Fußball Gebrüder Mattick: Das neue Trainergespann in Sontheim

Sind sich ähnlich, aber nicht in allen Bereichen: Matthias (links) und Marcus Mattick.
Sind sich ähnlich, aber nicht in allen Bereichen: Matthias (links) und Marcus Mattick. © Foto: Christian Thumm
Sontheim / Edgar Deibert 03.08.2018
Marcus und Matthias Mattick bilden beim Landesligisten ein eher ungewöhnliches Trainergespann.

Natürlich, es gibt dieses prominente Beispiel: Niko und Robert Kovač betreuten in der vergangenen Saison gemeinsam Eintracht Frankfurt, führten den Bundesligisten zum DFB-Pokalsieg und dürfen sich nun beim Rekordmeister Bayern München probieren. Doch Brüder, die ein Trainergespann bilden, gibt es nicht allzu häufig, beim Landesliga-Aufsteiger FV Sontheim ist dies der Fall.

Ein Großteil der Mannschaft habe sich ihn als Spielertrainer gewünscht, sagt Marcus Mattick, der seit zwei Jahren beim FV Sontheim ist. Es habe allerdings auch skeptische Stimmen gegeben, ob das klappt. „Ich kann aber gut den Schalter umlegen“, betont der 28-Jährige. Er könne weiterhin Spaß machen, aber wenn nötig auch Disziplin einfordern.

Zudem kam aber der Wunsch nach einem Co-Trainer auf, auch bei ihm selbst. „Ich brauche jemanden draußen, wenn ich spiele und der beim Fußball das gleiche denkt. Schließlich habe hinten keine Augen“, so Marcus Mattick. Die Wahl fiel auf seinen vier Jahre älteren Bruder Matthias, der seine aktive Karriere vor zwei Jahren beendet hat. „Wir machen es das erste Mal zusammen, aber wir reden seit 20 Jahren über Fußball. Und sind fast immer einer Meinung“, sagt der 32-Jährige.

Trainingsgestaltung und -inhalte arbeitet Marcus Mattick aus. Und wenn aus dem Trainer Marcus Mattick der Spieler wird, nimmt Bruder Matthias die Coachingrolle. ein, sieht sich aber nicht als bloßer „Hüttchenträger“. Er genieße einhundertprozentiges Vertrauen.

Bereits in Bächingen Trainer

Dabei ist Marcus Mattick nicht zum ersten Mal in seiner Karriere Spielertrainer. Einst lief er für den damaligen Landesligisten FC Gundelfingen auf, kehrte aber unplanmäßig zu seinem Heimatverein VfB Bächingen zurück. Viele Spieler hatten die Absicht den Verein zu verlassen, erzählt Marcus Mattick. Er sollte dies verhindern, in der Rolle des Spielertrainers.

Es habe funktioniert, es folgten ein Aufstieg aber auch ein Abstieg. Zudem stieß Bruder Matthias für eine Saison dazu. Und dieser bewundert seinen jüngeren Bruder für dessen Engagement: „Ich bin der große Bruder, aber ich habe da zum kleinen Bruder aufgeschaut, wie er das macht. Es ist von A bis Z durchorganisiert und verfolgt einen klaren Plan. Was das betrifft, ist er tatsächlich mein Vorbild.“

So ähnlich sich die beiden Brüder auch sind (beide sind Fans des Bundesligisten Borussia Dortmund und haben ein ähnliches Spielverständnis), so unterschiedliche Spielertypen sind sie. Während Matthias als Innenverteidiger mit Ruhe und Übersicht agierte, kommt Marcus über die Fitness. „Seine Position muss noch erst erfunden werden“, so Matthias Mattick über seinen Bruder.

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