Kreis Heidenheim Spannung pur zum Saisonfinale in der Kreisliga B

Symbolik vor dem Kreisliga-B-Finale: Niederstotzingens Spieler (grünes Trikot) will sich den Ball (und den Titel) von seinem Hohenmemminger Kontrahenten nicht mehr nehmen lassen.
Symbolik vor dem Kreisliga-B-Finale: Niederstotzingens Spieler (grünes Trikot) will sich den Ball (und den Titel) von seinem Hohenmemminger Kontrahenten nicht mehr nehmen lassen. © Foto: Sabrina Balzer
Kreis Heidenheim / Mathias Ostertag 08.06.2018
Erst der letzte Spieltag bringt eine Entscheidung im Aufstiegsrennen der Kreisliga B. Die besten Karten hat der TSV Niederstotzingen, die Verfolger Hohenmemmingen und Mergelstetten II treffen im direkten Duell aufeinander.

Spannend wie nie ist heuer das Aufstiegsrennen in der Kreisliga B 5. Bis zum letzten Spieltag sind in der untersten Spielklasse des Bezirks Kocher-Rems die Plätze um den Aufstieg in die Kreisliga A 3 umkämpft. Erst am Sonntag steht endgültig fest, welches Team den direkten Aufstieg schafft und wer als Tabellenzweiter in die Relegation gegen den Drittletzten der A 3 geht.

Die besten Karten hat im Moment der TSV Niederstotzingen – auch weil das Team von René Lichtblau am vergangenen Sonntag quasi auf den letzten Drücker die Partie gegen den SV Mergelstetten II durch ein spätes Tor von Michael Volkmuth zum 2:2 ausgleichen konnte. Mit 49 Punkten thront Niederstotzingen nun an der Tabellenspitze – und spürt doch den Atem der Konkurrenz im Nacken.

Mit nur einem Punkt weniger folgt der RSV Hohenmemmingen (48 Punkte), der mit einem klaren 6:1-Sieg gegen den RSV Oggenhausen den Grundstein legte für die gute Ausgangsposition auf Tabellenplatz zwei und dabei auch von der überraschenden 1:3-Niederlage des bisherigen Vierten im Bunde, der TSG Giengen, profitierte. Zwar empfängt die TSG (46 Punkte) am Sonntag die SG Auernheim/Neresheim auf dem Giengener Schießberg und könnte bei einem Sieg nach Punkten nah an die Topränge heranrücken, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses im Vergleich zur Konkurrenz sind die Aufstiegsränge aber wohl außer Reichweite.

„Endspiel“ in Mergelstetten

Anders stellt sich die Lage beim SV Mergelstetten II (47 Punkte) dar. Zwar musste die Mannschaft um Trainer Mike Maihofer durch den späten Niederstotzinger Gegentreffer einen kleinen Rückschlag hinnehmen, hat aber nach wie vor alle Karten in der Hand – empfängt man doch auf heimischem Platz den direkten Konkurrenten Hohenmemmingen (48 Punkte) zum „Endspiel“. Die Partie wurde extra auf 15 Uhr verlegt, damit man zeitgleich mit dem Spiel SV Bissingen gegen TSV Niederstotzingen startet. Die erste Mannschaft des SVM spielt dafür bereits ab 13 Uhr gegen den SC Hermaringen.

„Auf Sieg spielen“

„Wir werden auf jeden Fall voll auf Sieg spielen“, kündigt Maihofer an, der sich auf die Partie gegen Hohenmemmingen auch deshalb besonders freut, weil man in der Vorrunde noch verdient verloren habe: „Es ist doch geil, so ein Spiel zum Abschluss zu haben.“ Gewinnt der SVM II nämlich diese Partie, wäre je nach Abschneiden der Niederstotzinger in Bissingen entweder der direkte Aufstiegs- oder zumindest der Relegationsplatz drin.

Will SVM II gar nicht aufsteigen?

Wobei im Moment noch gar nicht zu einhundert Prozent feststeht, ob der SVM II von seinem Aufstiegsrecht Gebrauch macht. In der nächsthöheren Kreisliga A 3 ist ja bereits die erste Mannschaft des Vereins vertreten – und zwei Teams aus Mergelstetten können nicht in einer Liga starten. „Wir führen dazu im Moment Gespräche und werden uns wohl noch am Sonntagabend mit allen Beteiligten zusammensetzen, um zu entscheiden, was wir machen“, so Maihofer. Eine Option wäre es, den SVM II für eine andere A-Klasse zu melden. Dazu müssten aber ausreichend Spieler zur Verfügung stehen, die die Qualität für die nächsthöhere Liga mitbringen. Oder eben der Verzicht auf den Aufstieg.

RSV will alles geben

In Hohenmemmingen lässt man sich auf solche Rechnungen gar nicht erst ein. „Die Jungs sind heiß und werden alles geben“, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Günther Leder. Den Aufstieg habe man vor der aktuellen Runde gar nicht als oberstes Ziel ausgegeben, umso überraschter sei man über das sehr erfolgreiche Abschneiden der Mannschaft. „Niederstotzingen war und ist der Favorit - auch weil sie das konstanteste Team haben“, so Leder. „Wir werden alles geben, um gegen Mergelstetten II mindestens ein Unentschieden zu holen.“

Eines der beiden Teams im direkten Duell wird aufgrund der aktuellen Punkteverteilung und des mit Abstand besten Torverhältnisses der Liga auf Seiten Niederstotzingens auf jeden Fall den Kürzeren ziehen. Zwar könnte der Tabellenführer bei einer Niederlage gegen den in der Rückrunde aufstrebenden SV Bissingen noch auf den Relegationsplatz zurückfallen.

Doch damit kalkuliert Coach René Lichtblau gar nicht erst: „Natürlich wollen wir direkt aufsteigen. Das haben wir uns schon vor Beginn der Saison als Ziel gesetzt und jetzt stehen wir einen Spieltag vor Schluss an der Tabellenspitze.“ Dass die Partie gegen heimstarke Bissinger kein Selbstläufer wird, weiß auch er: „Wir werden das Ganze angehen wie jedes Spiel.“

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