Abbruch Bengaols bei Jugendspiel: SV Bolheim verhängt Sanktionen

Fünf Vereinsmitglieder sind auf Bewährung.
Fünf Vereinsmitglieder sind auf Bewährung. © Foto: Adobestock
Bolheim / Edgar Deibert 04.01.2018
Das Zünden von Bengalos und ein Böllerwurf hat für fünf Mitglieder des Vereins Konsequenzen.

Das Verhalten von fünf jungen Mitgliedern bei einem Jugendspiel hat den Gesamtverein SV Bolheim beschäftigt.

Im Detail ging es um die Vorfälle, die sich am 11. November des vergangenen Jahres während der A-Junioren-Partie der SG Herbrechtingen/Bolheim gegen die SG Härtsfeld/Kösingen ereigneten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden auf dem Balkon des Vereinsheims des SVB Bengalos gezündet, kurze Zeit später vom Balkon aus ein Böller geworfen, der in der Nähe des Spielfeldes detonierte, weswegen die Partie auch kurz unterbrochen werden musste.

Ein Betreuer aus dem Trainerteam der Gastgeber litt unter den Folgen des Böllerwurfs, beim betreffenden Spiel musste er mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Detonation des Böllers sei ein Schock gewesen.

Im Zusammenhang mit einer Vorerkankung wurde der medizinische Einsatz notwendig. Inzwischen gehe es ihm aber besser, erklärte er gestern gegenüber der HZ. Die Polizei nahm zudem Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung auf, diese dauerten noch an, so ein Polizeisprecher.

Während das Sportgericht des Fußballbezirks Kocher/Rems gegen den SV Bolheim wegen „Vernachlässigung der Platzdisziplin“ eine Geldstrafe in Höhe von 80 Euro aussprach, gibt es nun gegen die fünf betreffenden Mitglieder auch vereinsinterne Sanktionen, die am 2. Januar auf einer außerordentlichen Hauptauschusssitzung beschlossen wurden. Anwesend waren Vertreter aller zehn Abteilungen des SVB.

Zunächst auf Bewährung

So sind die fünf Verantwortlichen, die Teil der ersten und zweiten Herrenmannschaft sind, bis 31. März vom Spielbetrieb ausgeschlossen, erklärt Uwe Keßler, Vorstandsvorsitzender des SV Bolheim. Dem Vernehmen nach soll auch ein Vereinsausschluss in der Schwebe gestanden haben. Nun bleiben die fünf jungen Männer Vereinsmitglieder, zunächst auf Bewährung wie Keßler sagt.

Darüber hinaus soll es weitere Sanktionen geben. Welche das genau sind, möchte der Verein nicht in die Öffentlichkeit tragen, so Keßler weiter, der betont, dass die fünf Übeltäter ihr Verhalten „deutlich bereut“ hätten. Zudem handle es sich um Mitglieder, die sich sonst in der Abteilung viel engagierten.

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