Fußball Zwei spielstarke Kontrahenten

Simon Wilske vom TSV Ilshofen führt den Ball im letzten Saisonspiel gegen Rutesheim. Am Sonntag steht das Relegationshinspiel beim Freiburger FC an.
Simon Wilske vom TSV Ilshofen führt den Ball im letzten Saisonspiel gegen Rutesheim. Am Sonntag steht das Relegationshinspiel beim Freiburger FC an. © Foto: Hartmut Ruffer
Ilshofen / Viktor Taschner 16.06.2018

Als „ereignisreich“ kann man die Saison des TSV Ilshofen mit Sicherheit bezeichnen. Vizemeisterschaft in der Verbandsliga Württemberg, WFV-Pokalfinalist und nun Relegationsteilnehmer um den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. „Das ist speziell, vor allem jetzt die Relegation. Für mich persönlich ist es die erste Relegation in meiner Karriere“, sagt Ilshofens Spielertrainer Ralf Kettemann.

Für den Aufstieg müssen die Hohenloher aber den Freiburger FC aus dem Weg räumen. Die Breisgauer haben sich als Vizemeister Südbadens in zwei Spielen gegen das nordbadische Heddesheim durchgesetzt (3:0 und 2:0). Für den FFC ist es das zweite Relegationsduell mit einem württembergischen Vertreter: In der Vorsaison siegten die Freiburger zunächst bei der TSG Backnang mit 3:2, verloren aber das Rückspiel im eigenen Stadion mit 1:4. „Ich habe die Mannschaft jetzt in Heddesheim und letztes Jahr in Backnang gesehen. Das ist ein richtig guter Gegner mit Tempo und Spielwitz“, analysiert Kettemann. Der Ilshofener Spielertrainer hebt Freiburgs Torjäger Marco Senftleber (36 Tore) und Mittelfeldgestalter Mike Enderle (14 Tore) beim Gegner hervor.

Kettemann will im Hinspiel in Freiburg nicht auf Ergebnis spielen. „Wir wollen nicht zu zurückhaltend sein, sondern auch gestalten, aber wenn man vielleicht in Rückstand gerät, dann sollte man nicht komplett aufmachen“, denkt er schon ans Rückspiel in Ilshofen am kommenden Sonntag. Sollten die Ilshofener in Freiburg ins Tor treffen, könnte das am Ende mitentscheidend sein: Im Relegationsduell wird die „Europapokalregel“ angewendet, nach der auswärts erzielte Tore doppelt zählen.

Anreise einen Tag vorher

Um die Belastung durch die weite Reise nach Freiburg zu verteilen, wird die Ilshofener Mannschaft bereits am Samstag gen Süden fahren und in Freiburg im Hotel übernachten. „Ich finde, dass es besser so ist, als vor dem Spiel vier Stunden lang im Bus zu sitzen. Und die Mannschaft hat sich das auch verdient, schließlich haben wir im Pokal auch Geld eingenommen“, sagt Kettemann.

Auch der Cheftrainer des Freiburger FC, Ralf Erkert, hat sich über den Gegner informiert. „Wir haben bei Trainern aus der Region nachgefragt und auch alles im Internet gelesen“, so Erkert. Ilshofen sei, wie seine Mannschaft auch, ein Team, das über das Spielerische kommt. „Wir beide sind in der Fairnesstabelle der jeweiligen Verbandsliga auf Platz 1, das sagt schon einiges aus.“ Das Herzstück sei Spielertrainer Kettemann. „Ilshofen ist schon der große Favorit. Wenn sie ihren Etat von 400 000 Euro durch drei teilen, dann haben sie unseren“, sagt Erkert.

Dem FFC wird Stammspieler Elias Reinhardt fehlen. Bei Ilshofen fällt Kapitän Jannis Gehring weiterhin aus. Im letzten Spiel gegen Rutesheim hat sich auch noch Benjamin Kurz am Knie verletzt. „Er kann in Freiburg nicht spielen. Im Optimalfall wäre er im Rückspiel wieder dabei“, so Kettemann.

Info Freiburger FC – TSV Ilshofen, Sonntag, 13.30 Uhr, Contempo-Stadion, Robert-Ruh-Weg 1

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