Fußball Hermaringen besiegt Heubach

Dorfmerkingen / WOLFGANG GENTNER 15.06.2014
Ein verrücktes Relegationsspiel sahen am Sonntagnachmittag etwa 500 Zuschauer in Dorfmerkingen. Letztlich setzte sich der SC Hermaringen mit 5:3 gegen den TSV Heubach durch. Jetzt geht es gegen den TV Steinheim um den Bezirksliga-Aufstieg.

Diese Begegnung in Dorfmerkingen hatte wirklich alles zu bieten, was den Fußball ausmacht, denn nach einer sehr dürftigen ersten halben Stunde entwickelte sich nach dem überraschenden Führungstor für Hermaringen (Vizemeister der Kreisliga A 3) ein fulminantes Spiel gegen den TSV Heubach (Vizemeister der Kreisliga A 1), bei dem der SCH fast noch eine 4:0-Führung verspielte.

Doch der Reihe nach: Beide Teams scheuten zu Beginn der zweiten Relegationsrunde jegliches Risiko und erst in der 24. Minute gab es die erste Torchance zu bestaunen, als Heubachs auffälligster Akteur, Ahmet Akin, einen Freistoß aus zwanzig Metern nur sehr knapp am Hermaringer Tor vorbeizog.

Die Hermaringer leisteten sich danach vermehrt einfache Ballverluste und der Druck des Gegners wurde dadurch stärker. SC-Keeper Florian Geyer musste dann auch in der 31. Minute sein ganzes Können aufbieten, um den Ball nach einem Schuss von Akin ins Toraus zu lenken. Beim folgenden Eckstoß pflückte Geyer den Ball herunter und sein weiter Abschlag hüpfte noch zweimal auf und landete bei Lukas Staudenmeyer, der schneller als alle anderen schaltete und zum völlig überraschenden 1:0 für Hermaringen einköpfen konnte (32.).

Doch damit nicht genug, denn nur drei Minuten später bediente Markus Staudenmeyer mit seiner perfekten Flanke den freistehenden Marius Stegmeyer und dieser markierte per Flugkopfball das 2:0. Die Heubacher zeigten sich nun völlig geschockt und gestatteten Marius Stegmeyer sowie Simon Grundler zwei weitere hochkarätige Tormöglichkeiten, doch beide scheiterten äußerst knapp.

Trotzdem fiel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch das 3:0, als Markus Staudenmeyer ideal auf Marius Stegmaier durchsteckte, dieser die Nerven behielt und nachdem er auch noch den Heubacher Torhüter umspielte, locker ins leere Tor einschieben konnte.

Als dann nach dem Seitenwechsel bereits in der 48. Minute nach einem kapitalen Heubacher Abwehrschnitzer Simon Grundler im Nachschuss das 4:0 erzielte, schien bereits alles entschieden zu sein.

Die Heubacher zeigten jedoch eine tolle Moral und machten danach ein richtig gutes Spiel, während die wenigen Entlastungsangriffe der Hermaringer regelmäßig verpufften.

In der 59. Minute war es dann soweit, als Florian Geyer zwar noch gegen Manuel Tietze retten konnte, doch den Abpraller verwandelte Denis Alim zum 4:1. Als der eingewechselte Marco Grau in der 65. Minute nach einem Eckball gar des 4:2 markierte, bliesen die Heubacher endgültig zum Sturm.

Angriff auf Angriff rollte auf das Hermaringer Tor und wenn Florian Geyer nicht des öfteren toll pariert hätte, ja dann hätte es noch ein ganz böses Erwachen für den SC geben können. Aber auch er war in der 84. Minute machtlos, als der Schrägschuss von Marco Grau zum 4:3 im langen Eck einschlug.

Zum Glück für den SC Hermaringen brachte die 86. Minute die endgültige Entscheidung, als Lukas Staudenmeyer am Strafraumeck klar gelegt wurde und der überzeugende Schiedsrichter sofort auf Strafstoß entschied. Markus Staudenmeyer ließ sich diese Chance nicht entgehen und krönte seine gute Leistung mit einem sicher verwandelten Elfmeter zum 5:3 und damit zum Schlusspunkt in dieser kuriosen Partie,

Robert Baß zeigte sich dann auch nach dem Schlusspfiff noch ganz ergriffen von diesem Spiel: „Wir haben nach der zwischenzeitlichen 4:0-Führung die nötige Sicherheit vermissen lassen und den Gegner noch einmal aufgebaut“, so der Hermaringer Trainer. „Dabei hatten wir schon in der regulären Saison einige solch verrückter Spiele. Diese Nervenanspannung hätten wir uns heute wirklich ersparen können“, lautete sein Fazit.

Am Donnerstag, 19. Juni, trifft der SC Hermaringen in Herbrechtingen auf den TV Steinheim, der durch einen Sieg den drohenden Abstieg aus der Bezirksliga verhindern will (15 Uhr).

SC Hermaringen: Geyer – Poehlke, Braunmiller, Mayer, Burhardsmaier (64. Stahl) – Amthor (90. Weimert), Caro, M. Staudenmeyer, Grundler , L. Staudenmeyer – Stegmaier (70. Baß)
Tore: 1:0 L. Staudenmeyer (31.), 2:0 Stegmaier (35.), 3:0 Stegmaier (45.+1), 4:0 Grundler (48.), 4:1 Alim (59.), 4:2 Grau (62.), 4:3 Grau (84.), 5:3 M. Staudenmeyer (86. Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Geyer, L. Staudenmeyer – Grau
Schiedsrichter: Olaf Alsdorf (Bopfingen)
Zuschauer: 500

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