Spiel des Tages Tiefenbach eine Nummer zu groß

Der VfB Jagstheim versuchte zu Hause gegen die Gäste aus Tiefenbach viel, der Ball wollte aber einfach nicht ins Tor. Im Gegensatz dazu war der SV zielstrebiger und ließ hinten gegen anlaufende Jagstheimer kaum etwas anbrennen.
Der VfB Jagstheim versuchte zu Hause gegen die Gäste aus Tiefenbach viel, der Ball wollte aber einfach nicht ins Tor. Im Gegensatz dazu war der SV zielstrebiger und ließ hinten gegen anlaufende Jagstheimer kaum etwas anbrennen. © Foto: Luca Schmidt
Crailsheim / Luca Schmidt 16.09.2017

Eine erste faustdicke Überraschung in der Kreisliga B3 gab es bereits am vierten Spieltag: Jagstheim verlor nach drei Siegen in Serie deutlich gegen Tiefenbach. Der SV hat damit seine zwei Niederlagen zu Beginn der Saison wieder einigermaßen wettmachen können. Vor der Partie zeigte sich Swen Binder, sportlicher Leiter des VfB, zufrieden mit den ersten Auftritten seiner Mannschaft. „Die Trainer Matthias Strobel und Jaroslaw Sperrlich haben das Team in der Vorbereitung hervorragend eingestellt.“ Die Spieler haben ungefähr alle das gleiche Alter. „Die Mannschaft harmoniert nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz.“

Trotz Fehler bester Jagstheimer

Doch bereits die ersten Minuten gegen die Gäste aus Tiefenbach zeigten, dass es auf keinen Fall einfach werden würde. So hatte der SV nach 20 Minuten auch die erste dicke Chance des Spiels. ­Giorgi Toroshelidze wurde steil geschickt, scheiterte aber an Torhüter Kevin Spretka.

Ausgerechnet Spretka, der beste Jagstheimer an diesem Tag, leistete sich jedoch zwei Minuten später einen fatalen Fehler. Einen Freistoß aus dem Mittelfeld wollte er fangen. Wegen der sehr tief stehenden Sonne ließ er den Ball aber nach vorne fallen. Diese Chance ließ sich Michael Munzinger nicht entgehen und staubte zum 0:1 ab.

Jagstheim ließ sich davon kaum beeindrucken. Zwei Minuten nach der Führung verzog Brian Täger gegen SV-Torwart Thomas Brumm. Doch Tiefenbach war einfach zwingender. In der 36. Spielminute hielt Spretka seine Farben gleich zweimal gegen den bärenstarken Munzinger im Spiel.

Sieg fällt etwas zu hoch aus

Nach der Halbzeitpause dasselbe Bild: Jagstheim stemmte sich gegen die drohende Niederlage, fand aber nicht das geeignete Konzept. Gefährlich wurde es vor allem nach Standards. Doch spätestens auf der Torlinie war immer ein Spieler der Gäste zur Stelle und konnte klären.

Ganz im Gegensatz dazu waren die Tiefenbacher immer gefährlich und spielten konsequent nach vorne. Und wenn das mal nicht funktionierte, half die Jagst­heimer Defensive tatkräftig mit. In der 52. Minute klärte die Heim­elf nicht konsequent genug. Dies nutzte Patrick Knyszuk. Er dribbelte am Rande des Sechzehners und flankte nach innen, wo Toroshelizde durch eine Direkt­abnahme schließlich auf 2:0 erhöhte.

Der VfB wehrte sich, aber die Gäste setzten nach. In der 64. Spielminute war es erneut Toroshelizde, der nach klasse Vorarbeit von Munzinger nur noch einschieben musste. Kurz vor dem Schlusspfiff erhöhte dann der eingewechselte Willy Dörr auf 4:0. Die Vorlage kam wieder von Knyszuk, der sich außen durchgesetzt und gefühlvoll nach innen geflankt hatte. Der Sieg fiel etwas zu hoch aus, war aber insgesamt durchaus verdient.

So spielten sie:

VfB Jagstheim – SV Tiefenbach

0:4

Tore: 0:1 Michael Munzinger (20.), 0:2, 0:3 Giorgi Toroshelidze (53., 65.), 0:4 Willy Dörr (89.)

VfB Jagstheim: K. Spretka, Schmidt, Kamptmann, Schörg, S. Heidel (74. Kinzel), Humpfer (79. Stadtmüller), Ruf, Thumm (68. Ebert), Täger, D. Spretka, J. Heidel (52. Bauer)

SV Tiefenbach: Brumm, Sackreuter (87. Horn), Steinhülb, Knyszuk, Irsigler, Wieser (54. Dörr), Munzinger, Bartholdy, Toroshelidze, Kolasinski (74. Belle), Kappeller