FCH Kevin Müller: „Wir können jetzt nicht jedes Spiel gewinnen“

Heidenheim / Timo Landenberger 11.12.2017
Die Spieler des 1. FC Heidenheim waren trotz der 0:1-Niederlage in Fürth mit ihrer eigenen Leistung nicht unzufrieden.

Die Erfolgssträhne ist erst einmal gerissen und dennoch kamen die Heidenheimer Spieler nicht unzufrieden vom Platz. „Es war ja klar, dass wir jetzt nicht auf einmal jedes Spiel gewinnen können und Fürth braucht die Punkte genauso dringend wie wir“, sagte FCH-Torwart Kevin Müller nach der Partie. „Und dass die Mannschaft in der Offensive Qualitäten hat, das wussten wir schon vorher.“

Qualitäten, die den Gastgebern in der ersten Halbzeit zur Führung verhalfen. „Ich werfe mich noch irgendwie in den Ball, der aber leider nicht ins Aus geht“, beschrieb Müller die Situation. „Der Gegner schaltet schnell, bringt die Flanke stark hinten rein und dann ist es für Ronny Philp schwer, dessen Gegenspieler ihn mit Anlauf überspringt“.

Damit stellt der FC Heidenheim mit nun 32 Gegentreffern nach wie vor die schwächste Defensive der Liga. „Aber ich finde trotzdem überhaupt nicht, dass es bei uns nicht stimmt“, so der Keeper weiter. „Vielleicht lassen wir die ein oder andere Situation mehr zu als letztes Jahr. Wir bekommen viele Gegentore, die Zahlen lügen ja nicht, und natürlich würde ich gerne mal wieder zu null spielen. Aber nichtsdestotrotz sind wir immer da, verteidigen leidenschaftlich und werfen uns in jeden Ball.“

Und im Sturm? „Wir hatten auch gegen Fürth unsere Chancen und hätten in Führung gehen können, bekommen aber unnötigerweise das 0:1 und dann wird es schwieriger“, so FCH-Kapitän Marc Schnatterer. „Trotzdem hatten wir uns für die zweite Halbzeit viel vorgenommen, wollten die Fürther vor Probleme stellen. Das ist uns teilweise auch gelungen, aber dadurch entstehen Konterchancen für die Gegner, die ziemlich tief standen. Natürlich hatten wir dann die ein oder andere Schwierigkeit, das zu verteidigen. Dieses Risiko mussten wir aber eingehen und wir haben es ja geschafft, die Bälle immer wieder abzufangen und das Spiel offen zu halten.“

Norman Theuerkauf ergänzt: „Klar, wir haben verloren. Aber nur 0:1 und wir waren die ganze Zeit dran, den Ausgleich zu machen“, sagte der Abwehrspieler, der für den verletzten Sebastian Griesbeck auf der Sechs begann, später mit Mathias Wittek tauschte und in die Innenverteidigung rückte. „Wir haben umgestellt, um auf die Kopfballstärke der Gegner zu reagieren. Das war einfach eine taktische Maßnahme.“

Ob der Mittelfeld-Abräumer Griesbeck besonders gefehlt hat? „Natürlich fehlt er uns, verletzte Spieler fehlen immer“, so Theuerkauf. „Aber wir können ihn leider nicht nochmal schnitzen. Dass er ausfällt ist bitter für uns. Aber als wir gewonnen haben hat auch keiner gefragt, ob der Griesbeck fehlt.“

Vor der Winterpause geht es am nächsten Wochenende noch ins Erzgebirge nach Aue.

„Jetzt stellen wir uns auf einen Gegner ein, bei dem uns erneut ein kämpferisches Spiel erwarten wird. Da müssen wir wieder unseren Mann stehen. Mit etwas mehr Konzentration in der Abwehr und im Sturm“, sagte Kapitän Schnatterer, der „in eigener Sache“ anfügt: „Mit ein paar besseren Standards können wir in Aue auch wieder deutlich gefährlicher werden.“

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