Liveticker Relegation: Steinheim muss gegen Stödtlen ran

Fiebert mit seinem Team der Relegation entgegen: Steinheims Trainer Harald Haslanger.
Fiebert mit seinem Team der Relegation entgegen: Steinheims Trainer Harald Haslanger. © Foto: Joachim Bozler
RICARDA FLÄMIG 09.06.2015
Angespannt. Das ist die Stimmung im Lager des TV Steinheim. Am Donnerstag, 18.30 Uhr, geht es für den Fußball-Kreisligisten (A3) im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen die große Unbekannte SV DJK Stödtlen (A2).

Eigentlich, so könnte man sagen, bleibt für die Fußballer des TV Steinheim alles beim Alten. Denn die Devise der Saison, „von Spiel zu Spiel denken“, verliert auch in der Relegation nicht ihre Gültigkeit. Nach einem hochspannenden und bis zum Ende offenen Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft in der Kreisliga A 3, hatte der Absteiger der vergangenen Saison (scheiterte seinerzeit gegen den SC Hermaringen in der Relegation) gegen Türkspor Heidenheim das Nachsehen.

Der direkte Wiederaufstieg ist für das Team von Trainer Harald Haslanger aber nicht völlig aus der Welt, er könnte über die Relegation gelingen. Doch die hat es freilich in sich: Drei Spiele und somit drei erforderliche Siege stehen zwischen dem TV Steinheim und dem Bezirksliga-Aufstieg.

Gegner im ersten K.o.-Spiel am Donnerstag, 11. Juni, um 18.30 Uhr auf dem Sportgelände des SV Großkuchen ist dabei der SV DJK Stödtlen – es hätte aber genauso gut der VfB Ellenberg sein können. Warum? Der Tabellenzweite der Kreisliga A 2 schaffte es wahrlich erst in letzter Minute auf den Relegationsplatz. Im Topspiel am letzten Spieltag standen sich Stödtlen (bis dato 3.) und Ellenberg (bis dato 2.) im direkten Duell gegenüber, ein Punkt trennte die beiden Teams. Dem VfB hätte also ein Remis gereicht – und lange sah es genau nach dieser Punkteteilung aus. Dann aber traf Angreifer Dominik Lutz in der 88. Minute zum 2:1 für Stödtlen und Ellenberg war auf der Zielgerade überholt.

Statistisch lassen sich dabei folgende Vergleiche ziehen: Während Steinheim in 30 Ligaspielen 72 Punkte sammelte, holte der Kontrahent 66. Der TV weist ein Torverhältnis von 91:29 auf, Stödtlen von 77:19. Mehr als diese Fakten hat auch TV-Trainer Haslanger nicht zur Hand: „Ellenberg hätte ich aus der vergangenen Bezirksliga-Saison gekannt, Stödtlen sagt mir gar nichts.“ Doch der 49-Jährige weiß sich zu behelfen und holt sich derzeit Informationen über den Gegner ein.

Für Steinheim zählt zum Weiterkommen ins zweite Spiel nur ein Sieg. „Wir müssen die richtige Mischung aus kompakter Defensive und erfolgreicher Offensive finden“, sagt Haslanger, der die Gemeinschaft in der 1900 Einwohner großen Gemeinde Stödtlen als sehr groß einschätzt und davon ausgeht, dass „das ganze Dorf“ auf den Großkuchener Sportplatz kommt.

Auch der TV Steinheim mobilisiert seine Anhänger, denn nach wie vor ist das Saisonziel der Aufstieg. Die Stimmung in der Mannschaft sei sehr gut, alle fieberten dem Duell entgegen. Personell stehen Steinheim gegen Stödtlen alle Spieler zur Verfügung, allerdings steht hinter dem Einsatz des besten TV-Angreifers, Markus Schoger (15 Tore), ein Fragezeichen. Zuletzt musste der 23-Jährige wegen einer Verletzung am Mittelfuß zwei Partien pausieren, Haslanger hofft aber, dass er fit wird.

Wie auch immer das Spiel ausgeht, der Gewinner trifft in der zweiten Relegationsrunde am Sonntag, 14. Juni, um 15 Uhr mit dem TSV Heubach auf den Tabellenzweiten der Kreisliga A 1. Im letzten und alles entscheidenden Duell, das am Freitag, 19. Juni, um 18.30 Uhr in Burgberg ausgetragen wird, wartet auf den Gewinner der zweiten Runde der Relegationsteilnehmer VfL Gerstetten, der den Abstieg aus der Bezirksliga unbedingt verhindern möchte.

Info Den Liveticker des Spiels gibt es HIER.