Vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison hieß es für die Fußballer des TSV Ilshofen zunächst einmal Absperrungen schleppen. Die Partie gegen den SSV Reutlingen gilt wie im Vorjahr als „Hochsicherheitsspiel“. Und das heißt, dass es für die Gästefans einen separaten Eingang gibt und die Gegengerade für die Anhänger der Reutlinger vorgesehen ist.

TSV-Trainer Michael Hoskins nimmt es mit Humor: „Die zusätzliche Athletik-Einheit tut
uns gut.“ Weit weniger humorvoll denkt er an den Auftakt in Rielasingen-­Arlen (1:2) zurück. „Blöd, dass wir nichts mitgenommen haben. Wir waren in der letzten halben Stunde dominant, hatten drei Großchancen. Natürlich hatte Rielasingen auch einen Konter, den Karel stark pariert hat, aber mindestens ein Punkt wäre möglich gewesen.“

Vor dem ersten Auftritt auf der renovierten Sportanlage in Ilshofen gibt sich der 39-Jährige aber optimistisch. „Reutlingen hat einen großen Namen, aber wir können das Team schlagen.“ Voraussetzung dafür sei, die gute Offensive des SSV in den Griff zu bekommen. „Onesi Kuengienda ist eine Waffe, wenn er den Ball richtig zugespielt bekommt. Auch Raphael Schneider ist ein sehr starker Spieler.“

Wieszt ist gesperrt

Bei der eigenen Aufstellung ist Michael Hoskins zu mindestens einer Umstellung gezwungen. Jonas Wieszt wurde nach seiner Roten Karte in Rielasingen-Arlen für zwei Spiele gesperrt. Für ihn wird Karel Nowak im Tor stehen. Sorgen bereitet Maximilian Egner. Beim 27-jährigen Verteidiger bestand der Verdacht auf Mittelfußbruch, der sich aber nicht bestätigte. Gestern Abend wollte er es versuchen, nachdem er bislang in dieser Woche nicht trainieren konnte. Ansonsten hält sich Michael Hoskins bedeckt, meint aber: „Wenn man ein Spiel verliert, ist die Chance höher, dass sich etwas ändert.“

Gegner Reutlingen ist mit einem 2:2 gegen Oberachern gestartet. „Unsere Fehlerquote war in Summe viel zu hoch, das muss gegen Ilshofen deutlich besser werden“, meint Trainer Maik Schütt. Der 41-Jährige hatte fünf Jahre lang den VfL Sindelfingen trainiert, ehe er zu Beginn dieser Saison den SSV Reutlingen übernahm.

Zwar erinnert man sich rund um das Stadion an der Kreuz­eiche gerne an die Zweitligajahre um die Jahrtausendwende, doch davon ist der SSV mittlerweile weit entfernt. Seit dem Jahr 2010 spielt er ununterbrochen in der Oberliga. Mehr als Platz 7 war nie drin.

Reutlinger Kapitän fehlt

Das Unentschieden gegen Oberachern hat nicht gerade Euphorie ausgelöst, schließlich kämpften die Gäste in der vergangenen Saison bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg. „Trotzdem war es wichtig, dass wir am Ende mit den Einwechslungen nochmals Tempo bringen konnten und unsere jungen Spieler nochmals mächtig Betrieb gemacht haben“, bekräftigt der neue Trainer.

Die Reise nach Ilshofen muss Reutlingen ohne seinen Kapitän antreten. Pierre Eiberger fällt nach Aussage Schütts genauso verletzungsbedingt aus wie Marcel Schmitt (Zugang vom SSV Ulm) und Denis Lübke. Zudem ist Lukas Hartmann im Urlaub. Dafür werden viele Fans den SSV begleiten. Trotz der Insolvenz im März 2010 halten viele Anhänger dem Verein die Treue und sind auch auswärts mit dabei.

Im vergangenen Jahr attackierten Anhänger beim Spiel in Backnang einen Spieler der TSG. In erster Instanz wurden dem SSV drei Punkte abgezogen. Nachdem der Verein in Berufung gegangen war, wurde das Urteil aufgehoben.

Info TSV Ilshofen – SSV Reutlingen, Samstag, 14 Uhr

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