WFV-Pokal Satteldorf startet mit Bezirksderby

Der TSV Gerabronn (in Blau) gewann gegen Hessental das Endspiel im Bezirk und löste damit das Ticket für den WFV-Pokal.
Der TSV Gerabronn (in Blau) gewann gegen Hessental das Endspiel im Bezirk und löste damit das Ticket für den WFV-Pokal. © Foto: Robert Stolz
Crailsheim / Von Klaus Helmstetter 03.08.2018
Verbandsliga-Absteiger Öhringen stellt sich zum Auftakt des WFV-Pokals am Kernmühlenweg vor. Der TSV Crailsheim prüft den Ligakollegen aus Fellbach. Gerabronn hat Türkspor Neckarsulm zu Gast.

Überraschend hat Kreisligist TSV Gerabronn gegen Bezirksligist TSV Hessental den Bezirkspokal gewonnen. Als Belohnung und „Zuckerl“ obendrauf, wenn man so will, gab es einen Startplatz im WFV-Pokal. Dort trifft die Mannschaft um den sportlichen Leiter Volker Beck am Samstag, 15.30 Uhr, mit ihrem neuen Trainer Marcus Hutzenlaub, auf Türkspor Neckarsulm aus der Bezirksliga Unterland. „Letztes Jahr haben wir beim Pokalturnier in Waldenburg gegen sie gespielt und 1:3 verloren. Richtig gute Fußballer hat Türkspor. Wenn die Mannschaft ins Laufen kommt, kann es für den Gegner schwierig werden. Körperbetontes Spiel mögen sie nicht so“, erinnert sich Volker Beck. In der Bezirksliga Unterland spielte das Team in der letzten Runde eine sehr gute Runde, kickte gegen den SV Wachbach sogar in der Relegation zur Landesliga.

Defensive groß geschrieben

Damit ist die Marschroute für Samstag schon vorgegeben. „Wir müssen bestrebt sein, nicht so schnell in Rückstand zu geraten. Und unser Torwart kann sich bestimmt auszeichnen!“ Das, zumal die Gerabronner „ohne neun“ Stammspieler antreten werden, wie Volker Beck deutlich macht. Gegen die Haller Sportfreunde gab es im Test jetzt eine 1:8-Klatsche. Dementsprechend sieht Beck für das Spiel auch eher dunkle Wolken heraufziehen. „Hinter unserer Stammformation haben wir zu wenig Qualität.“

Vielleicht, Beck beziffert die Chancen auf 50:50, könnte Johannes Haberlandt, der beruflich nach Karlsruhe wechselt, gegen Türkspor ein Abschiedsspiel machen. Und der laufstarke Martin Hallmen könnte den Gastgebern in puncto Physis weiterhelfen. Gekickt wird auf dem Rasenplatz in Gerabronn „Unter den Linden“.

TSV erwartet Fellbach

„Wir freuen uns auf die 1. Runde im WFV-Pokal und darauf, dass es wieder um etwas Zählbares geht.“ Mit der Vorbereitung ist Michael Gebhardt, Trainer des TSV Crailsheim, der auf einen Klassenkollegen aus der Landesliga trifft, zufrieden. „Die neuen Jungs, die zu uns gekommen sind, haben sich gut integriert. Dazu sind mit Rümmele und Maneth Spieler aus Verletzungen zurückgekommen. Das tut der Kaderbreite gut.“

Fellbach ist als Gegner ein guter, alter Bekannter. „Die Spiele gegeneinander waren meist sehr eng und hitzig. Dort arbeitet ein neuer Trainer. Der Kader ist im Wesentlichen zusammengeblieben. Wir nehmen das Spiel auf jeden Fall sehr ernst und wollen natürlich gewinnen.“ Angepfiffen wird die Partie am Sonntag, 15 Uhr, im Schönebürgstadion.

Satteldorf: Hohenlohe-Derby

Die Spvgg Satteldorf und Trainer Martin Weiß gehen mit einem gefestigten Team in die neue Runde. „Zuletzt waren wir Dritter und wollen uns nach Möglichkeit nicht verschlechtern“, macht der Coach deutlich. „Natürlich möchten wir Maximales herausholen, wobei man schon sagen muss, dass wir am oberen Limit gespielt haben.“

Zwei personelle Probleme schlagen bei der Spvgg allerdings hart ins Kontor. Torwart Manuel Schoppel (Schulter-OP) und Andi Etzel (Kreuzbandriss) dürften lange ausfallen. Ob Janis Baumann (aus Altenmünster) oder Patrick Grobshäuser zwischen den Pfosten stehen wird, wollte sich der Trainer offenhalten. Fest steht: „Wir werden elf gute Fußballer aufbieten!“

Öhringen kommt aus der Verbandsliga zurück. „Im Team gab es einen großen Umbruch und die neue Mannschaft muss sich noch finden. Grundsätzlich wollen wir uns nicht nach dem Gegner richten und versuchen, das Spiel zu gewinnen. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl.“ Der Schiri pfeift am Samstag, 17 Uhr, an.

Viel Trinken ist angesagt, um der Hitze auf dem Fußballplatz zu trotzen

Über 35 Grad sind für das kommende Wochenende prognostiziert. „Eine terminliche Verschiebung beziehungsweise Komplettabsage der ersten Pokalrunde gibt es nicht“, erklärt WFV-Pressesprecher Heiner Baumeister. „Die Vereine wollen unbedingt spielen und nächste Woche steht ja schon die nächste Runde an.“  Natürlich trage man auch beim Verband Verantwortung für die Spieler, insbesondere vor dem Hintergrund, dass zuletzt Bayer Leverkusens Fußballprofi Karim Bellarabi einen Kreislaufkollaps wegen der Hitze auf dem Fußballplatz erlitten hat.

Die aktuelle Wetterlage kann für Fußballer und Fans zum Fluch und sogar zur Gesundheitsgefährdung werden. „Für Zuschauer und Sportler besteht die Gefahr eines hitzebedingten Kreislaufkollaps oder im Extremfall eines Sonnenstichs und Hitzschlags“, mahnt Prof. Dr. Tim Meyer, Sportmediziner der Nationalmannschaft. Möglicher Sonnenschutz für Zuschauer: helle Kappen mit Sonnenschirm. Meyer erklärt: „Die Hitzestrahlung der Sonne kann durch Kopf- und Gesichtsbedeckungen ungemein abgemildert werden.“

„Es gibt die Möglichkeit, in der Halbzeitpause Eis­wickel, feuchte Handtücher oder kühle Bäder vorzubereiten, um die Körpertemperatur herunterzukühlen.Das effektivste Mittel aber ist Wasser, weil es die Kälte perfekt überträgt“, so Meyer. Also auch der Wasser­eimer am Spielfeldrand kann als Erfrischung einen positiven Effekt haben.

„Eine zeitliche Verlegung nach hinten würde aber nur wenig Sinn machen, weil die Hitze bis in die frühen Abendstunden anhält“, betont Baumeister. „Besser wäre es, am Vormittag oder frühen Nachmittag zu spielen. Wenn beide Vereine einverstanden waren, haben wir einer Verlegung völlig unbürokratisch zugestimmt.“ Ansonsten empfiehlt er, ständig und viel zu trinken. Pre-Cooling ist angesagt. Auch die Schiedsrichter seien angewiesen, immer wieder Trinkpausen einzulegen. rama

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