Frauenfußball-Regionalliga Mit Optimismus ins zweite Heimspiel

Theresa Frech (gelb) wird den Fußballfrauen des TSV Crailsheim vermutlich einige Zeit lang fehlen.
Theresa Frech (gelb) wird den Fußballfrauen des TSV Crailsheim vermutlich einige Zeit lang fehlen. © Foto: Hans-Otto Hettler
Crailsheim / Günther Herz 31.08.2018
Der TSV Crailsheim muss gegen Ingolstadt umplanen. Nina Hasenfuß und Maren Schmitt werden fehlen.

Bei einem Saisonstart mit sechs Punkten und Platz 3 in der Tabelle der Regionalliga Süd können die Fußballfrauen des TSV Crailsheim derzeit nicht meckern. Damit gehen die Spielerinnen auch mit sehr viel Zuversicht in das nächste Spiel. Allerdings hat auch Gegner Ingolstadt diese Bilanz aufzuweisen und führt aufgrund der mehr geschossenen Tore auch die Tabelle der Regionalliga an.

Deshalb von einem Spitzenspiel zu sprechen, erscheint noch etwas verfrüht. Dennoch ist der FC Ingolstadt von einem anderen Kaliber als die zwei Mannschaften aus Sand und Regensburg zuvor. Gegen Letztere gewannen die Ingolstädter zu Hause immerhin mit 4:0, während sich der TSV in Regensburg gerade so mit 1:0 durchsetzen konnte.

Man darf deshalb auf das sonntägliche Heimspiel sehr gespannt sein. Insbesondere auch deshalb, weil mit Abwehrstrategin Nina Hasenfuß und Maren Schmitt (gegen Sand zweifache Torschützin) zwei Leistungsträger urlaubsbedingt fehlen werden. Das Trainerteam ist deshalb nicht zu beneiden, da es in der Aufstellung ein bisher stabiles Gefüge verändern muss.

Kapitänin wohl in der Abwehr

Zentral in der Abwehr wird Spielführerin Juliane Klenk für Nina Hasenfuß spielen. Schon in den Vorbereitungsspielen hat sie bewiesen, dass sie diese Position auch gut beherrscht. Schwieriger wird es, die Sturmposition zu besetzen. Die zuletzt eminent lauf- und abschlussstarke Maren Schmitt wird sicher schmerzlich vermisst werden. In die Bresche kann sowohl die technisch versierte Celine Pollak als auch die aus dem Urlaub zurückgekehrte Simone Klenk springen. Hierüber wird das Trainerteam kurzfristig entscheiden. Eine Hiobsbotschaft bekamen die Trainer unter der Woche noch von Theresa Frech. Deren alte Verletzung ist wieder aufgebrochen und man weiß nicht, wie hier der Genesungsfortschritt sein wird.

Doch es gibt auch positive Nachrichten aus dem Lager der TSV-Frauen. Mit Sarah Herrmann und der am Ellbogen verletzten Torspielerin Nadine Steiner meldeten sich diese Woche zwei Spielerinnen zurück, die man eigentlich noch gar nicht auf der Rechnung hatte. Aller Voraussicht nach kann Steiner sogar als Nummer 1 wieder im Tor stehen.

Derzeit ist Neuerwerbung Helena Spajic noch auf Länderspielreise mit der U-19-Nationalmannschaft Kroatiens, wird aber vermutlich beim Volksfestspiel gegen Eintracht Frankfurt wieder zur Verfügung stehen können.

Konterstarker Gegner

Mit den Frauen aus Ingolstadt erwarten die Crailsheimerinnen eine Mannschaft, die das schnelle Umschaltspiel sehr gut beherrscht. Dies haben sie bereits in der letzten Saison erfolgreich gegen Crailsheim praktiziert. Das Heimspiel verloren die Horaffen in der letzten Minute, als die konterstarke Mannschaft der Audi-­Städter die letzte Chance gnadenlos ausnutzte und als Sieger das Schönebürgstadion verließ. Auch in Ingolstadt hatten die Donaustädter die besseren Chancen mit ihrem Konterspiel. Jedoch kam Crailsheim auch mit neun Feldspielerinnen in den letzten Minuten zum Ausgleich, weil sie über den Kampf tatsächlich noch besser ins Spiel fanden.

Da der Teamgeist auch in dieser Saison stimmt, können die Zuschauer am Sonntag auf ein abwechslungsreiches Spiel hoffen. Allerdings sollten sich die Abspielfehler, wie in Regensburg, nicht häufen, sonst macht man Ingolstadt erst recht stark.

So spielen sie

TSV Crailsheim – FC Ingolstadt, Sonntag, 14 Uhr

Crailsheim: Steiner, J. Klenk, Klärle, Herrmann, S. Klenk, Scheidel, Kirbach, Schmölz, Pollak, Horwath, Baki, Specht, Reuther, Uhl, Bensch, Lorenz

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