Pforzheim TSV Ilshofen zu Gast beim DFB-Gründungsmitglied

Der Ilshofener Daniel Schelhorn wird von zwei Spielern der Stuttgarter Kickers attackiert. Der TSV unterliegt in seinem Heimspiel dem ehemaligen Bundesligisten mit 0:1.
Der Ilshofener Daniel Schelhorn wird von zwei Spielern der Stuttgarter Kickers attackiert. Der TSV unterliegt in seinem Heimspiel dem ehemaligen Bundesligisten mit 0:1. © Foto: Joachim Mayershofer
Ilshofen / Hartmut Ruffer 05.10.2018
Der TSV Ilshofen muss morgen wieder reisen. Er tritt in der Oberliga beim 1. CfR Pforzheim an, der eine außergewöhnliche Historie hat.

Geht es um den kommenden Gegner des TSV Ilshofen, fällt zunächst die ungewöhnliche Bezeichnung auf: CfR steht für „Club für Rasenspiele“. Der Verein, der in seiner vierten Saison in der Oberliga spielt, entstand im Jahre 2010 durch die Fusion des VfR Pforzheim mit dem 1. FC Pforzheim. Und Letztgenannter hat eine große Historie: Der 1. FC gehörte zu den 86 Gründungsvereinen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Die Geschichte ist für Ralf Kettemann eine nette Anekdote, mehr nicht. Der Spielertrainer hat mit seinem Verein zuletzt zweimal 0:1 verloren (in Neckarsulm und gegen die Stuttgarter Kickers). „Die Niederlagen tun schon weh, andererseits können wir damit schon realistisch umgehen. In beiden Partien haben wir auf ähnlichem Niveau agiert wie der Gegner.“

Respekt vor dem TSV

Das wiederum ist kein explizit ausgesprochenes Lob, aber es kann so gedeutet werden. Ilshofen hat auch dem Meisterfavoriten Kickers die Stirn geboten. Das hat in der Oberliga mittlerweile die Runde gemacht. So sagt Pforzheims Trainer Gökhan Gökce: „Ilshofen ist eine sehr gute Mannschaft, die sehr diszipliniert spielt.“ Er verweist besonders auf die lediglich neun Gegentreffer der Ilshofener.

Gökces Mannschaft war am Mittwoch im badischen Pokal im Einsatz, unterlag dem Regionalligisten Waldhof Mannheim mit 0:1, zeigte dabei aber ein beherztes Spiel. „Pokal und Liga, da ist schon ein Unterschied“, meint Gökce und warnt sein Team davor, den TSV Ilshofen zu unterschätzen.

In der Liga trennt die beiden Vereine momentan nur ein Punkt (Pforzheim 13, Ilshofen 12), der 1. CfR hatte zuletzt enorme Abschlussprobleme, vergab reihenweise hervorragende Gelegenheiten. „Daran haben wir gearbeitet, auch wenn man den Druck im Training kaum simulieren kann“, schränkt Gökce ein.

Ralf Kettemann muss möglicherweise auf Niklas Wackler verzichten (grippaler Infekt). Er ist mit dem bisherigen Auftreten seiner Mannschaft „voll zufrieden, alles andere wäre ja verrückt. Aber das muss auch eine Warnung für uns sein. Wir haben bislang mehr erreicht als viele gedacht haben, aber wir stecken dennoch mittendrin im Abstiegskampf.“

Info 1. CfR Pforzheim – TSV Ilshofen, Samstag, 15.30 Uhr

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