Frauenfußball TSV Crailsheim fährt zum 1. FFC Frankfurt

Crailsheim/Frankfurt am Main / gh 05.10.2018
In der Bundesliga müssen die B-Juniorinnen des TSV Crailsheim morgen beim 1. FFC Frankfurt antreten. So klar wie früher ist die Favoritenrolle nicht verteilt.

Am Samstag geht es für die B-Juniorinnen des TSV Crailsheim in die Hochburg des Frauenfußballs, nämlich nach Frankfurt zum dortigen FFC. Allerdings scheint dort auch nicht mehr alles so zu laufen wie noch vor einigen Jahren. So hat der FFC bisher auch nur drei Punkte ergattert wie der TSV Crailsheim. Insbesondere die Niederlagen gegen den aufstrebenden Lokalrivalen Eintracht Frankfurt und die Sindelfingen Ladies werden den erfolgsverwöhnten Hessinnen besonders wehgetan haben. Riskiert man einen Blick auf die Tabelle der Frauen des FFC, so sind diese in der Bundesliga noch ohne Sieg.

Doch das darf die Crailsheimerinnen nicht kümmern. Sie müssen zuerst nach sich selbst schauen, und noch immer ist ein Vergleich mit dem FFC wohl nicht erlaubt. Allein die sportliche und finanzielle Infrastruktur ist wesentlich professioneller als in Crailsheim. Schule und Sport sind hier deutlich besser koordiniert und bieten den jungen Spielerinnen in Hessen geradezu ideale Bedingungen.

Wohl vier Ausfälle

TSV-Trainerin Anika Höß hat hier in Hohenlohe mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Es ist ihr dennoch gelungen, aus den erfahrenen Spielerinnen und zehn jungen Talenten zwischenzeitlich ein Team zu formen. Allerdings wächst auch schon wieder die Anzahl der verletzten Spielerinnen. Neben den Langzeitverletzten Paulina Krause und Paula Schwab sind nun auch Maren Geschwill und Chantal Huth nach heutigem Stand verletzungsbedingt nicht in der Lage, die nächsten Spiele in der Bundesliga und im Verbandspokal mitzuspielen. So muss die A-Lizenz-Trainerin gegen Frankfurt die Mannschaft erneut umstellen.

Man wird auch gegen die Hessinnen versuchen, deren Räume eng zu machen und durch kluges Verschieben keinen Spielfluss der Frankfurter Elf aufkommen zu lassen. Auch sollte man Standard-­Situationen in Strafraumnähe vermeiden, da die hochgewachsenen Gegnerinnen im Kopfballspiel den Hohenloherinnen allein aufgrund des Größenunterschieds überlegen sein werden. Im letzten Vergleich kassierten die Crailsheimerinnen gleich drei Gegentore allein nach Eckstößen. So gilt es für die Höß-Schützlinge aus einer gesicherten Abwehr heraus Nadelstiche durch schnelle Konter zu setzen. Ob dies wie in München gelingen wird, bleibt abzuwarten.

Wichtig ist es, mit einer guten Moral aus der Begegnung am Samstag zu kommen, um dann gegen Mannschaften wie die Spvgg Greuther Fürth (Samstag, 13. Oktober, 14 Uhr, Schönebürgstadion) oder Sindelfingen (Samstag, 20. Oktober, 14 Uhr) zu punkten.

Info 1. FFC Frankfurt – TSV Crailsheim, Samstag, 14 Uhr

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel