Heiningen / Timo Rees  Uhr

Beim 4:2 (2:0)-Sieg der Sindelfinger holte Gastgeber FC Heiningen einen 0:2-Pausenrückstand binnen weniger Minuten auf, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben. Dabei hatten mit Mader und Glotzmann die Torjäger auf beiden Seiten  mit je einem Doppelpack aufgewartet.

Bereits in der vierten Minute hatten die Gäste die erste gute Chance. Armin Zukic kam freistehend im Strafraum zum Abschluss, doch der wiedergenesene Marius Funk im Heininger Kasten entschärfte mit einer Fußabwehr. In der 13. Minute durften die Gäste erstmals jubeln. Zukic, den Bewacher Tobias Rössler im ersten Durchgang kaum unter Kontrolle bekam, war auf dem linken Flügel durchgebrochen und spielte das Leder in den Gefahrenbereich. VfL-Goalgetter Oliver Glotzmann kam angerauscht und beförderte das Leder per Grätsche in die Maschen. Im Anschluss daran fanden allmählich auch die Hausherren besser ins Spiel. Zahlreiche Akteure waren aber weit weg von ihrer Normalform und echte Chancen waren Mangelware. Die erste ernstzunehmende Einschussgelegenheit  gab es somit erst in der 31. Spielminute. Kevin Gromer ließ bei dem tollen Angriff den Ball auf Silas Klack klatschen, der mit einem schönen Pass Dominik Mader bediente. Mader saugte das Leder im Strafraum herunter und konnte sich die Ecke quasi aussuchen, scheiterte aber am gut reagierenden Sindelfinger Keeper David Kocyba. Noch vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Andreas Rinderknecht erhöhten die Gäste auf 2:0. Torschütze war erneut Oliver Glotzmann, der somit mit 20 Saisontreffern an der Spitze der Torjägerliste steht.

Die Hausherren kamen mit einem völlig veränderten Gesicht aus der Pause. FC-Trainer Denis Egger wechselte doppelt und brachte mit Suwaibu Sanyang und Tim Roos frischen Wind in die Partie. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff klingelte es dann auch schon im Sindelfinger Gehäuse. Nach schöner Vorarbeit von Max Hölzli, der das Spielgerät von der Torauslinie in den Gefahrenbereich flankte, war Dominik Mader zur Stelle und erzielte den Anschlusstreffer. Keine vier Zeigerumdrehungen später schlug Mader erneut zu und markierte den 2:2-Ausgleich. Nach einer Freistoßflanke von Max Hölzli beförderte er das Leder mit einem Kunstschuss sehenswert ins Tor. Heiningen war nun am Drücker und drängte auf die Führung. Es folgte eine längere Unterbrechung, weil Ivo Colic sich verletzte. VfL-Trainer Maik Schütt nutzte die Gelegenheit und stellte sein Team für die heiße Schlussphase ein. Diese Anpassungen trugen schnell Früchte, denn in der 81. Spielminute fiel das 2:3. Daniel Kniesel kam nach einem Freistoß sträflich frei zum Abschluss und drückte den Ball über die Linie. Fast im direkten Gegenzug hatten die Hausherren den Ausgleich auf dem Fuß, aber der Abschluss aus spitzem Winkel von Kevin Gromer donnerte an die Unterkante der Latte und prallte vor der Torlinie zurück ins Feld. Auf der Gegenseite machte der gerade erst eingewechselte Pablo Rafael Perez den Sack zu und erzielte den Treffer zum 2:4-Endstand.

In der achtminütigen Nachspielzeit musste Lennart Ruther noch mit der gelb-roten Karte vom Feld, nachdem er sich beim Unparteiischen über einen nicht gegebenen Freistoß beschwert hatte. Durch diese Niederlage schob sich der VfL in der Tabelle am FC vorbei und steht nun punktgleich mit Heiningen auf dem fünften Rang. Timo Rees

FC Heiningen: Funk – Rössler (46. Roos), Ruther, Reichert, Klack, Hölzli, Gromer, Kern (46. Sanyang), Zaglauer, Mader (82. Gümüssu), Kriks.