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Sportverein
Göppingen / Markus Munz

Die Oberliga-Fußballer des Göppinger Sportvereins haben sich mit dem 0:2 (0:0) gegen den TSV Ilshofen ihre erste Heimniederlage der Saison eingehandelt. Die Gäste bestraften mit zwei späten Toren die Göppinger Nachlässigkeiten. Kevin Dicklhuber hätte der Partie eine andere Richtung geben können, scheiterte aber in der 70. Minute mit einem Foulelfmeter an Ilshofens Torwart Karel Nowak. „Der Gegner hat seine Möglichkeiten genutzt, wir nicht“, brachte Gianni Coveli die neunzig Minuten auf den Punkt.

Der Sportverein-Trainer musste seine Mannschaft wegen der Ausfälle von Marc Mägerle (Schulter), Tobias Clauß und Marvin Leonhardt (beide krank) umbauen. Domenic Brück rückte in die Innenverteidigung, Patrick Schwarz, Chris Loser und Dicklhuber bildeten das Mittelfeld in einer 4-3-3-Formation, die Coveli im Lauf des Spiels auf ein 4-4-2 änderte. „Wir sind heute nur schwer in unseren Spielrhythmus gekommen, haben aber trotzdem Möglichkeiten gehabt“, erklärte der 48-Jährige. Nach einem Angriff über Loser, Pavlos Osipidis und Michael Renner traf Max Ziesche aus kurzer Entfernung nur die Latte (21.). „Insgesamt haben wir in der ersten Hälfte zu wenig Lösungen gefunden“, analysierte Patrick Schwarz, der trotz Sprunggelenksproblemen durchhielt, „nach der Halbzeit schien es eigentlich ein typisches 0:0-Spiel zu werden. Es war dann fast klar, wer das erste Tor machen würde, wird gewinnen. So war es auch im Hinspiel.“

Als der eingewechselte Michael Wende im Strafraum von Maximilian Egner umgerissen wurde, schien der Göppinger Führungstreffer fällig. Doch Dicklhuber, unter der Woche 30 Jahre alt geworden, vergab die größte Chance. „In dieser Phase hat Ilshofen gewackelt, doch nach dem Elfmeter sind bei uns die Köpfe runtergegangen und wir haben nicht mehr die Meter gemacht, um an die zweiten Bälle zu kommen“, analysierte Coveli, der im Spielverlauf sämtliches Offensivpersonal auf den Platz schickte. Ein Tor wollte dem Sportverein trotzdem nicht gelingen.

Auf der anderen Seite versteckte sich auch der TSV Ilshofen nicht und hatte sich kurz nach Wiederbeginn mit zwei guten Möglichkeiten durch Daniel Schelhorn angemeldet, bei denen der Göppinger Torhüter Kevin Rombach auf dem Posten war. Rombachs Vorderleute reagierten beim 0:1 nicht entschlossen genug, diesmal setzte Schelhorn den Abpraller von der Strafraumgrenze ins Eck (87.). Das zweite Tor in der Nachspielzeit nach einem Konter gegen aufgerückte Göppinger war nicht mehr entscheidend. „Wir wollten eine Reaktion zeigen und wussten eigentlich, was auf uns zukommt“, erklärte der enttäuschte Schwarz, „im Endeffekt haben wir uns heute selbst geschlagen.“

SV Göppingen: Rombach – Frank, Stierle, Brück, Osipidis, Schwarz, Dicklhuber, Loser (79. Kotiukov), Coppola (46. Serour), Ziesche (46. Wende), Renner (83. Fass­bender).

TSV Ilshofen: Nowak – Murphy, Mbodji, Egner, Wilske, Weidner, Kandazoglu, Schelhorn, Wackler, Lindner (77. Aziz), Kurz (90.+1 ­Lehanka).

Schiedsrichter: Mika Forster (Bruchsal).

Tore: 0:1 Schelhorn (87.), 0:2 Kurz (90.+1).

Zuschauer: 300.

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