BWK-Arena-Cup BWK-Arena-Cup: Im Sky-Jackerl am Mikrofon

Ilshofen / Alexander Schreiber 16.01.2017
Mit Fernsehmoderator Gregor Teicher haben die Organisatoren des BWK-Cups einen echten Medienprofi als Hallensprecher verpflichtet.

Der Seitenscheitel sitzt kerzengerade, auf dem Anzug ist ein großes Sky-Emblem eingenäht – in diesem Outfit hätte Gregor Teicher auch problemlos im Fernsehstudio in der Gemeinde Unterföhring am Stadtrand von München für Pay-TV-Sender Sky vor der Kamera sitzen können. Dort ist der 44-jährige Fernsehmoderator nämlich normalerweise anzutreffen. Weil aber Hallensprecher Danny Jüngling dieses Jahr verhindert war, nahm Gregor Teicher dessen Platz am Mikrofon hinter der Seitenbande ein.

„Ich habe meine Schichten tauschen müssen. Eigentlich hätte ich dieses Wochenende Dienst gehabt“, sagt er am Sonntag.

Eine Stuttgarter Moderatorenagentur hatte ihn zum BWK-Cup vermittelt. In der Arena Hohenlohe übernahm er zugleich die Rolle eines klassischen Kommentators, aber auch die des Moderators. „Ich musste mich erst ein bisschen als Hallensprecher eingrooven“, erklärt er. „Im Mittelpunkt des Turniers stehen die Spieler. Ich soll hier nicht den Pausenclown mimen, sondern das Wichtigste herüberbringen“, so beschreibt er seine Aufgabe.

Mit Jugendfußball hat Teicher normalerweise nichts am Hut. Mit Nachwuchssportlern kennt er sich trotzdem aus. „Ich habe einmal eine C-Jugend-Handballmannschaft trainiert. Das ist ein superspannendes Alter, weil man die Jungs dort noch sehr stark formen kann. Da ist ein Trainer mehr als nur Trainer.“

Ausrutscher zum Auftakt

Vom BWK-Cup war der 44-Jährige angetan. „Das hier ist ein Spitzenturnier. Allein schon die Namen der Mannschaften und die Arena hier in Hohenlohe machen das Ganze besonders“, lobte er.

Gregor Teicher ist ein Profi, das merkt man ihm auch als Hallensprecher an. Doch trotz aller Professionalität hat er sich in Ilshofen einen, wortwörtlichen, Fauxpas erlaubt: Am Samstag, als er locker über die Bande steigen wollte, blieb er mit seinem Schuh hängen und legte eine Flugeinlage ein. „Ein absoluter Alptraum. Da hatte ich noch nicht einen Ton gesagt und mich schon unvergesslich gemacht“, sagt er am Sonntag und kann darüber lachen. „Meine Hände waren voll mit Mikrofon und Zettel, die konnten den Sturz leider auch nicht abfangen.“

Übrigens: Sein Anzug sei nicht vom Arbeitgeber vorgeschrieben, beteuert er. „Ich hab einfach die Organisatoren gefragt, ob ich mein Sky-Jackerl anziehen soll. Das fanden sie gut.“

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