Burgberg Aufstiegstraum und Abschiedsgefühl in Burgberg

Giuseppe Donato (links, hier mit Co-Trainer Norbert Feldmann) will sich mit dem Bezirksliga-Aufstieg vom FV Burgberg verabschieden. Am Mittwoch beginnt die Relegationsserie.
Giuseppe Donato (links, hier mit Co-Trainer Norbert Feldmann) will sich mit dem Bezirksliga-Aufstieg vom FV Burgberg verabschieden. Am Mittwoch beginnt die Relegationsserie. © Foto: Rudi Weber
Burgberg / Thomas Grüninger 13.06.2018
Der FV Burgberg trifft am Mittwoch (18 Uhr) in Dorfmerkingen auf den TSV Adelmannsfelden. Weil Trainer Donato zu lange mit einer Zusage zögerte, plant der Verein ohne ihn weiter.

Dreimal muss der FV Burgberg noch gewinnen, um sich den Traum von der postwendenden Rückkehr in die Bezirksliga zu erfüllen. Der beschwerliche Weg beginnt für den Vizemeister der Kreisliga A, Staffel 3, am Mittwochabend (18 Uhr) in Dorfmerkingen gegen den Zweiten der Staffel 2, TSV Adelmannsfelden. Sollte der FVB gewinnen, ginge es am Samstag gegen den TSV Hofherrnweiler II (Vizemeister der Staffel 1) weiter (16 Uhr in Elchingen), dann wäre am Donnerstag, 21. Juni, als letzte Hürde noch der Viertletzte der Bezirksliga, der TSV Heubach, aus dem Weg zu räumen.

Der FVB ist „gut gerüstet“

Drei Spiele innerhalb von gut einer Woche, in denen allesamt auch eine Verlängerung möglich ist: Da könnte nochmals ordentlich Stress auf die Burgberger Fußballer zukommen. Das aber kann Trainer Giuseppe Donato nicht sonderlich schrecken.

„Wir wissen, wie das ist. Im Mai hatten wir auch schon sieben Spiele zu bestreiten“, sieht er sein Team „gut gerüstet“. Zumal die Fußballer vom Stettberg am letzten Spieltag der Punkterunde spielfrei waren, somit zehn Tage Pause hatten und personell nun fast wieder aus dem Vollen schöpfen können.

Zusage blieb zu lange aus

Etwas kurios ist allerdings, dass für Donato nach der Relegation auf jeden Fall in Burgberg Schluss sein wird. Beim FVB sei man mit der sportlichen Bilanz (Platz zwei mit stattlichen 71 Punkten) zwar zufrieden gewesen, betonte Fußball-Abteilungsleiter Pascal Schlumberger, letztlich aber wollten die Funktionäre Planungssicherheit für die neue Saison, eine Zusage Donatos ließ aber aus deren Sicht zu lange auf sich warten.

Vor wenigen Tagen entschloss sich die Abteilungsführung deshalb, mit dem bisherigen Coach nach der Saison nicht mehr weiterzumachen. Donato wurde die Wahl gelassen, den FVB in der Relegation noch zu coachen oder schon nach Abschluss der Punkterunde aufzuhören.

„Professionelles Verhalten“

Für den Trainer indessen war das keine Frage: Er will sich noch bis zum letzten Spiel mit vollem Einsatz zur Verfügung stellen. „Es war super, dass wir die Saison mit dem zweiten Platz abschlossen. Da lasse ich die Jungs jetzt nicht hängen. Ich will mich professionell verhalten“, sagt er.

Bis Ende vergangener Woche hätte er sich eigentlich entscheiden sollen, ob er in Burgberg bleibt. Schon Mitte April habe es Vorgespräche gegeben, sagt Abteilungsleiter Schlumberger: „Wir wollten sicher gehen, dass wir auch kommende Saison mit ihm planen können.“ Die Bedenkzeit des Trainers habe sich jedoch auf sieben Wochen ausgedehnt und als es auch Ende vergangener Woche noch immer keine Zusage gab, habe man sich entschieden, nach einem neuen Coach Ausschau zu halten.

Als Grund für die lange Bedenkzeit nannte Donato ein höherklassiges Angebot eines anderen Vereins. Er habe sich erst voll auf die Aufgaben beim FV Burgberg konzentrieren wollen, ehe er seine Entscheidung treffe, begründet er seine Sicht. Ein Stückweit sei es nachvollziehbar, dass sein jetziger Verein Planungssicherheit haben wollte. „Andererseits hätte man ja auch noch ein paar Tage warten können“, schränkt er ein.

Eigene Spielweise aufzwingen

Nun hofft er, sich mit dem Bezirksliga-Aufstieg verabschieden zu können. Beim ersten Gegner, TSV Adelmannsfelden, handle es sich um eine „junge, hungrige Mannschaft“, die voriges Jahr aus der Kreisliga B aufstieg und jetzt gleich in die Bezirksliga durchmarschieren will.

Sehr intensiv habe er sich mit dem Kontrahenten im Vorfeld allerdings nicht beschäftigt. „Wir müssen zu hundert Prozent dem Gegner unsere Spielweise aufzwingen“, fordert Donato.

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