Fußball Kreisliga A3: Liegt's etwa am Sportplatz?

Rein mit dem Ball: In der Fußball-Kreisliga A 3 besiegte der SV Mergelstetten am vergangenen Sonntag den AC Milan Heidenheim mit 1:0. Im Bild tritt Chrisovalantis Chalkidis zum Freistoß an, den der 32-Jährige direkt verwandelte.
Rein mit dem Ball: In der Fußball-Kreisliga A 3 besiegte der SV Mergelstetten am vergangenen Sonntag den AC Milan Heidenheim mit 1:0. Im Bild tritt Chrisovalantis Chalkidis zum Freistoß an, den der 32-Jährige direkt verwandelte. © Foto: Michael Brendel
Mathias Ostertag 15.10.2015
Vor der Saison wurde der SV Mergelstetten von der Konkurrenz in der Fußball-Kreisliga-A-3 als Topfavorit auf den Aufstieg genannt. Die Realität: Platz 6 und neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Steinheim. Auch Absteiger AC Milan Heidenheim hinkt den Erwartungen als Tabellenletzter weit hinterher.

Zwei Sachen verbinden den SV Mergelstetten und den AC Milan Heidenheim. Beide Mannschaften sind mäßig in die Saison gestartet. Und beide trainieren und tragen ihre Heimspiele auf der Sportanlage auf den Reutenen aus. „Vielleicht liegt es ja am Sportplatz“, lässt sich Michael Sachs daher zu einem Scherz hinreißen. Die Wahrheit ist natürlich eine andere: „Wir haben es bisher nicht geschafft, unsere Leistung konstant über 90 Minuten auf den Platz zu bringen“, sagt der Trainer, der den SVM vor zwei Jahren souverän in die Kreisliga A 3 geführt hatte und mit dem Team in der Vorsaison lange um den Aufstieg in die Bezirksliga mitspielte.

In der aktuellen Runde läuft hingegen nicht alles nach Plan, fünf Siegen und einem Unentschieden stehen bereits vier Niederlagen gegenüber. „Wenn man wie wir jedes Spiel gewinnen will, sind vier Niederlagen viel zu viel“, räumt der 53-Jährige ein. In Sachen Aufstiegsrennen wirft er allerdings noch nicht die Flinte ins Korn. „Wir haben schließlich eine gute Truppe“, betont Sachs.

In der Vorsaison habe seine Mannschaft in der Aufstiegseuphorie das ein oder andere Spiel auch mal unverdient gewonnen, sagt Sachs. Und: Mergelstetten hat vor der aktuellen Spielrunde mit Marius Vekonj, Mike Schnierer (VfL Gerstetten) und Dennis Lichtfuß (TSG Giengen) immerhin drei Stammspieler verloren. Allerdings konnte der SVM mit Chrisovalantis Chalkidis (kam vom Bezirksligisten FV Sontheim) einen erfahrenen Spieler gewinnen. Der 32-Jährige, der zugleich als Co-Trainer fungiert, traf am vergangenen Sonntag beim 1:0-Sieg gegen den AC Milan Heidenheim.

Dieser ist momentan Tabellenletzter. „Eine Momentaufnahme“, betont Spielleiter Antonio Sabino, der nach dem Abstieg aus der Bezirksliga Abwehrchef Dusko Cuckovic für die Position des Spielertrainers gewinnen konnte. Der 27-Jährige ist nach einem Kreuzbandriss auf Eis gelegt. Wann er wieder auf dem Platz stehen kann, lasse sich nicht endgültig sagen, so Sabino.

Der AC Milan ist denkbar schlecht in die Saison gestartet (acht Punkte/bereits sieben Niederlagen). „In diesem Jahr läuft praktisch alles gegen uns“, sagt Antonio Sabino. Mehrere Spiele seien unglücklich verloren worden. „Die Zahl der Abgänge war extrem (insgesamt elf, Anm. d. Red), wichtige Spieler haben den Verein verlassen“, versucht Sabino die aktuelle Lage zu erklären. Man habe zwar damit gerechnet, in dieser Saison um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen, aber dass es vor allem zum Auftakt so schlecht laufe, habe man nicht erwartet, räumt er ein.

Zwei Vereine, ein Schicksal. Beide blicken aber optimistisch der restlichen Spielzeit entgegen. So ist SVM-Coach Michael Sachs guter Hoffnung, im Spitzenspiel am Sonntag, 18. Oktober, beim TV Steinheim zu punkten (Anstoß um 15 Uhr). „Wir gehen das Spiel an wie jedes andere auch und wollen gewinnen.“ Großen Respekt hat Sachs dabei für die Arbeit seines Trainerkollegen Harald Haslanger: „Steinheim spielt sehr harmonisch, ich erwarte sie auch zum Ende der Saison vorne dabei“, lobt Sachs.

Der AC Milan, der erst seit kurzer Zeit wieder fast in Bestbesetzung antreten kann, empfängt am Sonntag, 18. Oktober, den Tabellen-13., TSV Niederstotzingen. Bei einem Sieg könnten die Heidenheimer in der Tabelle vorbeiziehen. Sabino: „Wir haben zu Hause bisher die besseren Spiele abgeliefert. Ich denke, ein Dreier sollte drin sein.“