Neresheim SVN holt gegen Gerstetten einen weiteren Sieg

Da ist der Ball samt Torwart im Netz: Der VfL Gerstetten verlor beim SV Neresheim 0:3.
Da ist der Ball samt Torwart im Netz: Der VfL Gerstetten verlor beim SV Neresheim 0:3. © Foto: mb
Neresheim / Markus Gentner 02.09.2018
Noch kein Gegentor zugelassen, aber bereits drei Siege auf dem Konto: Dem SV Neresheim ist ein optimaler Saisonstart gelungen.

Damit liegen die Härtsfelder punktgleich mit Spitzenreiter TSG Nattheim und dem Tabellendritten SG Bettringen auf dem zweiten Platz.

Im Heimspiel gegen den VfL Gerstetten hatte Neresheims Denis Werner nach einem Fehlpass von Stefan Fallabeck nach sieben Minuten die erste dicke Torchance, VfL-Torhüter Denis Baum parierte aber zwei mal stark.

Über weite Strecken des ersten Durchgangs kontrollierte Neresheim die Partie ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Gerstetten war zu ungenau im Passspiel und in den Zweikämpfen oft nur zweiter Sieger. Einige Abschlüsse von Werner konnte die Gerstetter Defensive noch blocken, nach 30 Minuten schlug es aber dann ein. Nach einem Fehler im Spielaufbau landete der Ball bei Werner, der Fahrt aufnahm und mit seiner Hereingabe den linken Fuß von Max Wanner fand, der volley ins kurze Eck zum 1:0 vollstreckte.

Gerstetten einfach zu harmlos

Die Gäste indes hatten auch danach bis zur Pause im Vorwärtsgang nichts zu melden, die SVN-Führung war verdient. Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht viel. Die Gastgeber waren zwar weit davon entfernt, ein Offensivfeuerwerk abzubrennen, lagen aber aufgrund der Gerstetter Harmlosigkeit trotzdem beruhigt in Führung.

So plätscherte die Partie so vor sich hin, bis Werner in der 71. Minute bei einem Konter kurz vor der Grundlinie von Fallabeck getroffen wurde und der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Der Gefoulte selbst trat an und schob frech in die Mitte zum 2:0.

Unbestritten war Werner einer der besten Spieler auf dem Platz, den Gerstettern fiel er aber mindestens genau so sehr aufgrund seiner übertriebenen Theatralik auf. Nach einer Schwalbe in der 75. Minute hätte der Neresheimer Angreifer auch durchaus die Ampelkarte sehen können – doch der Unparteiische lies aus Gästesicht nicht nur in dieser Szene eine konsequente Linie vermissen.

So konnte Werner in der 80. Minute bei einem Konter nachlegen. Gegen die aufgerückte Gerstetter Defensive spielte er seine Geschwindigkeit aus und erzielte cool das 3:0. Erst danach hatte der VfL durch die eingewechselten Enes Say und Steffen Söllner die ersten echten Torabschlüsse. Überhaupt waren die drei eingewechselten Spieler ein Lichtblick an einem ansonsten weitesgehend ernüchternden Gerstetter Nachmittag.

SVN will bescheiden bleiben

Ähnlich sah es auch VfL-Coach Sebastian Knäulein: „Wir sind gegen den Ball vor allem in der ersten Halbzeit gut gestanden, das 1:0 fiel aus dem Nichts. Aber über das ganze Spiel hinweg hatten wir nach vorne einfach viel zu wenig Durchschlagskraft.“ Sein Gegenüber, Sven Palinkas, war besserer Laune: „Die Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gemacht, wir hatten Gerstetten im Griff“, so der Neresheimer Coach. „Dass wir nach vorne immer Tore machen können, wissen wir. Trotzdem waren das heute nur drei Punkte und wir tun gut daran, ganz bescheiden weiter zu arbeiten.“

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