Nachwuchs Relegation: Sontheims A-Jugend feiert 2:0-Erfolg im Hinspiel

EDGAR DEIBERT 15.06.2015
Da ging's vor etwa 300 Zuschauern ganz schön zur Sache: Im Hinspiel der Aufstiegs-Relegation zur Verbandsstaffel setzten sich die A-Junioren des FV Sontheim (Meister Bezirk Kocher/Rems) mit 2:0 gegen den SV Bonlanden (Meister Bezirk Stuttgart) durch.
Die Jungs können eben ganz schön was einstecken: Die etwa 300 Zuschauer auf dem Sontheimer Hülenberg sahen mitunter einige knifflige Zweikämpfe, die in einer intensiv geführten Partie, in der beide Mannschaften sehr hohes Tempo gingen, nicht ausblieben.

Zu Beginn verpassten es die Gäste aus Bonlanden ihre Torchancen zu nutzen. Bei einer blieb Sontheims Torhüter Lasse Kuhn, mit 16 Jahren jüngster Akteur auf dem Platz, im Eins-gegen-eins mit dem gegnerischen Angreifer Sieger und bewahrte die Gastgeber vor einem frühen Rückstand.

Der SV Bonlanden blieb in der Folge tonangebend, in der 17. Minute lenkte Kuhn den Ball nach einem Freistoß von Denis Köhler noch über die Latte, neun Minuten später schoss Tim Lakatos freistehend am Sontheimer Tor vorbei. In dieser Drangphase der Gäste blitzte das Können von Daniel Gentner auf. Bei einem Konter schickte der 18-Jährige mit einem feinen Zuspiel Timur Cukur steil, der abgeklärt zum 1:0 abschloss (40.).

Nach dem Seitenwechsel hatte Sontheim – sicherlich bedingt durch die Führung – mehr vom Spiel und ließ in der Abwehr so gut wie nichts zu. Im Gegenteil, wiederum nach einem Konter erhöhte der eingewechselte Baris Acikgöz auf 2:0 (80.). Dabei blieb es, auch weil Sontheims Keeper Kuhn kurz vor Schluss gegen Daniele Sinesi erneut stark parierte.

„Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht“ lobte Uwe Heid seinen Torhüter, der eigentlich noch B-Jugendlicher ist. „Das 2:0 ist natürlich ein Wunschergebnis. Wir rechnen uns in Bonlanden schon etwas aus“, so der Sontheimer Trainer. Da werde es – wohl auf einem kleinen Kunstrasenplatz – aber sicherlich „noch mehr zur Sache“ gehen.

Von einer „absolut unverdienten Niederlage“ seiner Mannschaft sprach Michael Fiderer. „Unverdienter geht's meines Erachtens gar nicht“, so der Coach des SV Bonlanden. Vor dem 0:1 hätte wiederum sein Team schon „mit 2:0 oder 3:0 führen müssen“. Das erste Sontheimer Tor sei wie „aus dem Nichts“ gefallen. Daher rechnet sich auch Fiderer „gute“ Chancen fürs Rückspiel aus und betont: „Wir können das noch umbiegen.“ Das müsste somit Warnung genug für den FV Sontheim sein.

Am Samstag, 20. Juni, steigt das Rückspiel in der Filderstadt (17 Uhr).