Wer im Lager der SKF gehofft hatte, dass der 0:1-Sieg in Rudersberg eine Initialzündung für das Saisonfinale war, wurde nur Tage später heftig getäuscht. Eine enttäuschend auftretende SKF bot im „Sechs-Punkte-Spiel“ eindeutig zu wenig und verlor verdient mit 1:3 gegen spielerisch limitierte Gäste – was die Sache für die Viechbergelf noch schlimmer macht.

Während resolute Gäste die einfachen Dinge im Fußball fokussierten und diese auch umsetzten, haderte die Liepold-Elf mit der dargebotenen Einstellung und ließ den nötigen Biss schmerzlich vermissen. Zu Beginn keimte Hoffnung im SKF-Lager auf, als die Gäste eine Szene an oder im Strafraum mit der Hand klärten, der leitende Unparteiische wollte jedoch keine Unsportlichkeit erkennen (5.). Auf der Gegenseite bezwang Birkmannsweiler die SKF mit einem langen Ball in die Gasse, der auch gewinnbringend und unhaltbar zur 0:1-Führung verwertet werden konnte (16.). Zwei Minuten später musste Marco Ammon im SKF-Gehäuse gar einen Doppelschlag vereiteln und parierte stark. Weitere zehn Minuten später konnte Ammon nichts ausrichten, als der Gästestürmer nach langem Einwurf und Fichtenberger Luftloch an das Spielgerät kam und es im Netz unterbrachte – der SKF-Anhang war freilich bedient ob der Einfachheit der Gegentore.

Treffer aus 20 Metern

Kurz nach Wiederbeginn machten die Gäste die Sache klar und erhöhten auf 0:3 (50.), wieder war ein langer Ball vorausgegangen. Auf ein Aufbäumen hoffte der treue SKF-Anhang, als sich Außenverteidiger Marco Huber ein Herz nahm und aus 20 Metern sehenswert zum 1:3-Anschluss traf (55.). Bezeichnend für das aktuelle Selbstvertrauen der Viech-       bergelf waren die restlichen 35 Spielminuten, in denen ein nötiges Erzwingen des eigenen Glücks ausblieb und die Gäste die Partie über die Bühne brachten.

Man kann den Willen oder Glauben den handelnden Spielern wohl nicht absprechen, denn verlieren wird niemand gerne. Allerdings konnte man in Sachen Körpersprache und Leidenschaft dann doch eher von einem reinen Lippenbekenntnis in der Kabine ausgehen, denn Taten folgten nicht. „Den Willen, den man in so einem Spiel braucht, konnte man nicht erkennen“, lässt Daniel Lutz verlauten.