VfB Randnotizen vom Gastspiel des VfB in Crailsheim

Crailsheim / SWI/RAMA 12.07.2013
"Ich habe viele Sachen gesehen, an denen wir noch arbeiten müssen", lautete das Fazit von VfB-Coach Bruno Labbadia nach der doch recht einseitigen Partie gegen die Hohenlohe-Auswahl.

"Ich habe viele Sachen gesehen, an denen wir noch arbeiten müssen", lautete das Fazit von VfB-Coach Bruno Labbadia nach der doch recht einseitigen Partie gegen die Hohenlohe-Auswahl. Vor allem die Chancenverwertung bemängelte er. "Uns hat die letzte Zielstrebigkeit zum Tor gefehlt." Allerdings wollte er das Freundschaftsspiel auch nicht überbewerten. "Wir sind erst seit zehn Tagen im Training." Labbadia war übrigens schon einmal vor ein paar Jahren in Crailsheim - mit dem SV Darmstadt 98.

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Die VfB-Spieler Mohammed Abdellaoue und Konstantin Rausch haben Hohenlohe jetzt mit besseren Erinnerungen verlassen als noch vor wenigen Wochen: Während sie am Mittwochabend mit ihrem neuen Klub 5:0 gegen eine Hohenlohe-Auswahl gewannen, hatten sie am Pfingstmontag mit ihrem alten Verein Hannover 96 1:3 gegen den FSV Hollenbach verloren. Im Spiel zum 150. Geburtstag des TSV Gerabronn waren übrigens die Auswahlspieler Boris Nzuzi, Nico Nierichlo, Christoph Schenk, Pascal Sohm, Martin Schmidt und Manuel Hofmann für den Oberligisten Hollenbach erfolgreich am Ball.

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Bekannte Gesichter gab es nicht nur auf dem Platz, sondern auch unter den Zuschauern. Karlheinz Förster, Deutschlands Fußballer des Jahres 1982, war eigens aus Hamburg angereist, um sich das Spiel anzusehen. Der 54-Jährige arbeitet als Spielerberater, betreut Martin Harnik und Werder Bremens Aaron Hunt. Am Mittwoch galt seine Aufmerksamkeit aber Nachwuchsspieler Timo Werner. Der erst 17-jährige Stürmer aus der zweiten Mannschaft des VfB wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. "Ich wollte mal sehen, wie er sich bei den Profis bewegt und ob er da mithalten kann", so Förster. Bereits 1977 absolvierten die Stuttgarter ein Spiel in Crailsheim (8:1). Zwei Jahre zuvor begann die Karriere von Förster. "Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, aber mit großer Sicherheit war ich damals dabei! Die Crailsheimer haben hier eine tolle Anlage."

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Die wohl jüngste Zuschauerin war die erst sieben Wochen alte Nala Müller aus Crailsheim. Wenn es nach der Mama geht, wird aus ihr später allerdings kein VfB-Fan: "Papa ist zwar Stuttgarter, aber ich bin für die Bayern. Das lassen wir mal noch offen."

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Für Ralf Kettemann gab es während der Partie mit der Hohenlohe-Auswahl ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Mit Stuttgarts Sercan Sararer spielte der Trainer des TSV Ilshofen in der Saison 2007/08 zusammen in der zweiten Mannschaft der Spvgg Greuther Fürth. "Wir haben noch Kontakt und schreiben uns ab und zu SMS", verriet Kettemann. "Sercan ist der beste Fußballer, mit dem ich je zusammenspielen durfte!"

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Der Ehrentreffer gelang Kettemann und seinen Mitspielern am Mittwoch zwar nicht, mit dem Spiel war er aber dennoch zufrieden: "Ich denke, wir haben uns gut verkauft. Es hat Spaß gemacht, und es war toll, mal gegen einen Nationalspieler wie Cacau zu kicken. Auch die Präsenz von Ibisevic auf dem Platz ist beeindruckend."

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Fußball gucken auf dem Sofa, das geht normalerweise nur vor dem Fernseher. Nicht aber in Crailsheim: Gleich drei Fans bekamen am Mittwoch die Möglichkeit, mit ihrer Couch direkt am Spielfeldrand Platz zu nehmen. Stephan Bouren aus der Nähe von Darmstadt hatte das Erlebnis der besonderen Art gewonnen. Vor allem für seine beiden Söhne Sam und Jason war es ein ganz besonderer Abend. "Ich bin ein riesengroßer Fan von Serdar Tasci. So nah wie heute war ich ihm noch nie", freute sich der achtjährige Sam.

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Schon vor dem Anpfiff konnten sich die drei so mit VfB-Coach Bruno Labbadia unterhalten. Kurios: Labbadia und Bouren kennen sich schon lange. Der Trainer ging früher in die Parallelklasse seiner Schwester. "Er hat uns gleich gefragt, ob wir hierhergezogen sind. Dann habe ich ihm von dem Gewinnspiel erzählt."

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Auch Thomas Lang war seinen Vorbildern während des Spieles ganz nah. Der 14-Jährige kickt in der B-Jugend des TSV Crailsheim und hatte sich freiwillig als Balljunge für das Freundschaftsspiel gemeldet. "Ich bin seit zwei Jahren Stuttgart-Fan", schwärmte er, durfte auch Lieblingsspieler Martin Harnik den Ball zuwerfen.

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Die Beamten der Crailsheimer Polizei waren bei dem Freundschaftsspiel ebenfalls präsent. Sie erlebten aber einen ruhigen Abend. "Es galt vor allem Übergriffe oder das Zünden von Pyrotechnik zu verhindern", erklärte Polizeioberrat Thomas Heiner. "Passiert ist nichts. Bei Spielen gegen Ulm beispielsweise, zu Oberligazeiten des TSV Crailsheim, waren wir mit viel mehr Leuten im Einsatz."

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