Fußball-Verbandsliga Anfangsnervosität verfliegt schnell

Heiningen / Markus Munz 20.08.2018
Aufsteiger FC Heiningen hat mit dem 2:1-Heimsieg gegen die TSG Tübingen einen idealen Einstand hingelegt.

Sechs Neuzugänge standen zum Verbandsliga-Auftakt gegen die TSG Tübingen beim FC Heiningen in der Startelf. Die Rochade hat sich für den Aufsteiger bezahlt gemacht.  Im Tor bewahrte Ruben Olmo Godoy in einer turbulenten Anfangsphase seine Mannschaft mit zwei Glanztaten vor einem frühen Rückstand. Vor 180 Zuschauern erzielte mit Mike Tausch einer von drei früheren Weilheimern nach Flanke von Kevin Gromer das 1:0. Nach dem Ausgleich durch Tammo Heinzler gelang dem agilen Gromer nach Flanke von Max Hölzli postwendend die erneute Führung, die die engagierten und effektiven Heininger auch in Unterzahl nach einer Roten Karte gegen den ungestümen Suwaibu Sanyang (78.) ins Ziel brachten.

„Das war eine solide Mannschaftsleistung. Es ist toll, dass wir mit einem Heimsieg und drei Punkten in die Saison gestartet sind und ich auch gleich einen Treffer beisteuern konnte“, freute sich Tausch. „Es war für viele Spieler, auch für mich, der erste Auftritt in der Verbandsliga, das hat man anfangs ein wenig gemerkt“, entschuldigte  Tausch manche Ungereimtheit.

Drei Mal tauchten Tübinger allein vor Olmo Godoy auf, zwei Mal konnte der Torhüter, der erst zwei Tage vor dem Spiel fit geworden war, noch retten. Dafür gab es Lob von Trainer Denis Egger. Sein Team habe dem Gegner in dieser Phase „zu große Räume“ angeboten, bemängelte der 30-Jährige. Freuen konnte er sich dagegen über „tolle eigene Tore, da haben wir nach Ballgewinnen schnell umgeschaltet“.

Nach dem 2:1 bekam der FC Heiningen die Partie unter Kontrolle und verdiente sich bis zur Halbzeit die Führung. Ein Fernschuss von Benjamin Kern, den Gästekeeper Lukas Weber stark entschärfte, eröffnete den zweiten Durchgang. „Da haben wir mit dem Vorsprung deutlich kontrollierter gespielt und auf Fehler des Gegners gewartet“, erklärte Mike Tausch. Die TSG Tübingen kam kaum zu echten Torchancen, aber auch Heiningen gelang trotz der Hereinnahme von Landesliga- Torschützenkönig Dominik Mader kein vorentscheidender Konter. „Wir hatten Räume, da müssen wir noch ruhiger agieren“, mahnte Egger, „wenn der letzte Ball ankommt, machen wir vielleicht das dritte Tor.“

Der Coach musste gegen Tübingen auf den gesperrten Andre Kriks, Pietro Maglio (verletzt) und Marius Funk (Urlaub) verzichten. Innenverteidiger Lennart Ruther, ein weiterer Neuzugang, verletzte sich während der Partie am Knie und musste vom Feld.

Sein Stellvertreter stand exakt 13 Minuten auf dem Platz. ­Sanyang räumte Ball und Gegenspieler ab und sah dafür von Schiedsrichter Markus Seidl die Rote Karte. „Das war ein bisschen überzogen“, fand Egger. Aber auch in Unterzahl sei sein Team „gierig“ geblieben.

FC Heiningen: Olmo Godoy – Hölzli, Ruther (65. Sanyang), Reichert, Lopes Silva, D’Onofrio (59. Mader), Klack, Kern, Gromer (83. Gümüssu), Tausch, Zaglauer (90. Santini).

Tore: 1:0 Tausch (10.), 1:1 Heinzler (14.), 2:1 Gromer (15.).

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