Frauenfußball FFV - Jungingen: Stark angefangen und stark nachgelassen

Ins Straucheln gerieten die Verbandsliga-Fußballerinnen des FFV Heidenheim gegen Jungingen. Nach einer 2:0-Führung stand am Ende eine 2:4-Niederlage.
Ins Straucheln gerieten die Verbandsliga-Fußballerinnen des FFV Heidenheim gegen Jungingen. Nach einer 2:0-Führung stand am Ende eine 2:4-Niederlage. © Foto: Rudi Weber
Heidenheim / HZ 17.04.2018
Heidenheim verliert gegen die Gäste aus Jungingen mit 2:4.

Vierzig Minuten lang haben die Heidenheimer Fußballerinnen ein tolles Spiel mit hohem Tempo und guten spielerischen Aktionen gezeigt. Der FFV ließ seinem Gast aus Jungingen überhaupt keine Chance, der Gegner bekam keinen Zugriff auf die Partie.

Bereits nach zehn Minuten hätte Jungingens Spielertrainerin Chantal Bachteler aus Sicht der Heidenheimerinnen nach einer Notbremse Rot sehen müssen, Schiedsrichter Marc Wüstner aus Crailsheim beließ es aber bei Gelb. Erst nach dem Spiel soll er das als Fehlentscheidung gewertet haben.

Trotz der fraglichen Situation spielte der FFV weiter gut nach vorne und erzielte durch Laura Szatzker in der 22. und 28. Spielminute jeweils nach Eckbällen das 1:0 und 2:0. Das gab weiteren Aufwind, doch leider versäumten es die Gastgeber weitere Tore zu schießen, um einen sicheren Abstand zu generieren.

Gegentreffer kurz vor der Pause

So kam Jungingen in Minute 40 mit dem ersten Torschuss zum 1:2-Anschlusstreffer, ehe es in die Pause ging. Trainer Harald Fronmüller brachte für den zweiten Durchgang mit Tina Neubrand für Toni di Muro und Aline Schröm für Domi Ziegler zwei frische Kräfte. Vor allem von Schröm versprach er sich Geschwindigkeit auf der Außenbahn. Leider blieb es bei der Hoffnung, denn der FFV verwaltete das Ergebnis nur noch und schaltete unerklärlicherweise einen Gang zurück.

Da fortan das Tempo auf den nicht mehr vorhandenen Außenbahnen fehlte, kam Jungingen besser ins Spiel und drehte mit seinen erfahrenen Spielerinnen die sicher gewonnen geglaubte Partie binnen sechs Minuten durch Sandra Schraff (64.) und Martha Püschel (70.). Trainer Fronmüller reagierte, nahm Maren Michelchen vom Feld und brachte Vina Crnoja. Danach war noch mal der FFV am Drücker, Trainer Fronmüller stellte auf ein 4-4-2 mit Schröm zurück in der Viererkette um.

Heidenheim war jetzt wieder präsenter und hatte die Chance zum Ausgleich, doch Anna Hornetz scheiterte in der 85. Minute an der glänzend parierenden Fabienne Weber im Junginger Gehäuse. Fast im Gegenzug schloss Jungingen einen letzten Konter gegen die nun völlig entblößte Heidenheimer Abwehr ab.

Peter Hornetz, sportlicher Leiter der Heidenheimer, war über das aus der Hand gegebene Spiel enttäuscht. Die Mannschaft könne zwar richtig gut kicken, so Hornetz, aber die Mentalität stimme nicht immer bei allen Spielerinnen. Nicht immer würden sie im Sinne des Teams agieren – darüber werde man intern sprechen müssen.

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