Gundelfingen Jugendfußballer feiern Erfolge in der Nachbarschaft

Der Jubel nach dem Aufstieg: Völlig überraschend schafften die auch mit einigen Spielern aus dem Kreis Heidenheim besetzten A-Junioren des FC Gundelfingen den Sprung in die Bayernliga, die zweithöchste Spielklasse.
Der Jubel nach dem Aufstieg: Völlig überraschend schafften die auch mit einigen Spielern aus dem Kreis Heidenheim besetzten A-Junioren des FC Gundelfingen den Sprung in die Bayernliga, die zweithöchste Spielklasse. © Foto: Picasa
Gundelfingen / Thomas Jentscher 16.05.2018
Bei den A-Junioren des FC Gundelfingen, die gerade den Aufstieg in die Bayernliga geschafft haben, sind auch zahlreiche Spieler aus dem Kreis am Ball.

In Sachen Jugendfußball ist der 1. FC Heidenheim in der Region mit Abstand die erste Adresse. Aber was tun, wenn man deutlich höher als Bezirksstaffel spielen kann, das Talent aber nicht ganz für die Bundesliga reicht? Einige junge Spieler haben eine Lösung in der bayrischen Nachbarschaft gefunden und eilten zuletzt mit dem FC Gundelfingen von Erfolg zu Erfolg.

Neun Spieler gingen zum FCG

So standen Jannik Hasenmaier aus Nattheim, Elias Oberling und Samed Kulaksiz aus Giengen, Kai Jäger aus Oggenhausen, Noah Eberhardt aus Burgberg, Janik Ebel aus dem Bachtal sowie Luis Bochtler, Silas Eckert und Janik Noller aus Niederstotzingen im Kader der Gundelfinger A-Junioren, die sich gerade die Meisterschaft in der Landesliga holten.

Durchmarsch in die Bayernliga

Als Aufsteiger spielte die Mannschaft eine sensationelle Saison, steckte dabei sogar noch an Ostern den überraschenden Abgang ihres Trainers Joachim Dewein weg. U-23-Coach Florian Strehle war fortan in einer Doppelfunktion tätig, aber gerade dies schien die FC-Junioren noch mehr zusammen zu schweißen.

Die Gundelfinger, die in 22 Spielen nur 18 Gegentore kassierten, lieferten sich einen spannenden Zweikampf mit dem ASV Neumarkt, machten schließlich am vorletzten Spieltag mit einem 4:1-Sieg im Derby gegen den TSV Nördlingen alles klar.

Am Ende war der FC zwar punktgleich mit Neumarkt, hatten aber im direkten Vergleich die Nase vorn. Als Landesligameister steigt das Team in die Bayernliga auf, spielt damit in der kommenden Saison in der zweithöchsten Jugendspielklasse.

Bayrischer Hallenmeister

Zudem wurden die Gundelfinger bayrischer U-19-Hallenmeister. Bei der „Süddeutschen“ reichte es zur Vizemeisterschaft. Damit qualifizierte sich die Mannschaft für die deutsche Hallenmeisterschaft in Gevelsberg, schied dort allerdings in der Vorrunde aus.

Die Erfolge der A-Junioren kommen nicht von ungefähr, schon seit einiger Zeit verfolgt man in der bayrischen Nachbarschaft in der Jugendarbeit ein ausgefeiltes Konzept mit dem Ziel, Talente aus der Region zusammen zu führen und weiter zu entwickeln. Seit der Saison 2013/14 gibt es ein Nachwuchsleistungszentrum, das von Stefan Werner geleitet wird, zudem ist man DFB-Stützpunkt.

Herren sollen aufsteigen

Das Ziel dieser Nachwuchsarbeit ist es natürlich, mittelfristig auch die Herren in höhere Ebenen zu bringen. Der FC Gundelfingen spielt derzeit in der bayrischen Landesliga (vergleichbar der hiesigen Verbandsliga). „Wir wollen mit der ersten Mannschaft wieder in die Bayernliga und mit der U 23 in die Bezirksliga“, sagt Abteilungsleiter Christian Renner.

Dass die Verzahnung funktionieren kann, zeigt beispielsweise der Einsatz des Niederstotzingers Janik Noller, der zuletzt bei den Herren zum Einsatz kam und auch gleich ein Tor erzielte.

Zehn Spieler rücken auf

Zehn Spieler aus der erfolgreichen A--Junioren rücken nun zu den Aktiven auf, alle sollen in Gundelfingen bleiben. Trotz dieses Wechsels sieht Renner Chancen, mit der U 19 die Bayernliga zu halten. „Es wird schwierig, aber viele gute Spieler dürfen noch ein Jahr spielen und auch von den B-Junioren kommt einiges nach.“

Vielleicht, so mutmaßt der Abteilungsleiter, locke der Erfolg auch noch weitere Spieler an, dies stehe aber nicht im Fokus, man setze auf die eigenen Kräfte. Die kommen jetzt schon aus einem Umkreis von 30 bis 40 Kilometern. „Ohne das Engagement der Eltern würde das nicht funktionieren“, lobt Renner.

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