Jugendfußball Würzburger Kickers gelingt Überraschung

In der Vorrunde schlagen die Würzburger Kickers (rote Trikots) den FSV Hollenbach mit 3:1 und holen sich dann später sogar noch den Turniersieg in Mulfingen.
In der Vorrunde schlagen die Würzburger Kickers (rote Trikots) den FSV Hollenbach mit 3:1 und holen sich dann später sogar noch den Turniersieg in Mulfingen. © Foto: Ralf Mangold
Mulfingen / Roberto-Fabio Nobile 09.01.2018

Die großen Überraschungen beim A-Jugendturnier am Samstag waren eben die Würzburger (Bayernliga) und die Spvgg Ansbach (Landesliga Nord), die als Außenseiter Erster und Dritter wurden. „Es ist schön, dass ein Verein aus der Region gewonnen hat. Man sieht, dass auch Underdogs gegen die Bundesligisten mithalten können“, sagte Linda Hener, stellvertretende Pressesprecherin von Turniernamenssponsor EBM-Papst.

In einem dramatischen Finale besiegte Würzburg schließlich Bayer Leverkusen mit 2:1 nach Verlängerung. Spannender geht es kaum. Eine Minute vor dem Ende gelang dem Leverkusener Bernard Bukusi der Führungstreffer. Doch es war nur scheinbar die Entscheidung. Denn nur wenige Sekunden danach erzielte Fabio Bozesan der Ausgleich. Eine Sekunde vor dem Ende machte Hamed Saleh dann den Siegtreffer der Würzburger.

Mit dem SC Heerenveen (Niederlande), dem FC St. Gallen (Schweiz) und dem FC Watford (England) waren in diesem Jahr gleich drei internationale Mannschaften im Teilnehmerfeld. „Die Internationalisierung des Turniers hat sich bewährt. Es könnte ein Erfolgsrezept für die Zukunft sein“, sagte Kai Halter, Marketingleiter bei EBM-Papst. Die Besucher in der ausverkauften Gerhard-Sturm-Halle sahen einmal mehr hochklassigen Jugendfußball und viele Tore auf dem Kunstrasen.

Mit dem FC Watford und dem SC Heerenveen schafften zwei der drei Teams aus dem Ausland auch den Sprung in das Viertelfinale. Für den FC St. Gallen war bereits nach der Vorrunde Schluss. „Ich bin trotzdem zufrieden“, sagte Trainer Brunello Iacopetto. „Wir waren keinem Team komplett unterlegen. Bei uns war einfach die Chancenverwertung zu schwach“, sagte er. „Grundsätzlich ist es aber ein super Turnier. Sehr gut organisiert.“

Wie für Schweizer war das Turnier für den FSV Hollenbach, Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf nach der Gruppenphase beendet. Die Hollenbacher hatten sich über den Jako-Cup in Niederstetten als zweiter regionaler Qualifikant einen Startplatz gesichert. Nach nervösem Beginn kam das Team aus der Verbandsstaffel nie richtig in Tritt, zeigte nur gegen Hannover eine ansprechende Leistung und schied mit lediglich einem Punkt aus.

In der Vorrunde hatten vor allem Bayer Leverkusen, der SC Freiburg und auch der Qualifikant Spvgg Ansbach (Sieger des RBKJ-­Cups in Mulfingen) überzeugt. „Ich denke, wir haben uns gut verkauft“, sagte Trainer Duane Collins. Die Bayern spielten erfrischend frech auf und landeten in ihrer Gruppe auf Rang zwei hinter Leverkusen und vor 1860 München und Heerenveen.

Mit Wohlfühlatmosphäre

Die beiden Finalplätze sicherten sich schließlich die Würzburger Kickers und Bayer Leverkusen. Die Kickers ließen gegen Heerenveen nur wenig zu und brachten ein 1:0 über die Zeit. Leverkusen spielte die Partie gegen Ansbach nach einer frühen Führung souverän zu Ende und erhöhte kurz vor dem Ende noch auf den 2:0-Endstand. Die Ansbacher holten sich dann den dritten Platz durch ein 1:0 gegen Heerenveen.

Neben hochklassigem Sport zählt für die Veranstalter auch die Wohlfühlatmosphäre abseits des Spielfeldes. Dazu gehörten auch in diesem Jahr hochkarätige Show­acts in den Pausen von den Tuchartisten „Aerial Silk“, einer Jazztanzgruppe des Gastgebers SV Mulfingen sowie der Hip-Hop-Dance-Formation „Flawless“. „Wir freuen uns, dass das ganze Turnier so gut bei den Mannschaften aber auch den Zuschauern ankommt“, sagte Linda Hener. „Es ist eine Veranstaltung nicht nur für Fußballfans.“

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