Heidenheim Heidenheims Kampf wird nicht belohnt: Frankfurt zieht ins DFB-Viertelfinale

Heidenheim / Thomas Jentscher 20.12.2017
Ein stark spielender 1. FC Heidenheim unterliegt im Achtelfinale Eintracht Frankfurt mit 1:2 nach Verlängerung – nicht zuletzt wegen drei Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns.

Was für ein Auftritt der Heidenheimer Fußballer im DFB-Pokal: Mit einer disziplinierten und kämpferisch überragenden Leistung waren die FCHler Erstligist Eintracht Frankfurt mindestens ebenbürtig, schieden aber durch eine 1:2-Niederlage aus. Diese war mehr als unglücklich, denn auch der Schiedsrichter hatte etwas dagegen, dass der Zweitligist das Viertelfinale erreicht.

Das Spiel begann mit sechs Minuten Verzögerung, weil die in großer Zahl angereisten Frankfurter Fans erst einmal die Voith-Arena mittels Pyrotechnik in dichte Rauchschwaden hüllten. Das sollte wohl die FCHler beeindrucken, die zeigten aber von der ersten Minute an eine couragierte Leistung, lieferten dem Bundesliga-Achten einen Kampf auf Augenhöhe.

Abseits beim Treffer von Kraus?

Frankfurt hatte zwar die erste Chance durch Rebic, aber dann kamen die Platzherren, die mutig mit einer hoch stehenden Viererkette agierten, besser ins Spiel. Und in der 17. Minute wurde kurz gejubelt. Nach einem Freistoß flankte der überraschend in die Startelf gerückte Kevin Lankford und Kevin Kraus traf per Direktabnahme, aber die Fahne des Linienrichters war oben - eine ganz knappe und eher falsche Entscheidung.

Danach ging es hin und her mit Chancen auf beiden Seiten, eine dicke hatte John Verhoek nach schöner Vorarbeit des gut spielenden Nikola Dovedan, der Schuss wurde von Eintracht-Verteidiger Hasebe noch abgelenkt.

Gelbe Karte statt Elfmeter

Mit einem verdienten 0:0 ging es in die Pause und nach dem Wechsel machte Frankfurt zunächst etwas mehr Druck, doch der FCH hätte in Führung gehen müssen. Dovedan wurde im Strafraum angespielt, legt den Ball an Hasebe vorbei, der Frankfurter fährt das Bein aus, doch der sehr oft gegen den Underdog entscheidende Schiedsrichter Sven Jablonski entschied zum Entsetzen der Heidenheimer auf Schwalbe und zeigte Dovedan die gelbe Karte.

Auch davon ließen sich die Heidenheimer nicht unterkriegen, hielten weiter dagegen und erreichten verdient die Verlängerung. Hier spielten die lange Zeit doch etwas überheblich wirkenden Gäste nun ihre Stärken aus, gingen durch einen schön herausgespielten Treffer von Gacinovic in Führung.

Und noch einmal raffte sich der FCH auf. Nur 74 Sekunden nach dem Rückstand schlug Marc Schnatterer eine Flanke in den Strafraum, Verhoek irritierte Eintracht-Keeper Hradecky und der Ball lag zum 1:1 im Netz.

Abseits vor dem 1:2

So war das Elfmeterschießen schon greifbar nahe, doch nach 109 Minuten ging Frankfurt erneut in Führung. Bitter für den FCH: Dem Treffer von Haller ging eine Abseitsposition voraus. In der Schlussphase versuchten die Heidenheimer alles, holten noch eine Reihe von Eckbällen heraus, bei denen auch Torhüter Kevin Müller mit nach vorn ging. Aber der Ball wollte nicht mehr über die Linie und so endete um 23:20 Uhr das letzte Spiel des deutschen Fußballjahres mit einer bitteren Niederlage für die Schmidt-Truppe, die aber auf ihre Leistung absolut stolz sein kann.

Hier der Liveticker zur Nachlese.

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