Sontheim/Brenz Sontheims Torjäger Philipp Schmid glaubt fest an den Titel

Weiß, wo's Tor steht: Philipp Schmid traf allein im letzten Spiel in Ebnat sechs Mal für Sontheim.
Weiß, wo's Tor steht: Philipp Schmid traf allein im letzten Spiel in Ebnat sechs Mal für Sontheim. © Foto: Markus Brandhuber
Sontheim/Brenz / Thomas Grüninger 06.06.2018
Philipp Schmid traf schon 41 Mal für den FV Sontheim und hat „ein gutes Gefühl“, dass sein Team am Sonntag im Bezirksliga-Heimspiel gegen Neresheim die Meisterschaft feiern darf.

Er trifft und trifft und trifft: Der Höhenflug des FV Sontheim in der Fußball-Bezirksliga ist eng mit der Person von Philipp Schmid verknüpft. Der Stürmer hat stattliche 41 Tore der 102 Sontheimer Treffer erzielt – und diese Angriffslust könnte der entscheidende Faktor sein, wenn es darum geht, den Titel zu holen.

Vor der Abrechnung stehen Sontheim und Waldhausen punktgleich an der Spitze, der FV führt das Feld aufgrund von acht Treffern Vorsprung in der Tordifferenz an. Heißt für Sonntag: Gewinnt Sontheim sein Heimspiel gegen Neresheim, sollte das den Titel bedeuten. Denn Waldhausen müsste dann in Ellwangen nicht nur gewinnen, sondern auch noch acht Treffer aufholen.

Philipp Schmid, der FV Sontheim hat 13 Spiele in Serie gewonnen. Wieso seid Ihr auf einmal so gut drauf?

Wir hatten uns vor der Saison intern vorgenommen, dass wir unter die ersten zwei Mannschaften kommen wollen. Ich war immer überzeugt, dass wir auch die Qualität dazu haben. Aber nach Ostern lagen wir schon mit 15 Punkten hinter Spitzenreiter Waldhausen. Danach kam der Wendepunkt. Wir haben uns damals vorgenommen, nochmals alles zu investieren, um wenigstens noch Platz zwei zu erreichen.

Jetzt steht der FV einen Spieltag vor Schluss sogar auf Platz eins. Wie ist es gelungen, Waldhausen noch zu überholen?

Ich denke, entscheidend war, dass wir zweimal hintereinander gegen sie gewonnen haben, im Bezirkspokal-Halbfinale und in der Meisterschaft. Das hat denen schon ein bisschen das Genick gebrochen.

Nun ist der FV Sontheim bei Punktgleichheit in der besseren Ausgangsposition. Alle Augen sind am Sonntag auf Euch gerichtet. Verspürt man da auch plötzlich mehr Druck?

Wir waren ja die meiste Zeit über der Jäger, jetzt sind wir der Gejagte. Das ist schon ein bisschen anders. Aber dass wir damit umgehen können, haben wir ja auch schon in Ebnat und im Pokalfinale gezeigt. Das Wichtigste ist, kühlen Kopf zu bewahren, und erst gar nicht darauf zu schauen, wie Waldhausen in Ellwangen spielt.

„Wir wissen um die Schwere“

Ihr spielt zu Hause gegen den SV Neresheim, eine Mannschaft, bei der es um nichts mehr geht. Wie groß ist die Rivalität, wie schwer ist es gegen ein Team anzutreten, das befreit aufspielen kann?

Es ist immer schwierig, gegen Mannschaften spielen zu müssen, für die es um nichts mehr geht. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Neresheim hat seit dem Trainerwechsel einen Superlauf. Aber wir sind auch richtig gut drauf, und ich habe ein gutes Gefühl. Wir haben Bock auf die Meisterschaft, sind mental stark. Was die spezielle Rivalität mit Neresheim betrifft, war das früher ausgeprägter – als noch ehemalige Sontheimer dort spielten.

In der vergangenen Saison musste der FV Sontheim in die Aufstiegsrelegation, scheiterte erst im dritten Spiel. Hättet Ihr auch Lust, diesen Weg nochmals beschreiten zu müssen?

In meinem Kopf ist derzeit nur die Meisterschaft. Aber über allem steht: Wir wollen aufsteigen, egal wie. Wenn es wirklich in die Relegation geht, dann werden wir uns auch darauf so vorbereiten, dass wir es auf jeden Fall schaffen können.

Gibt's eine besondere Vorbereitung auf den Saison-Höhepunkt am Sonntag?

Nein, wir trainieren wie immer. Anders ist nur, dass Marcus Mattick am Samstag Hochzeit hat und die gesamte Mannschaft dazu eingeladen ist. Aber wir haben uns gut im Griff . . .

Dann wird aber zumindest Marcus Mattick am Sonntag wohl nicht spielen können?

Sein Einsatz ist ohnehin fraglich, weil er an einer Zerrung leidet. Daneben müssen wir wohl auch Daniel Gentner ersetzen, der sich in Ebnat einen Bänderriss zuzog.

Stichwort Ebnat: Sie haben beim Sontheimer 11:0-Sieg am vergangenen Sonntag sechs Tore geschossen, sind jetzt bei 41 Saisontreffern angekommen. Wie kam's zu dieser Explosion?

Vor der Saison habe ich mir zum Ziel gesetzt, 20 bis 25 Tore zu erzielen. Die offensive Spielweise in Sontheim kommt mir sehr entgegen. Entscheidend ist für mich, dass ich auch mal eine Saison hatte, in der ich komplett durchspielen konnte. In der Hinrunde fehlte ich keine Minute, in der Rückrunde wurde ich einmal ausgewechselt.

Wieviele Tore wollen Sie am Sonntag noch drauflegen?

Da habe ich mir kein Ziel gesetzt. Wenn ich nicht treffe und wir steigen trotzdem auf, wäre auch alles okay.

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