Blaustein/Geislingen Erster! Altes Wohlgefühl in neuer Umgebung

Blaustein/Geislingen / Frank Höhmann 27.08.2018
Der SC Geislingen bleibt nach einem 2:1-Auswärtssieg beim TSV Blaustein Tabellenführer der Fußball-Landesliga.

Neue Liga, altes Wohlgefühl: Nach einem 2:1 (1:0)-Auswärtssieg beim TSV Blaustein steht Bezirksliga-Meister SC Geislingen auch nach dem zweiten Spieltag der Landesliga ganz oben. „Wir wussten, dass Blaustein nicht die Übermannschaft ist und wollten zumindest einen Punkt holen. Dass es drei Zähler wurden, freut uns umso mehr“, sagte Geislingens Trainer Jasko Suvalic, dessen Team seinem Kollegen Rafael da Silva Malheiro den Start in den Portugal-Urlaub vermieste.

In seiner Abstiegssaison war der SC nach einem 0:1 in Blaustein am Tiefpunkt angelangt. Nach Spielschluss folgte eine Brandrede von Andreas Strehle. Am Samstag musste der Geislinger Abteilungsleiter und Vorstand Sport nicht auf den Putz hauen, sondern lobte seine Schützlinge für ihre überzeugende Vorstellung: „Wir haben sehr schöne Spielzüge gezeigt und waren die bessere Mannschaft.“ Ein Haar in der Suppe fand Strehle dennoch: „Wir agieren nachher etwas zu selbstsicher, hören auf Fußball zu spielen und laufen nur noch hinterher.“ In Minute 82 hatte Torhüter Murat Bahadir eingreifen müssen. Ansonsten beherrschten die Gäste vor 150 Zuschauern, darunter zwei Drittel SC-Anhänger, das Geschehen und verteidigten die gefürchteten Standards des TSV konzentriert.

Stattdessen schossen sich die Geislinger in ihren neuen Trikots nach einem ruhenden Ball in Front. Sven Sönmez traf nach Ceküc-Freistoß per Flachschuss ins lange Eck (25.). Der Führungstreffer hatte sich angedeutet. Die Geislinger gewannen von Minute zu Minute die Oberhand und waren wesentlich torgefährlicher. Ein Kopfball von Nico Orlando nach Ceküc-Flanke verfehlte sein Ziel ebenso knapp wie ein Schuss von Marcel Mädel. Den Versuch von Yasin Ceküc wehrte TSV-Keeper Dennis Kirsch ab.

Auch in der zweiten Hälfte legten die Gäste munter los, hatten bei einem Schlenzer von Julius Bäumel an die Latte zunächst Pech (49.). Der zweite Treffer ließ jedoch nicht mehr lange auf sich warten. Sönmez zog über links in den Strafraum und steckte das Leder durch zu Orlando, der mit einem präzisen Schluss (55.) schon sein viertes Saisontor erzielte – die Kapitänsbinde scheint den 26-Jährigen zu beflügeln. Erst spät ließ der SC die Gastgeber vom Haken und wurde prompt bestraft. Nach Raphael Ulrichs Anschlusstreffer (85.) wurde es noch hektisch.

SC Geislingen: Bahadir – Feldmeier, Schöll, Müller, Bäumel, Grupp, Volk (81. Ziegler), Sönmez (89. Heinzmann), Ceküc, Orlando (63. Ruther), Mädel (68. Petricevic).

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