Frauenfußball TSV-Frauen zittern sich zum Ausgleich

Fürth / Günther Herz 19.09.2017

Auf dem altehrwürdigen Hans-Lohnert-Sportplatz in Fürth trafen sich die in der Regionalliga Süd bisher sieglosen Mannschaften von Fürth und Crailsheim. Die Horaffen hatten von Beginn an ein leichtes spielerisches Übergewicht. Fürth machte dies mit großer Laufbereitschaft und gutem Zweikampfverhalten wett. Die besseren Chancen in der ersten Halbzeit hatten die Gäste. Luisa Scheidel und Lisa Wich waren sich nicht einig, wer den Ball nun ins Tor schieben sollte. Lachende Dritte war eine Verteidigerin, die den Ball entschlossen aus der Gefahrenzone schlug (10.). Fürth traf den Pfosten des gut gehüteten Tors von Saskia Gieck. Ein strammer Kopfball von Lisa Wich strich nur um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei. Simone Klenk hatte die Großchance zur Führung. Doch aus fünf Metern schoss sie knapp am Tor vorbei (39.).

Nach der Pause das gleiche Bild: Crailsheim wollte spielerisch zum Erfolg kommen, Fürth hielt kämpferisch energisch dagegen. Torszenen auf beiden Seiten wurden eher Mangelware. Für die fleißige Bianca Uhl wurde die quirlige Offensivspielerin Djellza Istrefaj eingewechselt. Anna Horwath füllte die Position der erkrankten Jil Gehder gut aus und fing mit der souveränen Nina Hasenfuß alle Angriffe der Fürtherinnen gut ab. Crailsheim machte nun mehr Druck nach vorne. Doch mitten in die Drangphase fiel der Führungstreffer der Fürther (78.). Nach einem Frei­stoß trudelte der Ball vom Kopf einer Crailsheimerin ins eigene Tor. Nun reagierte Trainerfuchs Wulf Saur erneut und brachte mit Sophia Klärle und Celine Pollak zwei zusätzliche Offensivkräfte. Djellza Istrefaj war es, die schön von Luisa Scheidel freigespielt, an der herauslaufenden Keeperin nur knapp scheiterte (81.). Crailsheim warf alles nach vorne und ging bewusst das Risiko gegnerischer Konter ein. In der letzten Minute der regulären Spielzeit ließen die „Kleeblätter“ Celine Pollak an der linken Strafraum­ecke frei zum Schuss kommen. Ihr angeschnittener Ball landete unhaltbar für die Torhüterin im rechten Torwinkel.

Am Sonntag um 14 Uhr spielt der TSV im Schönebürgstadion gegen Wacker München. Ein Dreier wird nur dann möglich, wenn sich zum spielerisch vorhandenen Element auch die entsprechend große Laufbereitschaft gesellt.

So spielten sie

Spvgg Greuther Fürth –
TSV Crailsheim

1:1

Tore: 1:0 Nina Habenschade (78.), 1:1 Celine Pollak (90.)

Crailsheim: Gieck, Hasenfuß, Horwath, Uhl (72. Istrefaj), Baki, Herrmann (80. Pollak), Bohn, J. Klenk, Scheidel, Wich, S. Klenk (80. Klärle)