Obersontheim / Viktor Taschner  Uhr
Trotz einer frühen Führung verliert der TSV Obersontheim sein Relegationsspiel gegen Nellmersbach 1:5. Damit spielen die Bühlertaler auch nächste Saison in der Bezirksliga.

Sportlich fair gratulieren die Spieler in den schwarzen Trikots dem Gegner in Grün. Der TSV Obersontheim verliert das Relegationsspiel gegen den TSV Nellmersbach am Ende sehr deutlich mit 1:5.

Vor rund 800 Zuschauern auf dem Sportplatz in Altenmünster entwickelt sich ein nervöser Beginn auf beiden Seiten. Im Duell der Bezirksliga-Vizemeister aus Hohenlohe und Rems/Murr schlägt aber zunächst Obersontheim zu. Erst verpasst Michael Däschler die Führung, doch nur eine Minute später setzt er sich links durch und legt den Ball in den Rückraum zurück. Marco Pfitzer nimmt die Kugel erst am Strafraumrand an und sich überlegt flach ins Eck nach elf Minuten (1:0).

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Handspiel vor dem 1:1?

Die frühe Führung beeindruckt die Nellmersbacher jedoch nicht. „Wir haben nach dem 1:0 etwas zu wenig gemacht“, beschreibt es Obersontheims Abteilungsleiter Marc Schwerin. In der 20. Minute kann Obersontheims Keeper Benjamin Gorzawski noch eine Großchance vereiteln, aber drei Minuten später streckt er sich vergebens. Eine weite Freistoßflanke wird nicht entscheidend geklärt. Der Nellmersbacher Luca Trifo kommt an den Ball, den er aber möglicherweise mit der Hand stoppt. Der Schiedsrichter lässt weiterlaufen und Trifo markiert den Ausgleich.

Gegen Mitte und Ende der ersten Halbzeit haben die Hohenloher ihre beste Phase. Nellmersbach muss seinem aggressiven Pressing aus der ersten halben Stunde etwas Tribut zollen. Obersontheim kommt in der 42. Minute zu einer guten Gelegenheit durch Pfitzer, der aber an Torwart Marius Cioncan scheitert. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff hat Tim Blümel für Obersontheim die Hundertprozentige. Allein läuft er aufs gegnerische Tor zu. Er will den Ball an Cioncan vorbeischieben, aber der Nellmersbacher Schlussmann wehrt ab.

Was in der zweiten Halbzeit folgt, ist zum eine sehr effektive Nellmersbacher Mannschaft, die ihre Großchancen besser nutzt. In der 57. Minute wird der völlig freie Trifo auf die Reise geschickt, der eiskalt den Ball im Tor versenkt. Fast identisch fällt das 3:1 nach rund einer Stunde, als Ümit Karatekin frei durch ist und ebenfalls im Eins-gegen-Eins die Nerven behält. Bei manchen Obersontheimern gehen da die Köpfe nach unten.

Auch danach kommt das Team von Spielertrainer Andrey Nagumanov, der sich zur Halbzeit selbst einwechselt, nicht mehr richtig in die Gänge. Ein Doppelschlag eine Viertelstunde vor Schluss bringt die Entscheidung: Zunächst patzt Gorzawski, als er einen ungefährlichen Schuss nach vorne abprallen lässt und der Gegner abstaubt. Nur eine Minute später legen die Männer aus Nellmersbach nach einem Standard nach.

„Was wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, war wirklich sehr schlecht. Wir haben nicht das gezeigt, was wir können. Die Niederlage ist vielleicht etwas zu hoch, aber absolut verdient aufgrund der zweiten Halbzeit“, analysiert Marc Schwerin nach Spielschluss. Vielleicht wäre die Partie anders verlaufen, wenn Obersontheim seine Chancen vor der Pause nutzt. „Aber selbst mit einem 1:1 zur Halbzeit kann ich nach der Pause nicht so spielen“, erklärt Schwerin.

Obersontheim bleibt Bezirksligist. „Der Kader bleibt zusammen. Wir werden sogar noch zwei, drei Spieler dazuholen, damit wir nächste Saison breiter aufgestellt sind“, so Schwerin.

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So spielten sie

TSV Obersontheim –
TSV Nellmersbach

1:5

Tore: 1:0 Marco Pfitzer (11.), 1:1, 1:2 Luca Trifo (23., 59.), 1:3 Ümit Karatekin (63.), 1:4 Daniel Berkowitsch (76.), 1:5 Ümit Karatekin (77.)

Obersontheim: Benjamin Gorzawski, Thomas Wagner, Matthias Glasbrenner, David Herrmann (82. Michael Schloßstein), Dennis Welz, Pablo Wild, Tim Blümel, Marco Pfitzer, Tim Otterbach (46. Andrey Nagumanov), Niko Wild (85. Kai Graf), Michael Däschler