FCH VfR Aalen: Was tut sich beim alten Rivalen?

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THOMAS JENTSCHER 11.06.2014
Die neuen alten Rivalen: In der kommenden Saison spielen der 1. FC Heidenheim und der VfR Aalen wieder in derselben Liga, was einen Blick in die Nachbarschaft interessant macht.
Was die Kaderplanung betrifft, gibt es durchaus Ähnlichkeiten. Beide Vereine setzen für die kommende Zweitligasaison mehr auf starke Drittligaakteure oder Talente aus den zweiten Mannschaften von Bundesligisten als auf Ex-Erstligaspieler oder ausländische Akteure. Während die Heidenheimer ihre sieben Zugänge recht kompakt bekannt gaben und die Planung zumindest vorläufig abgeschlossen haben, „tröpfelt“ es beim VfR weiter vor sich hin, mit Dennis Chessa von der zweiten Mannschaft des FC Bayern München wurde diese Woche bereits die zehnte Verstärkung vermeldet.

Ganz unterschiedlich bemisst man bei den beiden Klubs die Bedeutung einer zweiten Mannschaft. Während die Heidenheimer ihre U 23 nach lange Zeit sehr erfolgreichem Abschneiden in der Oberliga abgemeldet haben, wurde in Aalen vergangenes Wochenende die Verbandsligameisterschaft der zweiten Welle bejubelt, die damit in eben diese Oberliga aufsteigt. Mit einem 3:0-Sieg gegen den SV Bonlanden machte der VfR II den Sprung in die fünfthöchste Spielklasse perfekt. Die Aalener wollen ihre zweite Mannschaft auf jeden Fall weiter führen, beim Nachbarn spricht man nach dem Aufstieg von einem Meilenstein für die Talentschmiede Ostalb und freut sich auf die Herausforderungen in der Oberliga.

Polizeiliches Nachspiel

Wenige glücklich waren die VfR-Verantwortlichen über die Geschehnisse nach der Zweitligabegegnung gegen den FC Ingolstadt am 20. April, die nun noch ein polizeiliches Nachspiel haben. Nach der Partie war der Fanbus der Ingolstädter angegriffen und mit Steinen beworfen worden. Der Bus und ein Pkw waren dabei erheblich beschädigt worden, der Sachschaden wurde auf rund 5600 Euro beziffert.

Das Polizeirevier Aalen hatte danach Ermittlungen eingeleitet und nach intensiven Ermittlungen nun 23 Tatverdächtige beannant, von denen 15 der Ultra-Fanszene des VfR zuzuordnen seien, während es sich bei den anderen acht um Eishockeyfans aus Landshut handele, die eine Fanfreundschaft mit den Aalenern pflegen. Für diese Personen hat die Polizei jetzt ein Stadionverbot beantragt. Diesem Ansinnen wird der VfR wohl nachkommen, bereits im April hatte sich Geschäftsführer Ferdinand Meichert klar von diesen Fans distanziert, von Stadionverboten und Schadensersatzforderungen gesprochen.