Fußball-Kreisliga A3 Verdienter Derbysieg für Wiesenbach

Der SC Wiesenbach war im Derby in Gammesfeld obenauf.
Der SC Wiesenbach war im Derby in Gammesfeld obenauf. © Foto: Robert Stolz
Blaufelden / Willi Hermann 10.09.2018
Im Blaufeldener Teilortsduell in der Kreisliga A3 setzen sich die reifer wirkenden Gäste klar durch. Mit dem Erfolg etablieren sich die „Wisbys“ in der Spitzengruppe.

Nach der 0:2-Niederlage in einem insgesamt relativ emotionslosen Derby gegen den SC Wiesenbach ließen die Gammesfelder doch etwas die Köpfe hängen. Für Spvgg-Trainer Lars Langenbuch, der immer noch mit Krücken am Spielfeldrand steht und seiner Mannschaft noch lange nicht auf dem Feld helfen kann, steht das Team wieder an dem Punkt wie zum Ende der Vorrunde der letzten Saison. „Wir müssen uns jetzt mit Kampf und Einsatz wieder in die Runde kämpfen. Es fehlt derzeit das letzte Selbstvertrauen und dadurch die Durchschlagskraft nach vorne. Wir müssen weiter an einem Strang ziehen, dann kommen wir auch wieder hinten raus.“

Dagegen ist Uwe Kremer, sein Pendant auf der anderen Seite, mit seiner Mannschaft zufrieden, auch wenn es für ihn noch einige Punkte zu verbessern gibt. „Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Wir hätten bereits in der ersten Hälfte alles klarmachen können, auch wenn Gammesfeld kurz vor der Pause die große Möglichkeit hatte. Mit dem Saisonauftakt bin ich soweit zufrieden, auch wenn wir in Amrichshausen zwei Punkte verschenkt haben. Unser großes Manko dort wie auch heute war die mangelnde Chancenverwertung.“

Bereits nach zwei Minuten musste Gammesfeld den nächsten personellen Rückschlag hinnehmen, als Julian Wieserner nach einem Pressschlag verletzt vom Platz musste. Während der kurzzeitigen Unterzahl hatten die Gastgeber die erste erwähnenswerte Strafraumaktion der Partie. Nach einer Flanke von David Weber fand die Kopfballablage von Andreas Barthelmeß aber keinen Abnehmer. Bis auf diese Aktion ließen die Gäste in der Defensive lange Zeit nichts mehr zu und erarbeiteten sich Möglichkeiten.

Sturmführer Danut-Georghita Esanu konnte viele Bälle vorne festmachen, weiterleiten oder selbst zum Abschluss nutzen. Trotzdem war beim Führungstreffer der Wiesenbacher eine gehörige Portion Glück dabei. Timo Beck köpfte Esanu bei einem Abwehrversuch so unglücklich an, dass dieser allein in Richtung Gammesfelder Tor laufen konnte. Der routinierte Torjäger der SCW ließ Achim Denecke in dieser Situation keine Abwehrmöglichkeit.

Auch beim nächsten Versuch wenige Minuten später brachte er den Ball am Torwart vorbei, verfehlte aber das Gehäuse um wenige Zentimeter. Erneut Esanu und wenig später Semih Deeg nach einem energischen Solo vergaben weitere Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Fast mit dem Pausenpfiff wäre dann Gammesfeld beinahe der Ausgleich gelungen. Nach einem schönen Pass von Tim Peppel kam Aaron Weber an der Strafraumkante zum Schuss, verzog aber um wenige Zentimeter.

Gefährliche Konter

In den ersten Minuten nach der Pause war bei Gammesfeld das Bemühen, besser in die Partie zu kommen, bemerkbar. Wiesenbach nutzte dies seinerseits zu brandgefährlichen Kontern. Nach einem tollen Pass von Benjamin Apetrei versuchte Esanu, Torhüter Achim Denecke zu umspielen, aber der Gammesfelder Keeper konnte ihm den Ball von der Fußspitze klauen. Kurz darauf dann die Entscheidung: Einen Freistoß von Esanu aus gut 25 Metern ließ Denecke nach vorne abprallen und Andreas Ganzhorn staubte ab. Wiesenbach ließ in der Folge einige Möglichkeiten liegen, so dass es Aaron Weber mit einem Freistoß, der knapp das Tor verfehlte, und einem Alleingang, bei dem er an Torspieler Jonas Hanselmann scheiterte, in der Schlussphase noch einmal hätte spannend machen können.

So spielten sie

Spvgg Gammesfeld –
SC Wiesenbach

0:2

Tore: 0:1 Danut-Georghita Esanu (13.), 0:2 Andreas Ganzhorn (59.)

Gammesfeld: Denecke, Wieserner (3. Rohn), Deitigsmann, Beck, Fischer, Peppel, Anselm (67. Fleck), Schürger (88. Sylka), Barthelmeß, D. Weber (74. Rahn), A. Weber

Wiesenbach: Hanselmann, Stradinger, Hirschmann, Reichert, Weber, Ganzhorn, Streidenberger, Deeg (88. Ackermann), Esanu (89. Werner), Brenner, Keidel (46. Apetrei)

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