FCH Ben Halloran feiert Weihnachten in der Sonne

Zu Weihnachten am Strand: Ben Halloran.
Zu Weihnachten am Strand: Ben Halloran. © Foto: privat/Christian Thumm
Fußball / Tina Lischka 23.12.2017
Der FCH-Mittelfeldspieler Ben Halloran entkommt über Weihnachten der Kälte, weil er in seiner Heimat Australien feiert.

Weihnachten am Strand, es hat 30 Grad und zu essen gibt es Meeresfrüchte. Das klingt exotisch und ungewohnt – nur nicht für Ben Halloran vom 1. FC Heidenheim. Der Australier lebt zwar seit 2013 in Deutschland, fliegt aber jedes Jahr über Weihnachten in die Heimat – nach Down Under zu seiner Familie.

Ganz schön stressig, wenn man bedenkt, dass ihm in diesem Jahr nur eine Woche in Brisbane bleibt. Denn: Das letzte Spiel für den FCH vor der Weihnachtspause, das DFB-Pokal-Achtelfinale, war noch in dieser Woche am Mittwoch – und im Januar geht's direkt mit dem Training weiter. Deshalb kommt Halloran erst am 23. Dezember um 6 Uhr morgens in Australien an. Zurück nach Deutschland geht's für den 25-jährigen Mittelfeldspieler bereits am 31. Dezember.

Zu Silvester im Flieger

„Silvester verbringe ich in der Luft“, sagt er. Schlimm findet er das aber nicht. Silvester bedeutet ihm nicht so viel, Weihnachten hingegen schon: „Es ist mir unheimlich wichtig, an Weihnachten bei der Familie und den Freunden zu sein.“

Seitdem er in Deutschland lebt, war Halloran deshalb an den Feiertagen immer zu Hause. Nur im ersten Jahr hat ihn seine Familie zu Weihnachten in Deutschland besucht. „Da war es noch neu und etwas besonderes, in Europa zu leben“, erklärt der Australier. Mittlerweile ist er es schon gewohnt, in kürzester Zeit so eine lange Strecke zurückzulegen und danach direkt wieder ins Training einzusteigen.

Jetlag ist Halloran gewohnt

Auch der Jetlag ist nichts Neues für ihn: Nach seinem Wechsel zum 1. FC Heidenheim 2015 war er noch einmal für die australische Nationalmannschaft unterwegs und ist innerhalb einer Woche um die halbe Welt geflogen. Von Deutschland ging es nach Dubai, weiter nach Australien, zurück nach Dubai, dann nach Tadschikistan, wieder nach Dubai – und dann nach Heidenheim zu den Punktspielen.

Kaum Pause vor dem Training

So ähnlich wird es auch nach Weihnachten für ihn sein. Einen Tag hat er nach seiner Ankunft Zeit, dann ist wieder Training angesagt. Aber: Es ist das einzige Mal im Jahr, dass der 25-Jährige Zeit hat, seine Familie zu besuchen. Deshalb nimmt der Fußballer die Reisestrapazen auch gerne auf sich. „Wenn ich weniger Zeit als eine Woche in Australien hätte, dann würde ich vielleicht noch einmal drüber nachdenken“, sagt er.

Sein Weihnachtsfest in der Heimat geht dann ganz stressfrei zu, an Heiligabend wird nicht gefeiert. Und die Geschenke? Die gibt's bei der Bescherung am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags, natürlich unter einem Weihnachtsbaum.

Mittagessen am Strand

„Danach fahre ich mit meiner Familie oft zum Strand und wir machen dort ein großes Mittagessen“, so Halloran. Zu essen gibt es Garnelen, andere Meeresfrüchte und Kartoffelsalat mit viel Essig und Petersilie. „Der schmeckt anders als hier“, vergleicht er. Auch sonst feiere man Weihnachten nicht „so traditionell“ wie in Deutschland: „Es gibt keine Gänsekeule oder Weihnachtsmärkte.“ Wenn es die Zeit zulässt, unternimmt Halloran auch noch etwas mit Kumpels und sie fahren gemeinsam zu einem anderen Strand, an dem sie dann für ein paar Tage bleiben. Dafür wird es in diesem Jahr aber nicht reichen.

Außerdem muss der Fußballer auch in Australien sein Laufprogramm absolvieren. Ganz so komfortabel wie er dürften es die daheimgebliebenen FCH-Spieler dabei allerdings nicht haben. „Es ist schön, nur in Badehose am Strand zu laufen.“

Erst heißt, dann kalt

In seiner Heimat ist es schließlich Sommer. Die Klimaumstellung sei bei einer Woche aber durchaus machbar. Dennoch erinnert er sich an einen Rückflug aus Sydney vor wenigen Jahren, bei dem der Unterschied mehr als deutlich zu spüren war. „In Sydney hatte es 35 Grad“, sagt er. Dann kam er im eiskalten München an und musste in kurzen Hosen und Sandalen durch kniehohen Schnee laufen, um zu seinem Auto zu gelangen.

Mittlerweile ist es Hallorans fünftes Jahr in Deutschland, weshalb er auch an die Weihnachtszeit im Winter gewöhnt ist. „Ich mag es sehr, wenn es eiskalt ist und Weihnachten so traditionell gefeiert wird. Das finde ich cool. Bei uns ist es einfach immer warm“, sagt Halloran und lacht.

Wie andere Fußballer des FCH Weihnachten feiern, lesen Sie auf Seite 39 der heutigen Ausgabe.

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