2. Liga FCH trainiert Defensivverhalten vor 17 Fans

Training unter Palmen: Mit zwei Einheiten begann der FCH gestern sein Vorbereitungsprogramm im spanischen Quartier. Alles hört auf das Kommando von Trainer Frank Schmidt.
Training unter Palmen: Mit zwei Einheiten begann der FCH gestern sein Vorbereitungsprogramm im spanischen Quartier. Alles hört auf das Kommando von Trainer Frank Schmidt. © Foto: Matthias Koch
Heidenheim/Oliva / EDGAR DEIBERT 10.01.2017
2. Liga: Der 1. FC Heidenheim absolvierte am Montag seine erste Trainingseinheit vor den mitgereisten Fans. Der erkrankte Mathias Wittek blieb allerdings im Hotel.

Knapp 1800 Kilometer entfernt vom heimischen Stadion trainiert der 1. FC Heidenheim momentan. Und doch lassen einige Dinge heimatliche Gefühle aufkommen. Zum einen sind 17 mitgereiste Fans vor Ort in Olíva, die vor der Nachmittagseinheit am Montag Banner und FCH-Schals aufhängten, um ihre Mannschaft zu unterstützen.

Zum anderen ist da Trainer Frank Schmidt, der trotz der Urlaubsumgebung höchste Professionalität fordert – nicht nur von den Spielern. Ein Zaungast, der in der Nähe des Trainingsgeländes wohnt und mit einer Zigarre aufs Trainingsgelände geschlendert kam, bekam dies unmittelbar mit. Höflich wurde er darauf hingewiesen, dass der Heidenheimer Coach es nicht gerne sieht, wenn am Platz geraucht wird.

Auf dem Rasen wiederum stand am Nachmittag das Defensivverhalten im Mittelpunkt. Den Körperschwerpunkt finden, fintieren und wie man sich zum Ball stellt, wenn ein Gegenspieler angerannt kommt. Schmidt verteilte Lob und tadelte auch immer wieder seine Schützlinge. „Danke, Titsch. Danke, dass du uns gezeigt hast, wie man es nicht macht“, griff der FCH-Trainer immer wieder korrigierend ein. Nicht mit dabei war allerdings Mathias Wittek, der am Nachmittag krank im Hotel blieb. Zudem absolvierte Denis Thomalla, der sich im Testspiel gegen Ingolstadt eine Verstauchung im Bereich des Kniegelenks zugezogen hatte, eine Einheit im Kraftraum. Tim Kleindienst (hatte muskuläre Probleme) stieg dagegen wieder voll ins Training ein.

Die Fans jedenfalls bekamen einen interessanten Einblick, wie es hinter den Kulissen des Profigeschäfts Fußball aussieht. Abseits der Kameras. Wobei, auch die Anhänger knipsten und filmten fleißig. Nur wenige Meter entfernt von den schwitzenden Fußballern. Nur eines wurde – nicht ganz ernst gemeint – bemängelt: „Jetzt fehlt nur noch die Stadionwurst“, so eine FCH-Anhängerin. Kevin Müller jedenfalls kann sich mit der Situation sehr gut anfreunden. „Es ist schön, dass uns die Fans unterstützen und die Reisestrapazen auf sich nehmen und dafür sogar extra Urlaub nehmen“, so der Torhüter, der anfügte: „Das gibt natürlich auch ein Stück weit ein Heimatgefühl.“

Der FCH sei dem kalten Wetter zu Hause entflohen, um sich bei angenehmen Temperaturen und sehr guten Bedingungen auf die Rückrunde vorzubereiten, so Müller weiter. „Es ist wichtig, dass wir in dieser Woche enger zusammenrücken“, fügte Marc Schnatterer an. „Wir haben ein paar junge Spieler dabei und Hauke Wahl als Neuzugang“, so der Kapitän. „Trotz der kurzen Pause wollen wir uns als Mannschaft erneut finden.“

Die Probleme beim Abflug am Sonntag aus München hat der 31-Jährige schnell abgehakt. „Das sind Sachen, die wir nicht beeinflussen können. Es war aber ein relativ kurzer Abend, weil jeder müde war“, so Schnatterer über den Anreisetag.

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