Burgberg Die Bezirksliga bleibt für Burgberg nur ein Traum

Burgberg / HZ 18.06.2018
Frühe Führung und starker Keeper halfen nicht: Burgberg scheitert in der zweiten Runde mit 3:4 an der TSG Hofherrnweiler II.

Anfangs hat vor den 400 Zuschauern alles so gut ausgesehen. Aber nach dem Blitzstart der Burgberger mit einer 2:0-Führung nur vier Minuten nach dem Anstoß, kam der Gegner Hofherrnweiler II im Kampf um den Platz in der Bezirksliga immer mehr in Fahrt und am Ende konnte die 3:4-Niederlage nicht mehr verhindert werden.

Der FV ging von Anpfiff weg voll in die Offensive, nach dreißig Sekunden konnte TSG-Keeper Kepura gerade noch gegen Nico Schellenberger retten. Der folgende Eckball von Sven Killgus landete bei Schellenberger und Burgbergs Torjäger verwandelte mit dem rechten Fuß artistisch zum 1:0. Doch damit nicht genug: Nur zwei Minuten später nutzte Schellenberger eine Verwirrung in der TSG-Abwehr aus und schoss mit links das 2:0.

Schellenberger reichte das noch immer nicht, er hatte gegen die geschockte TSG in der elften Minute eine weitere Großchance. Doch Hofherrnweilers Torwart parierte. Erst nach einer guten Viertelstunde erholte sich das Team aus dem Aalener Ortsteil und zeigte in der Folgezeit eine richtig gute Partie.

Demirtzoglou verletzt vom Platz

Leider verletzte sich Burgbergs Leistungsträger Panagiotis Demirtzoglou in der 20. Minute bei einem Zweikampf und musste vom Platz.

Der FV zog sich zurück und konnte kaum noch für Entlastung sorgen, während die Überlegenheit der TSG größer wurde. Trotzdem sendete Schellenberger in der 24. Minute ein Lebenszeichen für die Burgberger, doch nach Vorlage seines Sturmpartners Michael Kloos fischte Kepura seinen Schuss aus dem Winkel. Nach der vierten Ecke für die TSG war es dann in der 26. Minute soweit, als Luca Weiland einen abgelegten Ball volley aus kurzer Entfernung zum 2:1-Anschlusstreffer nutzen konnte. Hofherrnweiler stürzte den FV daraufhin von einer Verlegenheit in die andere.

Burgbergs Torhüter Herkommer rettete mehrmals in grandioser Manier, sodass die Führung zur Halbzeit noch Bestand hatte. Nach dem Wechsel war Burgberg weiter nur mit verteidigen beschäftigt. Herkommer hielt sein Team mit tollen Paraden im Spiel.

Starke Paraden der Torhüter

Unermüdlich drückte die TSG aufs Tempo und trotzdem hatten die Burgberger in der 73. Minute die große Chance zur Vorentscheidung. Aber Hofherrnweilers Torwart parierte grandios gegen Schellenberger.

Beim unmittelbar folgenden Gegenangriff wurde Hannes Melzer schön freigespielt und diesmal war selbst Herkommer machtlos und der Ball zappelte zum überfälligen 2:2-Ausgleich im Netz (74.). Nachdem Herkommer in der 80. Minute abermals in höchster Not rettete, landete der anschließende Eckstoß bei Weiland, der zum 2:3 einköpfen konnte.

Noch eine Chance zum Schluss?

In der 82. Minute legte Maurice Kurz den nächsten Treffer für die TSG nach, als er entschlossen nach innen zog und sein toller Schrägschuss aus zwanzig Metern unhaltbar zum 2:4 einschlug.

Damit schien alles entschieden, doch es wurde noch einmal spannend: Nach dem Platzverweis für Hofherrnweilers Kai Schiefgen (88.) kam der FV in der Nachspielzeit durch den Kopfball von Marcel Hartmann noch einmal auf 3:4 heran. Noch war eine gute Minute zu absolvieren, doch die Burgberger schafften keinen weiteren Angriff und die Niederlage war besiegelt.

FV-Coach Guiseppe Donato lobte sein Team trotzdem: „Die Mannschaft kann stolz auf sich sein, denn unsere personelle Situation wurde nach der frühen Verletzung von Demirtzoglou noch verschärft. Der Sieg für die TSG ist verdient.“

Torhüter Jonas Herkommer, neben Torschütze Schellenberger der beste Mann bei den Burgbergern, fasste entspannt zusammen: „Irgendwie ist die Relegation nicht so unser Ding.“

FV Burgberg: Herkommer – Hammerschmidt (76. Hermann), Gulino, Akin, Johannes – Hatzenbühler, Demirtzoglou (23. Hartmann), Kai Killgus, Sven Killgus – Kloos, Schellenberger.

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