Fußball-Kreisliga B3 Verfolgerfeld in Lauerstellung

Der VfB Jagstheim (grün) gastiert morgen in der Kreisliga B3 beim Spitzenreiter in Tiefenbach. Der SV Onolzheim (blau) bekommt es am Sonntagnachmittag mit dem TSV Unterdeufstetten zu tun.
Der VfB Jagstheim (grün) gastiert morgen in der Kreisliga B3 beim Spitzenreiter in Tiefenbach. Der SV Onolzheim (blau) bekommt es am Sonntagnachmittag mit dem TSV Unterdeufstetten zu tun. © Foto: Hans-Otto Hettler
Crailsheim / Willi Hermann 10.11.2018
In der Kreisliga B3 hoffen die Vereine auf den Plätzen 2 bis 6 auf einen Ausrutscher von Primus Tiefenbach. Der VfB Jagstheim kann selbst dafür sorgen.

In der Kreisliga B3 konnte es die Konkurrenz nicht nutzen, dass sich Tabellenführer Tiefenbach und Stimpfach im Spitzenspiel mit einem Unentschieden trennten. Meisterschaftstopfavorit Goldbach musste sich in seinen beiden Partien gegen Onolzheim und Honhardt sogar mit nur einem Punkt zufriedengeben. Auch Jagstheim konnte am Sonntag im Crailsheimer Stadtteilderby gegen Onolzheim nicht gewinnen, dafür haben Honhardt und Unterdeufstetten mit ihren Erfolgen Boden gutgemacht.

Fünf Punkte Vorsprung

Insgesamt ist es hinter Primus Tiefenbach, der weiter fünf Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz hat, im Verfolgerfeld richtig eng. Stimpfach, Jagstheim und Honhardt haben jeweils 21 Punkte, einen Zähler zurück folgt Goldbach, einen weiteren dahinter liegt Unterdeufstetten. Auch Kreisliga-A2-Absteiger Satteldorf II mit seinen 17 und die zuletzt nur mit Unentschieden erfolgreichen Onolzheimer mit ihren 15 Zählern haben die Spitze durchaus noch im Blickfeld.

Gemäß der Tabellensituation gibt es auch am Sonntag wieder drei Partien, die im Kampf um die Spitze mehr als relevant sind. Zum einen duelliert sich Spitzenreiter Tiefenbach auf eigenem Platz mit dem Stadtrivalen aus Jagstheim, der auf dem dritten Tabellenplatz liegt. In Tiefenbach legt Trainer Martin Wörner äußersten Wert darauf, die derzeitige Situation nicht überzubewerten, weil ja noch starke Gegner auf sein Team warten. Aber nachdem zuletzt Honhardt und Goldbach geschlagen wurden und in Stimpfach immerhin ein Punkt geholt wurde, ist eine gewisse Favoritenrolle für seine Schützlinge nicht mehr von der Hand zu weisen. Der morgige Gegner Jagstheim ist zumindest in der Hinserie die letzte Mannschaft aus den Top 5, die man noch vor der Brust hat.

Bandel noch verletzt

Bei Jagstheim hatten die Trainer Christian Bandel und Jaroslaw Sperlich schon nach dem Unentschieden gegen Onolzheim großen Respekt vor der Aufgabe in Tiefenbach. Da Bandel selbst aufgrund von Adduktorenproblemen wohl auch morgen nicht auflaufen kann, sich mit Janis Heidel ein weiterer Akteur verletzt hat und auch sonst noch der eine oder andere wichtige Spieler fehlt, sehen sie ihr Team morgen als absoluten Außenseiter.

Im Derby zum Schlachtfest in Honhardt treffen die Gastgeber als Tabellenvierter auf den Tabellenzweiten aus Stimpfach. Nach Punkten liegen die beiden Kontrahenten gleichauf, lediglich das deutlich bessere Torverhältnis spricht für die Gäste, die mit Toptorjäger Raphael Klein (elf Treffer) und Patrick Stegmaier (neun), der mit Antonio Fernandez-Martinez, Dennis Lahn und Giorgi Toroshelidze auf dem zweiten Rang liegt, das gefährlichste Sturmduo der Liga haben. Dafür hat Honhardt nach Primus Tiefenbach die beste Defensive vorzuweisen. Die Tagesform dürfte entscheiden, obwohl die Honhardter Heimstärke und die Anfälligkeit der Gäste in der Fremde leicht für die Gastgeber sprechen.

Heimstarke Onolzheimer

Die dritte direkt für die Spitze relevante Partie ist das Duell zwischen Onolzheim und Unterdeufstetten. Die Gastgeber ließen in den letzten Spielen mit ihrem Sieg über Stimpfach und den Unentschieden in Goldbach und Jagstheim durchaus aufhorchen, auch wenn die Punkteteilungen zu wenig waren, um ernsthaft Boden nach vorne gutzumachen. Diese Möglichkeit hätten die Schützlinge von Klaus Fester mit einem Erfolg über den TSV Unterdeufstetten. Die Mannen aus dem Oberland um Spielertrainer Martin Rokowski, der mit sieben Toren die interne Torschützenliste anführt, konnten nach einer Delle in der Leistung zuletzt wieder drei Partien in Folge gewinnen. Allerdings steht auf fremdem Platz erst ein Erfolg zu Buche. Onolzheim ist mit vier Siegen bei einer Niederlage eines der derzeit stärksten Heimteams der Liga.

Goldbach sollte auf eigenem Platz gegen Ilshofen III nach den letzten Misserfolgen wieder in die Spur finden. Allerdings hat der Neuling sieben seiner zehn Punkte in Auswärtsspielen gesammelt, was die Elf um Dennis Lahn davor warnen sollte, die Aufgabe zu unterschätzen.

Relativ eng beieinander liegen die Kontrahenten in der Partie zwischen Satteldorf II und Altenmünster II. Während den Gastgebern aber durchaus noch zugetraut wird, in die Phalanx an der Spitze einzugreifen, können die Altenmünsterer Nachwuchskräfte frei aufspielen.

Waldtann schafft es bisher nicht ganz, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Aber auf eigenem Platz sollte gegen Dünsbach II nichts anbrennen.

Absolut offen ist die Partie zwischen dem ESV Crailsheim und der KSG Ellrichshausen. Beide Mannschaften können auf eine lange Vergangenheit in der Kreisliga A2 zurückblicken, sind aber derzeit weit von alter Form entfernt.

So spielen sie

Samstag, 10. November, 14.45 Uhr

Spvgg Satteldorf II – VfR Altenmünster II

Sonntag, 11. November, 14.30 Uhr

FC Honhardt – SSV Stimpfach, SV Tiefenbach – VfB Jagstheim, TSV Goldbach – TSV Ilshofen III, SV Onolzheim – TSV Unterdeufstetten, GSV Waldtann – TSV Dünsbach II, ESV Crailsheim – KSG Ellrichshausen

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