen Waldstetten aus eigener Kraft sein elftes Jahr Landesliga-Zugehörigkeit gesichert.

Nach den Ergebnissen der Konkurrenz hätten sich die Fußballer des TSV Bad Boll in ihrem Heimspiel gegen den TSGV Waldstetten auch eine Niederlage erlauben können, um weiterhin der Landesliga anzugehören. Doch mit dem 3:2 (1:1)-Erfolg im Rücken ließ sich der Klassenerhalt erst richtig feiern.

„Ich bin so erleichtert und freue mich für die Jungs, die heute wirklich noch einmal alles reingeschmissen haben“, erklärte Ralf Kerschbaum. Das 0:1 durch Jannik Kurfess (15.) hatte nicht nur beim Sportlichen Leiter an den Nerven gezehrt, denn „anfangs sind wir von Waldstetten klar beherrscht worden“. Zu diesem Zeitpunkt war für den TSV Bad Boll noch ein Absturz auf den Relegationsplatz möglich.

„Am Anfang war die Angst in den Köpfen da, wir waren zu passiv gegen den Ball und mit dem 0:1 kam die Unsicherheit ins Spiel“, analysierte Interimstrainer Roberto Pelleriti, dessen Mannschaft sich erst nach einer halben Stunde erholte und in der 45. Minute mit erfolgreichem Pressing den Ball am gegnerischen Strafraum eroberte. Fabian Falzone erzielte auf Vorlage von Umut Sat mit dem Halbzeitpfiff den Ausgleich.

„Der war immens wichtig, in der Kabine ging nochmals ein Ruck durch die Mannschaft“, berichtete Pelleriti, „und danach haben wir den Gegner viel besser angelaufen.“ Pascal Hartmann brachte den TSV mit einem Traumtor in Führung (53.), der Angreifer überlistete den Torwart fast von der Mittellinie. „Vor ein paar Wochen hätte ich fast nicht mehr an den Klassenerhalt geglaubt“, sagte Hartmann, „die letzten beiden Siege haben wir uns richtig erarbeitet, auch heute sind wir nach anfänglicher Verunsicherung über den Kampf zurückgekommen.“

Der TSGV Waldstetten kam dank einer Bad Boller Unordung im Zentrum durch Tobias Kubitzsch noch einmal zum Ausgleich (59.), schaltete danach mit Blick auf die anstehende Relegation aber einen Gang zurück. Trainer Mirko Doll hatte an alter Wirkungsstätte ohnehin kräftig rotiert. Nach dem 3:2 durch Cagatay Ayyildiz, der einen Abpraller nach einer Ecke versenkte (63.), „war der Glaube bei uns zurück“, so Kerschbaum, und der TSV ließ in der Folge nichts mehr anbrennen. So konnte auch Torhüter Marc Scherrenbacher mit einer Auswechslung kurz vor Schluss angemessen verabschiedet werden. Kerschbaum und Pelleriti schickten ausdrücklich auch einen Dank an den vor zwei Wochen entlassenen Benjamin Geiger. „Er hat mit unserer Personalsituation in einer schwierigen Phase gute Arbeit geleistet und die Punkte zum Klassenerhalt beigetragen“, betonte der Retter.

TSV Bad Boll: Scherrenbacher (89. Greschner) – Philipp, Ayyildiz, Rapp, Djorovic, Persch (82. Damanti), Augst, S. Aust (58. Maticevic), Falzone, Sat (78. Hummel), Hartmann.

Spieler verlassen den TSV – Neuer Kunstrasenplatz

Abgänge Der Sieg gegen Waldstetten war das letzte Spiel für Marc Djorovic im Trikot des TSV Bad Boll. Der 20-Jährige wechselt zum Lokalrivalen SV Ebersbach. Felix Hummel wird den TSV Richtung Erkenbrechtsweiler verlassen. Marc Scherrenbacher wechselt nach fünf Jahren im Erlengarten in den Trainerstab seines Heimatvereins TSGV Waldstetten.

Vorbereitungsspiel Zur Einweihung seines neuen Kunstrasenplatzes erwartet der TSV Bad Boll am Donnerstag, 12. Juli, den Göppinger Sportverein zu einem Testspiel.