Heidenheim Bezirksliga-Extreme: Traumstart für Nattheim, Kaltstart für Milan

Senkrechtstart in die neue Bezirksliga-Saison: Die Nattheimer Trainer Klaus Beyrle (links) und Thomas Lieb haben derzeit allen Grund zur Zufriedenheit.
Senkrechtstart in die neue Bezirksliga-Saison: Die Nattheimer Trainer Klaus Beyrle (links) und Thomas Lieb haben derzeit allen Grund zur Zufriedenheit. © Foto: Markus Brandhuber
Heidenheim / Thomas Grüninger 07.09.2018
Während Fußball-Bezirksligist TSG Nattheim ohne Punktverlust ist, wartet Aufsteiger Milan Heidenheim noch auf ein Erfolgserlebnis.

Eingerahmt von zwei Vereinen aus dem Kreis Heidenheim präsentiert sich die Tabelle der Fußball-Bezirksliga nach drei Spieltagen. Die TSG Nattheim grüßt verlustpunktfrei mit neun Zählern und makelloser 8:0-Torbilanz vom Gipfel, der AC Milan Heidenheim steht als Aufsteiger nach drei Niederlagen und 1:8 Treffern schon frühzeitig mit dem Rücken zur Wand.

Extrem wie die Auftakt-Ausbeute ist auch die Stimmung bei beiden Klubs. In Nattheim gibt sich Trainer Klaus Beyrle, der gemeinsam mit Thomas Lieb die TSG coacht und zuletzt urlaubsbedingt bei zwei Spielen seinen Kollegen allein lassen musste, betont sachlich. Man sei froh, mit neun Punkten aus den ersten drei Spielen gestartet zu sein, wisse aber auch, dass es schnell in die andere Richtung gehen könnte, sollte die Konzentration nachlassen.

Warnschuss zur rechten Zeit

Dass dieser Senkrechtstart gelang, ist nach Meinung des Trainers auch auf die gute Vorbereitung zurückzuführen, an deren Ende mit dem Pokal-Aus gegen Niederstotzingen freilich ein kleiner Makel stand. „Vielleicht war das ein heilsamer Schock“, mutmaßt Beyrle, den in den ersten drei Spielen vor allem auch die starke Abwehrleistung beeindruckt hat. Nur Neresheim (6:0 Tore) ist wie die TSG in den ersten drei Partien ohne Gegentreffer geblieben.

Am Sonntag beim TV Neuler (15 Uhr) hofft der TSG-Coach auf die Fortsetzung des guten Laufes, sieht auf sein Team aber eine schwere Aufgabe zukommen: „Neuler kann schnell umschalten und tritt vor allem zu Hause sehr kampfstark auf.“ Neben den langzeitverletzten Marco Pfeffer (Kreuzbandriss) und Max Horsch (Bänderriss) wird am Sonntag nochmals Urlauber Robin Schürle fehlen.

„Ganz schwierige Situation“

Während es in Nattheim wenig Grund zum Klagen gibt, sieht sich Trainer Dusko Cuckovic beim AC Milan Heidenheim einer „ganz schwierigen Situation“ ausgesetzt. Nach drei Niederlagen braucht der Aufsteiger am Sonntag in Lauchheim (15 Uhr) dringend ein Erfolgserlebnis.

Doch die personellen Vorzeichen sind nach wie vor ungünstig. Mit Salvatore Lo Giudice (Verdacht auf Bänderriss) und Arkin Gülperi (Leistenprobleme) fehlen wichtige Akteure, angeschlagen ist zudem Sercan Tunceli. Max Horst fällt am Sonntag aus privaten Gründen aus. „Ich hoffe, dass es uns gelingt, mal in Führung zu gehen. Das wäre sicherlich gut fürs Selbstvertrauen“, sagt Cuckovic.

Gerstetten empfängt Ellwangen

Als einziger Bezirksligist aus dem Kreis Heidenheim hat am Sonntag der VfL Gerstetten Heimrecht. Auf dem Sportgelände an der Altheimer Steige ist der noch punktlose Tabellenvorletzte FC Ellwangen zu Gast. Die TSG Schnaitheim hofft bei der SG Bettringen, die bisher alle drei Spiele gewann, auf Zählbares. Ebenfalls noch ohne Punktverlust ist der SV Neresheim, der seine Visitenkarte beim SV Wört abgibt (Spielbeginn jeweils um 15 Uhr).

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