FCH FCH-Fußballer kehrten frustriert aus Fürth zurück

Fußball / Marc Hosinner 11.12.2017
Zum Abschluss der Hinrunde verlieren die Heidenheimer Fußballprofis in Fürth verdient mit 0:1 und belegen nun mit 21 Punkten auf dem Konto Rang 14.

Euphorisch war sie nicht, die Stimmung nach dem Spiel in einer der Fürther-Fankneipen. Es herrschte eher Freude vor, über einen Sieg, den gegen wieder erstarkte Heidenheimer wohl nicht alle auf der Rechnung hatten. Während also die Franken-Fans auf den Erfolg des Kleeblattes, der Spielvereinigung Greuther Fürth, anstießen, rollte der FCH-Teambus gen Heimat.

Wenngleich sich die FCH-Spieler nach Ende der Partie gar nicht so unzufrieden mit der eigenen Leistung zeigten, dürfte die Pleite beim Vorletzten Fürth nach zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage doch ein Frusterlebnis und ein kleiner Dämpfer zum Abschluss der Hinserie gewesen sein.

„Das Spiel hat von der ersten Minute an gezeigt, was man zu erwarten hatte: einen Kampf um jeden Zentimeter mit viel Laufarbeit und Leidenschaft von beiden Mannschaften“, so die Bilanz von Heidenheims Trainer Frank Schmidt. Fürwahr: Langweilig war die Partie von Anfang bis Ende nicht und taugte dazu, dass die Zuschauer die frostigen Temperaturen schnell vergaßen.

Beide Teams hielten sich nicht lange mit Mittelfeld-Geplänkel auf, und weil beide Abwehrreihen am Samstag zunächst nicht super-solide daher kamen, gab es auch von Beginn an einige Torraumszenen. Sowohl Kevin Müller auf Heidenheimer Seite, als auch Sascha Burchert auf Seiten der Kleeblätter, zeichneten sich durch starke Paraden aus.

„Bis zum 1:0 für Fürth sah es für mich so aus, als ob wir das Spiel in den Griff bekommen können. Wir haben vor allem über die rechte Seite für Gefahr im gegnerischen Strafraum gesorgt“, so Schmidt.

Probleme mit Schnelligkeit

Probleme hatten die Heidenheimer allerdings im Umschaltspiel von Angriff auf Abwehr. Mit der Schnelligkeit von Julian Green und Khaled Narey, die von Jürgen Gjasula gut in Szene gesetzt wurden, hatte der FCH ein ums andere Mal in der ersten Hälfte seine Mühe.

Eine Situation, in der die Fürther im Mittelfeld schneller schalteten als der FCH, sollte dann den einzigen Treffer des Tages einleiten. „Wir mussten den Gegner im Strafraum laufen lassen und waren hier nicht handlungsschnell genug. Wir konnten deshalb nicht verhindern, dass Fürth sich in den Strafraum durchspielt“, so der FCH-Coach zur Entstehung des Gegentores in der 28. Minute. Zunächst rettete Müller gegen den Schuss aus spitzem Winkel von Gjasula, doch als das Leder wieder vor seine Füße flog, war er gedanklich schneller als FCH-Verteidiger Timo Beermann, der nicht energisch genug einschritt und so Gjasula zu Magyar am zweiten Pfosten Flanken ließ. Der nutzte seine Größenvorteile und köpfte über Ronny Philp hinweg ins Heidenheimer Tor.

Gegen die Franken, deren Trainer Damir Buric gegenüber vorangegangenen Partien eine Mannschaft auf den Rasen schickte, die über mehr Körpergröße verfügt, kam der FCH vor der Pause allerdings noch zu einer Top-Chance durch John Verhoek, der an Fürth-Keeper Burchert und dessen glänzender Reaktion scheiterte. Das 1:1 hätte aber auch in der 56. Minute fallen können, als ein Schuss von Arne Feick gerade noch abgeblockt wurde.

„Wenn man was mitnehmen will, muss man solche Gelegenheiten nutzen. Wir haben das in den letzten Wochen hinbekommen und deswegen auch gepunktet“, so Schmidt, dessen Mannschaft in der zweiten Hälfte zunächst in die eigene Hälfte gedrängt wurde, sich dann aber befreien konnte und mit viel Risiko spielte. Fürth gelang es zwar, die sich bietenden Räume für Konter zu nutzen, doch entweder wurden die Angriffe zu unsauber zu Ende gespielt, oder mit Pech abgeschlossen, wie beim Versuch von Green, der in der 79. Minute nur das Aluminium traf. Der FCH hätte sich über einen deutlicheren Rückstand nicht beschweren können, blieb ob der ausgelassenen Möglichkeiten der Fürther aber weiter im Spiel, betrieb viel Aufwand, der jedoch ohne Zählbares blieb. „Wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt. Uns ist die Zeit davongelaufen. Am Ende ist uns auch die Genauigkeit und Klarheit in den Aktionen abhanden gekommen“, sagte Schmidt, dessen Team nach 17 Spieltagen auf Rang 14 in der 2. Liga steht, mit 21 Zählern und damit lediglich drei Punkten auf den Relegationsplatz 16, aber auch nur drei Zählern auf den derzeitigen Siebten Sandhausen.

Fahrt ins Erzgebirge

Nächsten Samstag treten die Heidenheimer zum Beginn der Rückrunde im wohl tief verschneiten Erzgebirge in Aue an. Auch in der vergangenen Saison hieß die Paarung an Spieltag 18 Aue gegen Heidenheim, mit dem schlechteren Ausgang für den FCH. „Wir werden uns das Quäntchen Glück wieder erarbeiten, um dort erfolgreich zu sein“, so Schmidts Ausblick.

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