Landesliga Auf der Suche nach der Leichtigkeit

Geislingen / Frank Höhmann 05.11.2018

Nach seinem überragenden ­ersten Saisondrittel befinden sich die Landesliga-Fußballer des SC Geislingen kurz vor dem Ende der Hinrunde in einem Loch: Weil die Leichtigkeit der ersten Begegnungen verschwunden ist, blieb der SC beim 1:1 gegen den SV Bonlanden zum vierten Mal in Folge sieglos.

Dass die Gäste zum vierten Mal in Serie ungeschlagen blieben, hatten sie Srdjan Savic zu verdanken. Der Ex-Profi, der vor acht Jahren mit FK Sarajevo zwei Qualifikationsspiele zur Champions League bestritt und in den vergangenen beiden Landesligaspielen fünfmal erfolgreich war, traf vor 250 Zuschauern aus 25 Metern in den Winkel (62.). „Da gab es wirklich nichts zu halten“, anerkennt Jan-Philipp Klein, den der „unnötige Ballverlust“ seines Teams in der Vorwärtsbewegung ärgerte, der den Ausgleich begünstigte.

Weil Spielführer Nico Orlando zunächst auf der Bank saß, trug Klein die Kapitänsbinde. Nicht die einzige personelle Änderung: Im Tor erhielt Jonas Pangerl den Vorzug vor Murat Bahadir. Von Beginn an stürmen durfte Yannick Ruther. Tobias Müller kehrte nach überstandener Verletzung wieder in die Startformation zurück und stand erstmals zusammen mit Klein auf dem Feld, was der Defensive der Geislinger wieder zu mehr Stabilität verhalf. Die ließ in der ersten Hälfte keine Torchance zu. Aber auch die Gäste rührten Beton an und gewährten den Geislingern nur zwei Gelegenheiten. Eine davon saß. „Das Führungstor war klasse herausgespielt“, lobte Klein. Pascal Volk erkämpfte sich im Mittelfeld das Leder und schlenzte es nach einem Doppelpass mit Ceküc in die Maschen (36.). Eine Minute zuvor hatte Volk nach tollem Zusammenspiel mit Ceküc noch zu schwach und direkt in die Arme von Keeper Luca Wiedmann geschossen.

Nach dem Ausgleich habe man sich nicht hängen lassen und versucht, weiter Druck auszuüben. Klein sah „20 richtig gute Minuten“, die zu einem Heimsieg hätten führen können. „Es hat nicht viel gefehlt und wir hätten das Spiel 2:1 gewonnen, was auch in Ordnung gegangen wäre.“ Der SC konnte die Drangphase nicht in Zählbares ummünzen. Das lag an Wiedmann, der bei einem Schuss von Uwe Grupp aus der Drehung aufs kurze Eck (70.) und einem 20-Meter-Freistoß von Karlo Petricevic großartig reagierte.

„Wir müssen nun wieder in kleinen Schritten vorwärtskommen“, fordert Klein und findet den Auftritt gegen Bonlanden als „ersten Schritt in die richtige Richtung.“

SC Geislingen: Pangerl – Klein, Schöll, Müller, Bäumel, Grupp, Petricevic (81. Mohammed), Volk (74. Mädel), Sönmez, Ceküc (87. Karahan), Ruther (63. Orlando).

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