2. Liga Medizincheck: FCH startet in Vorbereitung

THOMAS GRÜNINGER 17.06.2015
Schluss mit lustig: Nach gut drei Wochen Sommerpause begann am Mittwoch beim 1. FC Heidenheim die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison. 24 Spieler gehören im Augenblick dem Kader an, zwei Akteure fürs offensive Mittelfeld sollen laut Trainer Frank Schmidt noch hinzukommen.
Um 8 Uhr begrüßte Heidenheims Trainer Frank Schmidt am Mittwochfrüh die Spieler, unter ihnen die Neuzugänge Norman Theuerkauf, Kevin Müller, Arne Feick, Daniel Frahn, Sebastian Heidinger sowie die aus der eigenen Jugend in den Zweitliga-Kader geholten Kevin Njie, Tim Skarke und Dave Gnaase.

Außerdem dabei ist vorerst der vom VfB Stuttgart geholte U-19-Torhüter Sven Ullrich. „Er wird fürs erste bei den Profis mittrainieren“, sagte Frank Schmidt. Der FCH will im Laufe der Vorbereitung entscheiden, ob hinter Jan Zimmermann und Kevin Müller noch ein dritter Torhüter verpflichtet wird oder ob man sich im Bedarfsfall aus dem eigenen Bundesliga-Nachwuchs zu bedienen gedenkt.

Klar ist schon jetzt, dass fürs offensive Mittelfeld noch zwei Spieler geholt werden sollen. Schmidts Vorstellung läuft auf einen etablierten Akteur mit Zweitliga-Erfahrung und einen jungen Spieler mit entsprechendem Entwicklungspotenzial hinaus. Der FCH hat seine Fühler in diese Richtung längst ausgestreckt, und aus Sicht des Trainers wäre es natürlich ideal, wenn die Verpflichtungen bald unter Dach und Fach sind, damit die Neuen möglichst wenig von der Vorbereitungsphase verpassen.

Teilweise ungeplant vollzog sich in diesem Sommer bei den Heidenheimern ein personeller Umbruch in einer bislang noch nicht gekannten Dimension. Insgesamt zehn Spieler haben den Klub zum Saisonende verlassen. Neben Akteuren, denen der Verein keinen neuen Vertrag mehr anbot, waren auch Spieler darunter, die von sich aus keine Perspektive mehr sahen und wechseln wollten (Michael Vitzthum, Manuel Janzer). Schließlich nahmen mit Philip Heise (VfB Stuttgart) und Florian Niederlechner (Mainz 05) auch noch zwei Stammkräfte trotz ihrer laufenden Verträge höherklassige Angebote wahr.

„Eine Situation, in der uns Spieler verließen, die wir gerne noch weiter bei uns gehabt hätten, ist für uns etwas Neues“, räumte auch Frank Schmidt im Blick auf Heise und Niederlechner ein. Man habe allerdings immer damit rechnen müssen, dass so etwas einmal passiert. Im Grunde sei es ja auch eine Auszeichnung, wenn höherklassige Klubs auf Fußballer aufmerksam werden, die sich beim FCH sehr gut entwickelt haben.

Schmidt betrachtet die Situation vor allem als Herausforderung, will die neuen Kräfte möglichst schnell integrieren und eine schlagkräftige Mannschaft formen, die das abermalige Saisonziel Klassenerhalt so früh wie möglich in die Tat umsetzen kann.

Trotz des Abgangs von Top-Torjäger Florian Niederlechner (15 Saisontore, 10 Torvorbereitungen) sieht sich der FCH auch an vorderster Front gut aufgestellt. Hier soll Daniel Frahn die Lücke schließen. Mit ihm sowie Adriano Grimaldi, Smail Morabit und Andreas Voglsammer sind die maximal zwei Positionen weiter doppelt besetzt. Und sollten nun die beiden offensiven Mittelfeldakteure noch hinzukommen, wären für jede Position in der Mannschaft zwei leistungsstarke Akteure vorhanden.

Schmidt glaubt, dass dies den internen Konkurrenzkampf zusätzlich verstärkt. „Noch mehr Kampf auf Augenhöhe und auf hohem Niveau“, lautet seine Erwartung. Nach dem ersten Teil der sportmedizinischen Untersuchung am Mittwoch geht's am Donnerstag mit einer Leistungsdiagnostik weiter, die vor allem auch der Trainingssteuerung dienen soll.

Am Freitag folgt dann Part zwei des Medizin-Checks, der von der DFL vorgeschrieben ist. Neu ist beim FCH in diesem Jahr, dass der Verein erstmals mit der Uni Ulm zusammenarbeitet. „Ich freue mich darüber. Jetzt lässt sich das Ganze hier vor Ort in zwei Tagen bewältigen“, sagte Schmidt.

Am Samstag, 20. Juni, findet um 10.30 Uhr auf dem Rasenplatz West oberhalb der Voith-Arena das erste öffentliche Mannschaftstraining statt. Das Team wird sich im Rahmen des Schlossberg-Erlebnistages auch am Sonntag, 21. Juni, ab 11 Uhr in der Voith-Arena präsentieren, wo an diesem Tag außerdem zu mehreren Stadionführungen eingeladen wird.