Sontheim/Brenz Das Tor zur Landesliga steht für den FV Sontheim weit offen

Schon 102 Tore erzielten die Sontheimer in dieser Saison. Auch gegen Neresheim wollen sie (wie hier Michael Kastler im Bezirkspokalfinale) auf ihre Offensivqualitäten setzen.
Schon 102 Tore erzielten die Sontheimer in dieser Saison. Auch gegen Neresheim wollen sie (wie hier Michael Kastler im Bezirkspokalfinale) auf ihre Offensivqualitäten setzen. © Foto: Christian Thumm
Sontheim/Brenz / Thomas Grüninger 08.06.2018
Rekordkulisse und Kaiserwetter: Der FV Sontheim hofft am Sonntag (15 Uhr) beim entscheidenden Spiel um die Bezirksliga-Meisterschaft gegen den SV Neresheim aufs große Fest.

Temperaturen um 30 Grad sind angesagt, eine Rekordkulisse von möglicherweise über 500 Zuschauern wird erwartet: Alles ist angerichtet für den geplanten Festtag des FV Sontheim, der eine einzigartige Serie von 13 Siegen hintereinander einschließlich des Gewinns des Bezirkspokals am Sonntag um 15 Uhr gegen den SV Neresheim mit Meisterschaft und Aufstieg krönen will.

Ganz weit steht die Tür zur Landesliga den Sontheimern offen: Angesichts der Tatsache, dass der FV bei Punktgleichheit gegenüber dem Rivalen SV Waldhausen acht Treffer Vorsprung hat, sollte den Brenztälern eigentlich ein Sieg gegen den SV Neresheim reichen. „Normalerweise ja, aber man hat ja schon die unmöglichsten Situationen erlebt“, schränkt Erdal Kalin allerdings ein.

„Wir wollen nichts geschenkt“

Gleichwohl geht der Sontheimer Trainer nicht davon aus, dass es am Ende zu Ergebnissen kommt, die kaum nachvollziehbar sind. Zwar steht weder für Neresheim noch für Waldhausens Kontrahenten Ellwangen viel auf dem Spiel, aber Kalin hofft, dass am Finaltag alle Mannschaften nochmals Vollgas geben. „Auch wir wollen nichts geschenkt“, betont er.

„Stets heiße Duelle“

Da Ellwangen über die zweitbeste Defensive der Liga verfügt (34 Gegentore) dürfte es für Waldhausen zudem schwer werden, den Tore-Rückstand aufzuholen.

Die Sontheimer wissen aber, dass sie gegen Neresheim morgen keinen leichten Stand haben werden. Die Klosterstädter hatten zuletzt einen starken Lauf. „Es waren immer heiße Duelle gegen Neresheim, und das wird uns auch diesmal erwarten. Aber wir werden gut eingestellt und hochkonzentriert ins Spiel gehen“, sagt Kalin.

Mit der zu erwartenden großen Kulisse werde man klarkommen, auch wenn man vielleicht „ein bisschen nervöser“ als sonst ins Spiel gehe, ist der Trainer überzeugt. In Partien dieser Art habe sich der FV schließlich schon mehrfach bewährt – sei es in den Relegationsspielen im Vorjahr oder auch im Bezirkspokal. „Wir haben uns da eine gewisse Reife zugelegt. Mentalität war immer unsere Stärke“, sagt Kalin.

Mattick fehlt, Gentner hofft

Personell muss der Trainer Marcus Mattick (Zerrung) ersetzen. Mit Daniel Gentner (19 Tore) droht ein weiterer wichtiger Spieler wegen einer Bänderverletzung am Knöchel auszufallen. Doch bei ihm hofft Kalin noch: „Aber er muss hundertprozentig fit sein. Wir werden kein Risiko eingehen.“

Für den Trainer wäre es natürlich eine Riesensache, sollte er sich morgen mit der Meisterschaft zum Verbandsligisten Essingen verabschieden. Schon im Vorjahr hätte sich der FV mit einer nachösterlichen Serie fast noch in die Landesliga gespielt. Dieses Versäumnis nachzuholen, ist nun Kalins letzte Mission.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel