Fußball TSF Gschwend spielen jetzt in der B2

Die beiden Staffelleiter Robert Demurtas (links) und Dietmar Fahrian (rechts) wurden beim Staffeltag einstimmig für ein weiteres Jahr in ihren Ämtern bestätigt. Das Bild zeigt sie zusammen mit Jens-Peter Schuller, dem Vorsitzenden des Bezirks Ostwürttemberg.
Die beiden Staffelleiter Robert Demurtas (links) und Dietmar Fahrian (rechts) wurden beim Staffeltag einstimmig für ein weiteres Jahr in ihren Ämtern bestätigt. Das Bild zeigt sie zusammen mit Jens-Peter Schuller, dem Vorsitzenden des Bezirks Ostwürttemberg. © Foto: Hans Buchhofer
Gschwend / Hans Buchhofer 10.07.2018
Beim Staffeltag der A1, B1 und B2 Kocher-Rems Ostwürttemberg gab es Neuigkeiten.

Beim Staffeltag der Kreisligen A1, B1 und B2 Ostwürttemberg – dem neuen Namen für den Bezirk Kocher-Rems – gab es viel Lob von den Verantwortlichen in Richtung der Vereine. Die Sportgerichtsverfahren verringerten sich von 346 auf 248 Verfahren. Es gab 27 Prozent weniger Strafen gegen Spieler und bei den Geldstrafen gab es einen Rückgang von 7380 Euro auf 4790 Euro. Auch die Verfahren wegen sportwidrigen Betragens verringerten sich auf 35 Fälle. So gab es für die Vereinsvertreter vom Vorsitzenden des Sportgerichts Herbert Mayer ein dickes Lob: „Ich habe kein Haar in der Suppe gefunden, macht weiter so“, lautete seine Botschaft.

Der TSV Essingen II kassierte keine „Rote“ oder Ampelkarten musste aber wegen der vielen Gelben Karten dem TV Straßdorf den Fairnesspreis in der A1 überlassen. Bei den B-Ligisten errangen die SF Lorch II und der FC Durlangen II jeweils den Fairnesspreis. Bei den Reserven ging er an den SV Frickenhofen.

Neu ist bei den Sperrstrafen, dass die Spieler für eine gewisse Anzahl von Spielen gesperrt sind. Diese Sperre kann sich auch über die Winterpause oder auch auf die neue Saison auswirken.

Bezirksvorsitzender Jens-Peter Schuller machte auf die prekäre Situation bei den Schiedsrichtern deutlich. „Uns fehlen derzeit ein Drittel Schiedsrichter. Abhilfe können nur die Vereine leisten, die nach geeigneten Spielern im Alter von 25 bis 30 Jahren Ausschau halten sollen.“

Die beiden Staffelleiter Robert Demurtas (A1) und Dietmar Fahrian (B1 und B2) erinnerten an die schwierige Situation der vergangenen Saison. Man könne sich nicht erinnern, wann es zuletzt wegen der widrigen Wetterverhältnisse so viele Spielausfälle gab. Allein in der A1 mussten 47 Spiele verlegt oder mehrmals neu angesetzt werden. In den beiden B-Ligen war die Situation kaum besser. Die Folge waren Englische Wochen.

120 Spiele verlegt

Der Wunsch von Robert Demurtas war klar: Er ermunterte die Vereine bei vielen Ausfällen zum Heimrechtstausch oder auf einen anderen Platz auszuweichen. In den B-Ligen mussten 120 Spiele verlegt werden. Zudem zogen mit dem TSB Gmünd II und dem TV Herlikofen II zwei Vereine ihre Teams zurück, wie Dietmar Fahrian berichtete.

Frank Dürr, der Vorsitzende der Gmünder Schiedsrichtergruppe, wartete mit aktuellen Zahlen auf. Von den 141 Schiedsrichtern im Raum Gmünd können nur 85 eingesetzt werden. Die Bußgelder für nicht gemeldete Schiedsrichter betrugen 9131 Euro. Zu den Vereinen ohne Schiedsrichter zählen auch der TSV Untergröningen und der TSV Ruppertshofen. Der Vorsitzende des gastgebenden FC Alfdorf Dieter Folter erzielte bei der Entlastung der beiden Staffelleiter Einstimmigkeit und Robert Demurtas (A1) und Dietmar Fahrian (B1 und B2) wurden für ein weiteres Jahr als Staffelleiter einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Helmut Vogel scheidet als Bezirksspielleiter aus und lieferte seinen letzten Bericht ab. Sein Nachfolger steht aber mit Roland Wagner bereits fest.

Die Auslosung zum Pokalwettbewerb für den Bereich Gmünd findet am 3. August (19 Uhr) beim SV Frickenhofen statt. Die erste Pokalrunde wird am 12. August und die zweite Pokalrunde am 15. August ausgespielt. Am 19. August beginnt die neue Saison, lediglich die B1 beginnt am 26. August.

„Norweger Modell“

Neu ist das „Norweger Modell“, das ab der kommenden Saison starten soll. Mannschaften können, wenn Not am Mann ist, neun gegen neun spielen und werden dann aber mit dem Zusatz „flex“ gekennzeichnet. Die Mannschaften verlieren aber damit auch ihr Aufstiegsrecht (siehe auch Infokasten).

Im Rahmen der Neueinteilung wechseln die TSF Gschwend in der kommenden Saison in die Staffel B2. In dieser Liga spielen unter anderem auch der SV Frickenhofen, der TSV Ruppertshofen und der 1. FC Eschach. Für Derbys ist in der kommenden Saison also gesorgt.

Künftig gibt es keine Spielerpässe mehr, es wird nur noch mit „Spielerpass online“ gespielt. In Zukunft gilt generell: Der Tabellenletzte steigt auf jeden Fall ab. Bei Spielverlegungen braucht man bei beiderseitigem Einvernehmen keine besonderen Begründungen mehr. Der nächste Staffeltag findet in Rechberg statt. Zum Abschluss des Staffeltages diskutierten die Vereine, ob man bei der Saison 2019/20 je zwei Englische Wochen einplanen soll, um so eventuell weniger Ausfälle verkraften zu müssen.

Das „Norweger Modell“

Nach einem Beschluss des Verbandstages wird für die untersten Ligen in den Bezirken des Württembergischen Fußballverbandes zur Saison 2018/19 das „Norweger Modell“ eingeführt.

Wahlweise können Mannschaften mit der kompletten Spielerzahl im Elf-gegen-Elf oder reduziert im Neun-gegen-Neun gegeneinander antreten. Eine Mannschaft kann von Woche zu Woche entscheiden, ob sie mit der reduzierten Spielerzahl oder vollzählig mit elf Spielern antreten will.

Der Zusatz „Flex“ wird geführt, wenn die Mannschaft sich einmal für die reduzierte Spielerzahl entschieden hat. Die Mannschaft verliert das Aufstiegsrecht.

Die Teilnahme am „Norweger Modell“ ist vor der Saison mit dem Meldebogen oder während der laufenden Spielzeit beim Staffelleiter anzumelden.

Weitere Details zum Spielbetrieb legen die Durchführungsbestimmungen des WFV für die Saison 2018/19 fest. Quelle: WFV 

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