Mit einem leicht verschmitzten Lächeln im Gesicht meinte Brettheims Spielführer Daniel Barthelmeß nach dem Derby, dass er seinen Mitstreitern gesagt hätte, es sei eigentlich ein Spiel wie jedes andere. „Für beide ging es um drei Punkte gegen den Abstieg. Bei der Leistungsdichte in der Kreisliga A2 braucht man jeden Zähler, um nicht in Gefahr zu geraten. Von daher war das heute gut für uns und natürlich ist das Muswiesenspiel anders als normal.“

Für Rot am See’s Trainer Klaus-Dieter Kraft war es aufgrund seiner Brettheimer Vergangenheit und der Tatsache, dass sein Bruder Manuel ja immer noch die Kickstiefel für die Gäste schnürt, ebenfalls sehr emotional. „Es war eine enge Partie. Wir haben es nach der Führung versäumt nachzulegen. Insgesamt wäre für mich eine Punkteteilung in Ordnung gegangen.“

Beiden Mannschaften war von Beginn an anzumerken, dass dieses Spiel auf keinen Fall verloren werden soll. Die Gäste hatten in den ersten Minuten einen Tick mehr Zug zum Tor. Glück hatten die Gastgeber, als Schiedsrichter Dieter Bembenek Abseits pfiff, obwohl der Adressat des Balles aus dem Rückraum kam.

Von daher fiel die Führung der Gastgeber nach einer knappen Viertelstunde doch etwas überraschend. Ein Pass auf Julian Ritter wurde nicht sauber geklärt. Sven Maier, der eher zufällig an den Ball kam, ließ seinen Gegenspieler mit einer geschickten Körpertäuschung aussteigen und hatte dann das Glück, dass sein Schuss von Florian Beiser ins eigene Netz gelenkt wurde.

Laukenmann mit Tor und Vorlage

In der Folge hatten beide Teams Probleme, sich Möglichkeiten zu kreieren. Erst nach einer halben Stunde, als Jan Wagner plötzlich frei vorm Brettheimer Tor auftauchte, aber an Andreas Hornung scheiterte, wurde es wieder einmal gefährlich. Acht Minuten vor der Pause gelang den Gästen der Ausgleich. Nach einem weiten Ball von Simon Keitel entwischte Boris Laukenmann seinem Bewacher und setzte das Leder ins lange Eck.

Nach dem Seitenwechsel gehörten die ersten Minuten den Gastgebern, doch Bejamin Früh traf nur den Pfosten. Kurz darauf hatte Brettheim Glück, dass der Schiedsrichter auf Stürmerfoul entschied, als Torspieler Andreas Hornung nicht an den Ball kam und Jan Wagner das Leder ins leere Tor schob. Mitten in diese Drangphase hinein gelang Brettheim die Führung. Boris Laukenmann schckte Jan Kuch auf die Reise und dieser ließ Richard Sabanovic im Tor der Heimelf keine Abwehrmöglichkeit.

In der Folge drückte Rot am See auf den Ausgleich. Julian Wacker traf erneut nur den Pfosten und setzte kurz darauf einen Kopfball knapp vorbei. In den Schlussminuten hätte Brettheim bei seinen Kontern durch Jan Kuch und dem eingewechselten Shedrack Oseghale  das Spiel entscheiden können.

TV Rot am See – SV Brettheim 1:2

Tore: 1:0 Eigentor (13.), 1:1 Boris Laukenmann (37.), 1:2 Jan Kuch (59.)

TV Rot am See: Sabanovic, Maier (77. Varga), Bachmann, Wacker, Herber (24. Wilhelm), Wagner, Heuschmann (68. Schnurr), Köber, Ritter (61. Pfrommer), Gögelein, Früh

SV Brettheim: Andreas Hornung, Beiser, Ulm, Walter (63. Karmann), Schmitt, Barthelmeß, Waldmann (46. Sven Hornung), Kraft, Laukenmann (82., Oseghale), Keitel (68. Haag), Kuch