Hallenfußball Hallenfußball: „Die Jungs wissen, was sie können“

Hoch mit dem Pokal: Der AC Milan Heidenheim feierte in Nattheim den zweiten Turniersieg in Folge.
Hoch mit dem Pokal: Der AC Milan Heidenheim feierte in Nattheim den zweiten Turniersieg in Folge. © Foto: Christian Thumm
Kreis Heidenheim / ed 08.01.2018
Der AC Milan Heidenheim verteidigt seinen Titel in Nattheim und schlägt den FV Sontheim im Finale.

Hallenfußball ist wie der 2. Weihnachtsfeiertag. Es ist schön, dass es es ihn gibt, aber nicht jeder freut sich auf ihn. So nimmt auch im Landkreis nicht jedes Team die „Budenzauber“-Zeit bierernst. Vielmehr überwiegt eine „Lass-uns-etwas-kicken“-Atmosphäre.

Wobei sich die Fußballer in den Hallen so richtig austoben können, schließlich schauen die Trainer nicht immer ganz genau hin. Also kann schon mal der ein oder andere Trick probiert werden.

So war das auch beim Aktiventurnier der TSG Nattheim am Dreikönigstag der Fall. Da wurde der Ball rechts am Gegenspieler vorbeigelegt und dieser links überholt. Oder aber die Gegner wurden mit Hilfe eines Doppelpasses mit der Bande einfach stehen gelassen – wie es Routinier und TV-Steinheim-Trainer Nico Schuska vorführte. Und trotz allem „Einfach-mal-drauf-halten“-Gebolze gab es auch gefühlvolle lange Pässe aus dem Fußgelenk und intelligente Lupfer, wie ihn Darko Cuckovic vorführte. Im zweiten Halbfinale gegen Türkspor Heidenheim bugsierte der Kapitän des AC Milan Heidenheim den Ball nach einem weiten Abwurf des gegnerischen Keepers gedankenschnell aus der eigenen Hälfte ins Tor.

Überhaupt wirkte der AC Milan Heidenheim äußerst konzentriert – und wollte den Turniersieg mehr als jede andere Mannschaft. „Meine Jungs freuen sich wirklich auf die Hallenturniere. Sie streiten sich fast schon darum, wer spielen darf“, erklärte Dusko Cuckovic die Einstellung seiner Spieler. „Die Jungs wissen, was sie können. Und sie haben wieder bewiesen, was sie können“, so der Trainer des AC Milan Heidenheim weiter, der aufgrund der Stärke seiner Mannschaft die Titelverteidigung in Nattheim nach dem Turniersieg vor knapp einer Woche in Steinheim vorhergesagt hatte.

Im Finale schlug der Tabellenführer der Kreisliga A 3 den Bezirksligisten FV Sontheim nach einem 0:1-Rückstand eindrucksvoll mit 6:2. Genauso viele Tor fielen im Spiel um Platz drei, wo Türkspor Heidenheim die TSG Nattheim I mit 5:3 bezwang.

Und doch kann man aus der Halle Rückschlüsse für die Feldsaison ziehen, etwa im Fall des AC Milan Heidenheim. So nutzte Marco Neidlein seine Chance im Tor. Auch wenn es offiziell heißt, dass der Neuzugang aus Hermaringen sich im Rennen um die Nummer eins gegen den bisherigen Stammtorhüter Filipp Michelchen durchsetzen muss, deutet vieles darauf hin, dass nach der Winterpause Neidlein das Milan-Tor hüten wird.

Zudem zeigte sich Arkin Gülperi spielfreudig. Der Stürmer kehrte nach seinem Sommerwechsel zum SV Neresheim nach nur zwei Spielen zum AC Milan zurück, besaß aber bis Ende des Jahres keine Spielerlaubnis. Nun darf der 27-jährige für den Spitzenreiter der A 3 wieder auf Torejagd gehen.

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